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20.12.10

Asara (Adventskalender 20)

Asara.jpg Türme bauen ist nach Eisenbahnen wohl eines der meistgenutzten Themen für Spiele. Soweit also nichts neues, am Ende geht es darum, wer hat die höchsten Türme, wer hat die meisten Türme. Gebaut wird vier Jahre lang, d.h. man spielt vier Durchgänge, nach jedem gibt es noch eine kleine Zwischenwertung. Interessant ist, was in einem Durchgang passiert: Jeder Spieler bekommt eine Hand voll verschiedenfarbiger Baumeisterkarten und ein festes Einkommen. Mit diesem kauft man Turmteile (Sockel, Mittelteile und Spitzen) ein. Die Teile gibt es in verschiedenen Farben und damit auch verschiedenen Preisen. Natürlich bringen die teuren Türme in der Endwertung auch die meisten Punkte. Baumeister können aber auch weiteres Geld bei der Bank besorgen und natürlich die eingekauften Turmteile auch bauen. Für jede Aktion gibt es einen Spielplanteil mit Ablagefeldern für die Baumeister. Wer eine Aktion zuerst durchführt, legt einen Baumeister offen ab und bestimmt damit die Farbe der Baumeister, welche die Spieler, die später dieselbe Aktion durchführen wollen, dort ablegen müssen. Aufheben kann man den Farbzwang, indem man zwei beliebige Karten ablegt, doch dadurch bringt man sich vielleicht um eine andere Aktion. Das ist der Kern des Spiels, und der Startspieler hat dadurch einen kleinen Vorteil, weshalb man sich auf einem Aktionsfeld auch dieses Recht erspielen kann. Immer wieder steht man vor den Fragen: in welcher Reihenfolge mache ich meine Aktionen, wie setze ich die zufällig erhaltenen Baumeister am Besten ein, wie bekomme ich am meisten für mein Geld? Und man sollte auch einen Blick auf die Bauwerke der Mitspieler werfen, um in der Schlußwertung nicht leer ausgehen zu müssen. Wer also ein etwas anspruchsvolleres Spiel für Familien sucht, wird hier gut bedient. Und schön exotisch gestaltet von Franz Vohwinkel ist es ausserdem.

Asara - Kurzübersicht

Für wen: Turmbauer und anspruchsvollere Familien
Preis: 25,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_25_euro taktikspiel verlag:ravensburger xmas2010

07.12.10

Glen More (Adventskalender 7)

glenmore.jpg Glen More ist etwas anspruchsvoller als die bisher im Adventskalender vorgestellten Spiele. Im schottischen Hochland werden Dörfer gebaut, Felder angelegt, Destillerien und Fleischereien gebaut, Getreide geerntet, Vieh vermarktet und Whiskey gebraut. Letztendlich geht es auch hier hauptsächlich darum, geerntete Rohstoffe in Siegpunkte umzuwandeln. Wie das funktioniert ist aber recht originell: Auf einem Rundkurs liegen Landschaftsplättchen aus, hinter denen die Spieler mit einer Figur starten. An der Reihe ist immer der Spieler mit dem hintersten Pöppel, er bewegt seinen Pöppel zu einem Kärtchen und legt dieses in seine Auslage (dafür gibt es ein paar Regeln, die hier aber nicht wichtig sind). Jedes Kärtchen, das man legt, produziert sofort oder bietet eine andere Aktion. Außerdem darf man alle Kärtchen aktivieren, die im Umkreis liegen. Es kommt also auf die Auswahl und die richtige Reihenfolge der Plättchen an, wenn man sie dann noch optimal anlegen kann, um effektiv zu produzieren, ist das ein guter Weg in Richtung Sieg. Es gibt mehrere Zwischenwertungen und eine Endwertung, jeweils in verschiedenen Kategorien, so dass man auch Schwerpunkte setzen kann oder soll, denn alle einzelnen Wettrennen kann man nicht gewinnen. Ich finde, ein durchaus großes Spiel, das da in einer kleinen Schachtel daherkommt.

