Bohnanza ist ein kurzweiliges Kartenspiel, dass in keiner Spielesammlung fehlen sollte.
Äußerlich besticht das Spiel durch ein liebevolles und lustiges Design der Karten, aber es ist auch
immer spannend, lustig und trotzdem auch taktisch interessant.
Das Ziel ist es durch den Anbau von Bohnen reich zu werden.
Dafür gibt es 8 verschiedene Bohnenarten mit verschieden hohen Erträgen, dennoch
muss man darauf achten nur wenige Sorten anzubauen, da man sonst ohne Ertrag ernten muss.
Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler 5 Karten, anders als bei den meisten Kartenspielen
ist es aber nicht erlaubt diese zu sortieren, da die Reihenfolge dieser Karten sehr wichtig ist.
Die übrigen Karten bilden den Zugstapel, sobald dieser 3 mal leer wurde, endet das Spiel.
Zu Beginn einer Spielrunde muss der aktive Spieler die erste Karte und darf die zweite seiner Handkarten anbauen
Anbauen bedeutet diese auf eines seiner Bohnenfelder zu legen. Dabei darf er aber nur
gleiche Bohnen aufeinander legen. Da man meist nur 2 Felder hat, muss man eventuell
zuerst ein Feld abernten, dazu aber später mehr.
Danach deckt der Spieler 2 Karten des Zugstapels auf und eröffnet damit den interessanten
Teil des Spiels.
Aller Wahrscheinlichkeit nach passen nicht alle aufgedeckten Bohnenkarten auf die eigenen
Felder, daher kann man nun versuchen mit anderen zu Handeln, um die vorhandenen Bohnen
gegen besser passende einzutauschen.
Dabei wird ebenfalls mit den Handkarten gehandelt, d.h. man kann versuchen seine ersten
Handkarten zu vertauschen, da man diese als nächstes anbauen müsste, diese aber nicht zu
den eigenen Bohnensorten passen.
Sollten Bohnenkarten übrig bleiben, so muss der Spieler sie am Ende anbauen, auch
wenn er dafür Felder abernten muss.
Am Ende des Zuges zieht der Spieler noch 3 Karten von Stapel nach.
Sollte dabei der Stapel leer werden, wird der Ablagestapel neu gemischt und bildet den neuen
Zugstapel.
Was bedeutet nun das Abernten eigentlich?
Dadurch erzielt man zweierlei, zum ersten wird das Bohnenfeld wieder frei.
Zum anderen und wichtigeren bringt es auch Geld und zwar abhängig davon wieviele
Bohnenkarten aufeinander liegen und wie selten diese Bohnenkarten sind.
Dabei bringen mehr Karten natürlich auch höhere Erträge, deswegen ist es
unangenehm zu früh Feld ernten zu müssen.
Auf den Bohnen steht immer, wieviele Karten wieviel Gewinn bringen.
Je seltener die Karten sind, desto mehr Geld erhält man für weniger Karten.
Insbesondere bringen Felder mit nur einer Karte nie einen Ertrag, aber es gibt auch
Bohnenarten, die erst ab 4 Karten anfangen Geld zu bringen.
Beim Abernten nimmt man jedenfalls die Karten, legt soviele, wie der Gewinn beträgt
zur Seite und den Rest auf den Ablagestapel.
Sollte man irgendwann der Meinung sein, das 2 Bohnenfelder zuwenig sind, so kann
man sich auch ein Drittes kaufen, aber dies will wohlüberlegt sein, da das Geld
eventuell am Ende fehlt.
Und Geld ist wichtig, da es das einzige ist, nachdem am Spielende gewertet wird.
Der reichste Spieler gewinnt.
Das Spiel ist sehr bekannt und daher existieren auch viele offizielle und inoffizielle Erweiterungen dazu, aber auch
Spiele, die nur noch das Setting gemeinsam haben.