Haste Bock? (Weihnachtsgeschenktipp)

hastebock.jpgSpiele mit tierischen Themen sind ein Markenzeichen des Zoch-Verlags und so war es auch keine Überraschung, dass nun bei Zoch in einer großen Auflage erschien, was vor einem Jahr als „Shear Panic“ im englischen Kleinverlag sofort vergriffen war.

Auf der Weide ist eine Schafherde in der jeder Spieler zwei farbig markierte Schafe besitzt. Bevor es los geht, wird erst mal ordentlich gerangelt und gerammt: jeder würfelt einmal reihum mit dem Farbwürfel und rammt mit dem ausgewürfelten Schaf andere Schafe, so dass sich die Herde über die Wiese verteilt.

Dann geht’s los: In der ersten Phase sind sich alle noch etwas unsicher und da wollen zusammengehörende Schafe gerne nah beieinander stehen, d.h. es gibt Punkte, wenn man nach dem Zug eigene Schafe benachbart hat. Zum Ziehen hat jeder Spieler einige Zugplättchen, die bestimmte Zugmöglickeiten vorgeben. Da kann einfach ein Schaf auf ein Nachbarfeld versetzt werden, über andere Schafe gesprungen werden oder die Ausrichtung aller Schafe um 90 Grad gedreht werden. Jede Aktion kann nur einmal eingesetzt werden und verbraucht zudem 1-3 Zeiteinheiten, über die die Spielphasen gesteuert werden. In der zweiten Phase kommt der „Playbock“ Roger zum Einsatz, da drängeln sich unsere Schafdamen natürlich nach vorne. Zweimal wird mit Roger gewertet, je näher ein Schaf Roger ist, deste mehr Punkte erhält man dafür.

In der dritten Phase haben die Schafe Roger satt und scheren sich lieber um das schwarze Schaf Thea, das immer mit ihnen in der Herde hin und hergeschubst wird bevor in der vierten Phase der Coiffeur Jaques zur Wiese kommt. Ein Friseur für Schafe ist aber ein Schafscherer, also wollen alle Schafe jetzt möglichst weit weg von Jaques sein, wenn es zur Wertung kommt.

Die knuffigen Schafe sind zwar aus Kunststoff, aber nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken, dass das Spiel einen hohen Aufforderungscharakter hat. Jeder, der die Schafe sieht, will gleich mit ihnen spielen. Besonders witzig sind auch die Figuren von Roger und Jaques. Das Spiel selbst ist ein kurzweiliges Taktikspiel, alle Informationen sind immer offen, d.h. man kann sehen, welche Zugmöglichkeiten die anderen Spieler noch haben, trotzdem ist allzu viel Vorausplanen bei vier Spielern nicht wirklich möglich, da zuviel passiert, bis man wieder dran kommt. Dafür sorgen auch die Würfelfelder auf der Zeitleiste, bei denen der am Zug befindliche Spieler mit einem ausgewürfelten Schaf einmal zusätzlich rammen darf. Diese Mischung macht es auch zu einem guten Familienspiel.

Haste Bock?- Kurzübersicht

Für wen: Schafzüchter und Taktiker
Preis: ca. 30,- Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 40 min.
Auszeichnungen: –
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Fraser Lamont und Gordon Lamont
Verlag: Zoch
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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