Glen More- Kurzübersicht

Für wen: Whiskey- und Schottlandfreunde
Preis: ca. 20,-
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: taktisches Legespiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Matthias Cramer
Verlag: alea/Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 gluecksfaktor_wenig etwa_20_euro taktikspiel legespiel verlag:ravensburger verlag:alea xmas2010

01.10.09

Spielvorstellung: Atlantis

atlantis.jpg Bereits aus der Antike gibt es Berichte über das sagenhafte Atlantis, diesen prächtigen Kontinent, der im Meer versunken sein soll. Die versinkende Insel wird auch immer wieder gern als Thema für ein Brettspiel aufgegriffen, immer gilt es sich bzw. viele Schätze von der Insel zu retten. Bei diesem Spiel verschwindet mal nicht die Insel, sondern der rettende Weg zum Festland bekommt immer größere Lücken und nur wenige Brücken stehen zur Verfügung. Jeder hat drei Männchen, die man zum Festland bringen muss. Mit einer ausgespielten Karte bestimmt man, bis zu welchem Feld man gehen will, das leer sein muss, dann bekommt man das nächste dahinter liegende freie Plättchen als Belohnung. So bekommt der Weg Lücken, deren Überquerung nur an den seltenen Brücken frei ist, sonst muss man mit weiteren Karten oder den bisher gewonnenen Wegeplättchen bezahlen. Immer gilt sich zu entscheiden, ob man lieber einen großen Sprung macht, um ein wertvolles Plättchen zu erobern oder lieber viele kleine Schritte geht, um möglichst viele Plättchen zu sammeln, damit man die Überquerung der Lücken passend bezahlen kann. Zeitdruck entsteht, sobald die ersten Männchen das rettende Festland erreicht haben. Atlantis ist ein spannendes Taktikspiel, dessen einfache Regeln einen schnellen Einstieg bieten.

Atlantis - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker
Preis: ca. 20,- Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Leo Colovini
Verlag: Amigo Spiele
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig etwa_20_euro taktikspiel verlag:amigo

26.07.09

Spielvorstellung: Rosenkönig - Dornige Fehde für Zwei

RosenkönigIch stelle hier ein taktisches Spiel für Zwei vor. Die beiden Spieler übernehmen entweder die weiße Rose des Hauses York oder die rote Rose des Hauses Lancaster, so wird der Rosenkrieg in England im 15. Jahrhundert nachgespielt. Zeil des Spieles ist es, möglichst große, zusammenhängende Flächen mit der eigenen Rose zu legen und gleichzeitig dies beim Gegner verhindern. Die Krone steht zu Beginn in der Mitte. Am Rand liegt ein verdeckter Nachziehstapel mit Karten, die mögliche Richtung und Weite eines Zuges anzeigen. Ich kann nun entweder eine Karte spielen oder eine ziehen. Alle Karten liegen offen aus und so sind auch die möglichen Züge des Gegners kalkulierbar. Komme ich nun auf eine Stelle des Spielplanes, auf der noch kein Rosenplättchen ausliegt, so lege ich den entsprechenden Machtstein mit meiner Rosenfarbe nach oben aus. Ist dort allerdings ein gegnerisches Plättchen, so habe ich 4 Karten, um diese umzudrehen und in meine Rosenfarbe zu verwandeln. Allerdings besteht Zugzwang. Kann ich nun also keine Karte ziehen, weil ich bereits 5 Karten besitze, nicht eine Heldenkarte mit Zugkarte spielen, um einen gegnerischen Stein zu wenden oder auf eine freie Stelle ziehen, so ist der Gegner erneut am Zug. Das Spiel endet, sobald beide Spieler zugunfähig sind oder der letzte Machtstein auf den Spielplan gesetzt wurde.

Das Spiel wird umso taktischer, da die Größe der Felder mit der 2. Potens gewertet wird. Je größer das Feld, umso bedeutend größer die Punktzahl. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Da jeder maximal 5 mögliche Spielzüge hat, sind die Überlegungen rascher als z.B. beim Schach, das Spiel kann recht zügig gespielt werden und wird dadurch umso reizvoller. Es gehört mittlerweile zu den Klassikern der Spiele für Zwei und das meines Erachtens nach völlig zu Recht.

