Dreck am Stecken – Krimi-Kartenspiel

Dreck am SteckenEs kennt mich hier ja noch keiner, ich darf mich also kurz vorstellen. Mein Name ist Marco Z. Ich sitze im Knast, ich habe Ede umgebracht, er wusste zu viel. Idiot!

Ich könnte aber genauso gut Sven, Silvio oder Nina heißen. Und ich könnte statt eines Mordes mich auch des Bankraubs, Heiratsschwindels oder Drogenhandels schuldig gemacht haben. Das sind einige von sechs Rollen, die es in dem spannenden Kartenspiel Dreck am Stecken zu besetzen gibt.

Jeder der Spieler nimmt einen Decknamen an, und bekommt ein Verbrechen zugelost. Anhand eines Ablaufplans des verhängnisvollen Abends und Edes Kneipe müssen die bis zu sechs Ganoven gezielt Fragen stellen, um die Straftat der anderen aufzudecken, und die eigene möglichst nicht preiszugeben. Die Fragen folgen dabei einem strengen Muster: Es ist lediglich erlaubt, eine einzelne Person gezielt zu einer Information aus dem Ablaufplan zu befragen. Da steht beispielsweise: „01:05 Uhr: Der Mörder und der Bankräuber prügeln sich kurz und heftig“. Die Frage könnte also lauten: „Hast du dich um 01:05 Uhr mit jemandem geprügelt?

Natürlich will das keiner zugeben, könnte es doch darauf hindeuten, man wäre gar der Mörder! Leider jedoch erlaubt das Spiel solch eine Lüge nur einmal. Ein jeder Spieler besitzt vier „Wahrheitskarten“: Einmal die Lüge, dreimal die Wahrheit. Bei jeder Antwort muss er verdeckt eine seiner Karten aufgeben. Mittels einer „Drohung“ kann jeder Ganove einmal im Spiel eine solche Karte inspizieren und den tatsächlichen Wahrheitsgehalt feststellen.

Nachdem die vierte Karte gespielt ist, kann dieser Ganove nicht mehr befragt werden. Sind alle ihre Karten los, muss jeder seine Hypothesen über die Verbrechen der anderen darlegen, oder auch früher, wenn er sich sicher ist.

Spielmaterial von Dreck am Stecken
Spielmaterial: Dreck am Stecken

Damit man sich bei bis zu 24 Antworten nicht ständig das Hirn zerbrechen muss, besitzt jeder auch einen Zettel, auf dessen Matrix er sich Notizen zu jedem Spieler und Verbrechen machen kann.
Nach ca. 45 Minuten blickt keiner mehr recht durch, und wer es doch tut, hat sich meistens doch geirrt. Ein großer Spaßfaktor deshalb der abschließende Vergleich der Hypothesen mit den tatsächlichen Verbrechen. Und noch größer ist der Spaß, die Form der Notizen auf den Tabellen anzuschauen: Ein jeder hat sein eigenes, hochgeheimes System, seine Schlussfolgerungen zu jeder Aussage aufzuschreiben.

Tipp: Am besten in einem abgedunkelten Raum nach Mitternacht spielen…

gez. Marco Z.

Dreck am Stecken – Kurzübersicht

Für wen: Krimifans, Menschliche Lügendetektoren und Verbrecher
Preis: 12,60 Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Auszeichnungen: –
Typ: Deduktionsspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Stefan Breuer
Verlag: Gmeiner Verlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Offenlegung: Diese Rezension und das Foto stammen von unserem Gastautor Sebastian und erfolgte aufgrund eines Rezensionsexemplars des Verlags.

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