Munchkin

MunchkinMunchkin richtet sich hauptsächlich an Rollenspieler, weil es eine Parodie desselben ist.

Wie der Name schon sagt, sind die Spieler Munchkins, also Rollenspieler, die die Regeln bis übers Maximum ausreizen um Vorteile vor den anderen Spieler zu haben. Der Hauptgag des Spiels ist es also, dass alles verzichtet wird, das Rollenspiele interesant macht, und es nur noch darum geht, vor allen anderen Stufe 10 zu erreichen. Dafür ist nun aber fast jedes Mittel recht und jede Regel darf gebeugt werden.

Jeder Spieler braucht ein wenig Platz vor sich und eine Möglichkeit sich seine Stufe zu notieren. Die Stufe ist zu Beginn 1 und steigt im Laufe des Spiels. Das eigentliche Spiel besteht aus 2 Arten von Karten, nämlich Dungeonkarten und Schatzkarten.

Wobei die Dungeonkarten Monsterkarten, Flüche und Bonuskarten enthalten können, während die Schatzkarten meist Ausrüstung darstellen. Diese Ausrüstung hilft den Spielern im Kampf, indem sie dafür die Stufe erhöht.

Ein Spielzug ist eigentlich sehr einfach: Der Spielzug beginnt, damit dass der aktive Spieler den nächsten Raums des Dungeons betritt. Um genau zu sein, deckt er eine Dungeonkarte vom Stapel auf. Wenn es eine Bonuskarte ist, zieht der Spieler sie einfach. Sollte ein Fluch aufgedeckt werden, so erleidet der Spieler die Effekte. Bleibt schliesslich die Möglichkeit ein Monster aufzudecken, in diesem Fall muss der Spieler kämpfen.

Dabei werden eigentlich nur die eigene Stufe und die Stufe des Monsters verglichen, derjenige mit der grösseren Stufe gewinnt. Dies ist die Gelegenheit für alle Mitspieler mitzumischen und mithilfe eigener Karten Monster oder Spieler zu verstärken, oder auch dem aktiven Spieler Hilfe anzubieten.

Irgendwann wird absehbar, wer gewinnen wird. Sollte der Spieler verlieren, so muss
er fliehen. Aber eine Flucht ist auch gefährlich und so kann ihm das Monster „Schlimme Dinge“ antun. Das kann alles nichts über Stufenverlust bis zu Tod (eine bedauerliche Zwischenstation auf dem Weg zum Sieg) bedeuten.

Aber der Spieler kann auch gewinnen, das Monster töten, eine Stufe aufsteigen und den Schatz stehlen, also entsprechend viele Schatzkarten spielen.

Es gibt natürlich auch Karten, die die eigene Rasse oder Klasse, also aus Mensch wird Zwerg oder aus Krieger wird Zauberer, ändern können. Ebenso gibt es Ausrüstung, die nur von manchen getragen werden können, wie z.B. kann der Napalmstab nur von Zauberern verwendet werden ( was soll auch ein Krieger mit einem Zauberstab).

Munchkin brilliert vor allem durch die witzigen Karten, die aberwitzigen Situationen und viele kleine versteckte Gags auf dem Bildern der Karten. Leider sind die Regeln teilweise schwammig formuliert, obwohl auch dies einen Teil des Reizes ausmacht, auch diese Regeln bis zum Maximum auszuschöpfen.

Man kann sicher der Meinung sein, dass nach ein paar Spielen, wenn die Karten bekannt sind, der Spass raus ist, aber zumindest mit 3 Spielern ist das nicht wahr. Da das Spiel dann tatsächlich recht zügig spielbar ist, wenn man sich damit abgefunden hat, dass es ein reines Glücksspiel ist. In grösseren Gruppen zieht es sich manchmal zu lange, vor allem wenn alle auf Blockade spielen.

Munchkin – Kurzübersicht

Für wen: Rollenspieler
Preis: ca. 15€
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: –
Typ: Kartenspiel, „Rollenspiel“
Glücksfaktor: hoch
Autor: Steve Jackson
Verlag: Pegasus
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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