Rosenkönig - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker, Für 2
Preis: ca. 12,-€
Spieler: 2 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-40 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Taktik
Glücksfaktor:kaum
Autor: Dirk Henn
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 gluecksfaktor_wenig etwa_10_euro taktikspiel verlag:kosmos

08.02.07

Spielvorstellung: Spiel der Türme

spieldtue.jpg Heute möchte ich mal ein Spiel vorstellen, das eher die Freunde abstrakter bzw. klassischer Spiele ansprechen dürfte. Die thematische Einbindung ist nur Design, auch wenn die Türme von San Gimignano dem Autor als Inspiration dienten.

Gespielt wird auf einem rechteckigen Spielplan, der rechtwinklige Gassen und Häuserblöcke der Stadt darstellt. In den Gassen werden zu Beginn 80 Spielsteine zufällig verteilt, die vier verschiedene Symbole zeigen. Jedes Symbol gibt es dabei in jeder der vier Spielerfarben. Ziel ist es, aus den offen liegenden Steinen, Türme zu bilden, die das gleiche Symbol tragen. Die Farbe des zuoberst liegenden Steines gibt dabei den Besitzer an, der mit dem Turm/Stein ziehen darf. Gezogen wird waagrecht bzw. senkrecht, wobei fremde Türme/Steine bzw. Symbole blockieren. Man versucht also, möglichst viele Steine fremder Farbe einzufangen, wobei ein Turm maximal 5 Steine hoch werden darf. Ziel aller Türme sind die Häuserblöcke mit den vorgedruckten Symbolen, denn nur dort abgestellte Türme kommen in die Wertung, wenn das Spiel endet.

Durch die zufällige Anfangsverteilung ist sichergestellt, daß jede Partie anders verläuft, das war es aber auch schon mit dem Zufall, alle Informationen sind offen und der Rest liegt allein an der Taktik der Spieler. Das ergibt eben ein Spielgefühl, wie man es von klassischen Brettspielen her kennt: einfacher Einstieg und trotzdem eine Spieltiefe, die einem etwas zum Grübeln gibt. Schön, daß dieses Spiel nicht vergessen wurde und eine Neuauflage bekommen hat.

Spiel der Türme - Kurzübersicht

Für wen: Freunde klassischer abstrakter Spiele
Preis: ca. 20 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 30-60 min
Auszeichnungen: Erstausgabe Auswahlliste Spiel des Jahres 1993
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: wenig
Autor: Rudi Hoffmann
Verlag: Pro Ludo
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig etwa_20_euro taktikspiel verlag:pro_ludo

17.01.07

Spielvorstellung: Finstere Flure

cover_finster_de.jpg Seit seinem Erscheinen im Jahr 2003 kommt dieses Spiel bei uns immer wieder gern auf den Tisch, was vor allem daran liegt, daß es wunderbar mit vielen Spielern funktioniert und auch die unterschiedlichsten Spielertypen anspricht. Die Hintergrundgeschichte ist einfach: Die Fee Fabula wurde von Fürst Fieso entführt und die Spieler sind unterwegs sie zu befreien. Da kommen sie in eine unterirdische Säulenhalle, die sie durchqueren müssen. Das ist gar nicht so einfach, denn dort lauert das Monster Furunkel, das natürlich verhindern will, dass die Spieler durchkommen. Zu der schrägen Geschichte passen auch sehr gut die satirischen Zeichnungen der Spielfiguren und das auf unterschiedlichste Weise zusammensteckbare Monster.

