Spielvorstellung: Die Tore der Welt

tore_cover.jpgSeit einigen Jahren bereits bringt der Kosmos-Verlag vermehrt Spiele mit literarischem Hintergrund heraus. Damit will man natürlich neue Zielgruppen ansprechen und kann auch im Vertriebskanal Buchhandlung die Leser ansprechen. Dass eine solche „Verspielung“ eines Romans die Vorlage nicht 1:1 umsetzen kann, dürfte klar sein, es gilt eher das Flair der Vorlage einzufangen und ich finde, dass ist den Autoren beim vorliegenen Spiel wunderbar gelungen. Ich habe das Buch etwa zur selben Zeit gelesen, als ich das Spiel kennenlernen konnte. Natürlich ist die Kenntnis des Romans nicht Voraussetzung für den Spielgenuss, hilfreich ist sie ausserdem nicht.

Spiel und Roman spielen einige Generationen nach den Geschehnissen aus „Die Säulen der Erde„. Weiterlesen…

Spielevorstellung: Wadi

Wadi

Ein weiteres Spiel, das ich auf der Süddeutschen Spielemesse ausprobiert habe, ist Wadi. Wadi ist ein Begriff aus dem ägyptischen für trockene Täler, die nur zur Regenzeit Wasser führen. Und damit sind wir auch schon beim Hintergrund zu spiel angekommen.

Die Aufgabe der Spieler ist es Schadufs, eine Art Wasserpumpen zu bauen, und damit die Landschaft aus dem Wadi zu bewässern so lange dieser Wasser führt. Je nachdem in welche Landschaft das Wasser gepumpt wird, erhält man zum Spielende hierfür ein bis drei Punkte. Weiterlesen…

Commands & Colors (II): Memoir’44

memoir44.jpgSchon kurz nachdem das erste Spiel mit dem Commands and Colors-Spielsystem „BattleCry“ erschienen war, konnte man vom Autor Richard Borg erfahren, dass er das Spielsystem auch für andere Epochen angepasst hat: Napoleonische Schlachten, den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und vor allem für Schlachten der Antike (das inzwischen erschienen ist).

Auf die bei Spielern in den USA beliebte moderne Kriegführung im 20. Jahrhundert (sprich: 2. Weltkrieg) angesprochen, sah er das System dafür als nicht so geeignet an. Um so überraschender war dann die Veröffentlichung des Spiels Memoir’44, das in Zusammenarbeit mit dem Team von Days of Wonder entstand und zum 60. Jahrestag der Invasion der alliierten Streitkräfte in der Normandie erschien. Weiterlesen…

Commands & Colors (I): BattleCry

plbattcry.jpgIn der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich der Norden und der Süden der damaligen USA deutlich unterschiedlich entwickelt. Während im Norden die Industrialisierung fortschritt war der Süden weiterhin von Plantagen geprägt, auf denen über 50% des weltweiten Bedarfs an Baumwolle produziert wurden. Und auf diesen arbeiteten überwiegend Sklaven, die um 1860 etwa ein Achtel der Gesamtbevölkerung darstellten. Letztendlich waren die unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen der Auslöser für den amerikanischen Bürgerkrieg von 1861-1865.

In BattleCry können zwei Spieler 15 verschiedene Schlachten zwischen der Unions-Armee und den Konföderierten nachspielen und versuchen, es besser zu machen, als die damaligen Generäle. Dass dies nicht in Arbeit ausartet wie manche der amerikanischen Konfliktsimulationsspiele, die hunderte von Einheiten mit z.T. sehr speziellen Detailregeln kennen, dafür sorgt das Spielsystem „Commands and Colors“ von Richard Borg, das im Prinzip ein vereinfachtes Miniaturenspiel darstellt. So befinden sich in der etwas groß dimensionierten Schachtel neben Regel- und Szenarienheft, Spielplan, Karten und Würfel auch gut 100 Plastikfiguren, die Infantierie, Kavallerie, Artillerie und Generäle darstellen. Weiterlesen…

Thurn und Taxis – Spiel des Jahres 2006 (Weihnachtsgeschenktipp)

Thurn und Taxis: Spiel des JahresEin Spiel darf dieses Jahr bei den Weihnachtsgeschenktipps natürlich wieder nicht fehlen – das diesjährige Spiel des Jahres 2006. Den historischen Spielhintergrund liefert Francesco Tasso, besser bekannt als Franz von Taxis, der vor über 500 Jahren das moderne Postwesen begründet hat. Im Spiel Thrun und Taxis wandeln die Spieler auf seinen Spuren indem sie Poststrecken aufbauen. Weiterlesen…

Spielvorstellung: Zambezy

Zambezy„Vier gewinnt“ so könnte man dieses Spiel umschreiben und würde damit gewaltig in die Irre führen. Denn bei Zambezy zählen nicht vier Steine in einer Reihe sondern in einem Quadrat.Aber zunächst zum Spielmaterial selbst: Wie bei den anderen Spielen aus dem Verlag liegt hier das Augenmerk auf einer besonderen Haptik.

So erinnert das Spiel nicht nur durch seinen Titel nach dem Fluss Sambesi an Afrika sondern auch das Spielbrett. Es halbmanuell gefertigt und ist asymmetrisch angelegt. Die Spielfeldmarkierungen sind dabei nicht aufgedruckt sondern eingebrannt und die Oberfläche ist rau. Wer der Meinung ist, dass die Spielsteine aus Plastik nicht zu diesem Flair passen, kann auch eine Variante mit Holzsteinen erwerben. Weiterlesen…

Louis XIV (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Louis XIVIn Louis XIV konkurieren die Spieler um die Gunst des Königs französischen Hofstaat. Dafür können sie hochgestellte Persönlichkeiten beeinflussen und dann Aufträge für den König ausführen.

In der Spielvorbereitung werden zunächst die Persönlichkeiten ausgelegt. Es gibt mehrere grosse Spielrunden in denen der Startspieler wechselt. Jede Spielrunde ist wieder unterteilt in mehrere Phasen. In der ersten Phase erhält man Nachschub, also Geld und eventuelle Boni. In der zweiten Phase spielt man reihum seine Personenkarten um Einflussmarken auf die entsprechenden Personen und eventuell umliegende zu verteilen. Weiterlesen…