Je nach Spielerzahl führt jeder Spieler 3 oder 4 Figuren durch das Verlies. Man betritt dieses in einer Ecke und muß zur diagonal gegenüber liegenden Ecke. Wem es gelingt, als erster zwei Spielfiguren durchzubringen, gewinnt die Partie. Eine Spielfigur besteht aus einer beidseitig beklebten Holzscheibe mit unterschiedlichen Zugweiten, die zusammen immer 7 ergeben. Nach einem Zug dreht man die Scheibe um und hat in der nächsten Runde eine andere Zugweite. Während die 3/4-Figur also recht gleichmäßig zieht, macht die 1/6-Figur nach einem eher zögerlichen Zug einen Sprint. Gezogen wird nie diagonal, besetzte Felder darf man zwar überqueren, dort aber nicht mit der Bewegung aufhören. Einige bewegliche Steinblöcke dienen einerseits als Versteck können aber auch von den Spielern (und natürlich dem Monster) verschoben werden. Nachdem alle Spieler jede Spielfigur einmal gezogen haben, tritt das Monster in Aktion. Eine Karte wird aufgedeckt, die angibt, wie weit es ziehen wird. Dem Klischee entsprechend ist das ein recht dummes Monster, auf jedem Feld schaut es nach links, vorne oder rechts, ob eine Spielfigur zu sehen ist, dreht sich zur nächsten Figur und macht einen Schritt. Es schaut nie nach hinten und wenn zwei Spielfiguren gleich weit entfernt sind, kann es sich nicht entscheiden und macht einen Schritt vorwärts. Wird eine Spielfigur vom Monster erwischt, muß sie wieder von Vorne anfangen. Man wird also beim Ziehen der Spielfiguren die Bewegungen des Monsters versuchen auszunutzen, zum einen um eigene Spielfiguren zu schützen aber auch um das Monster gezielt auf die Figuren der Mitspieler zu hetzen. Besonders die in einer Runde zuletzt gezogenen Spielfiguren beeinflussen das Monster oft am meisten, da man dann schon gut berechnen kann, wo das Monster langlaufen wird.

Obwohl das Spiel fast kein Glückselement kennt, spielt es sich recht locker, denn bei vielen Spielern lassen sich nicht viele Züge des Monsters vorausberechnen - es geht in Wahrheit recht chaotisch zu. Die ersten beiden Spielfiguren wird man fast immer versuchen hinter anderen Spielern oder Säulen in Deckung zu bringen, solange man nicht recht sicher weiss, wo das Monster lang laufen wird. Noch unberechenbarer wird es in der Fortgeschrittenenversion, wenn noch Teleporter das Monster auf andere Felder beamen. Erst der letzte Spieler einer Runde kann einen sicher berechenbaren Zug machen, sehr oft zur Schadenfreude der im Spiel verbleibenden Spieler.

Wer's mal einfach ausprobieren will, man kann Finstere Flure neuerdings auch in der Brettspielwelt online spielen.

Finstere Flure - Kurzübersicht

Für wen: Monsterjäger und Taktiker
Preis: ca 20,-
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 min
Auszeichnungen: -
Typ: taktisches Ärgerspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Friedemann Friese
Verlag: 2F-Spiele
Bezugsquelle: Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 onlinespiel spieler_5 spieler_6 spieler_viele gluecksfaktor_wenig etwa_20_euro taktikspiel Ärgerspiel brettspielwelt verlag:2f

23.12.06

Expedition (Weihnachtsgeschenktipp)

National Geographic ExpeditionHeute kommt der Spieletipp extra früh damit ihr ihn auch noch besorgen könnt. Empfehlen möchten wir euch Expedition. Das Spiel wurde mit dem Deutschen Lernspielpreis 2006 in der Kategorie ab 9 Jahre ausgezeichnet.

Gespielt wird auf einer Weltkarte und das Ziel der Spieler ist es verschiedene Orte zu erreichen oder die Mitspieler daran zu hindern. Dadurch sammelt man Punkte und der Spieler mit den meisten Punkte - wer hätte es gedacht - gewinnt. Die Karten zu den Zielorten vermitteln dabei Wissen über kulturelle oder historische Orte und sind mit beeindruckenden Fotos des National Geographic illustriert.

Expedition - Kurzübersicht

Für wen: kleine Erkunder
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 1 Stunde
Auszeichnungen: Deutscher Lernspielpreis 2006 Kategorie ab 9 Jahren
Typ: Taktikspiel, Lernspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_wenig taktikspiel lernspiel xmas2006 verlag:ravensburger

22.12.06

Packeis am Pol (Weihnachtsgeschenktipp)

packeisc.jpg"Hey, das ist mein Fisch", ruft es über das Eis. Die Pinguine rutschen über das glatte Eis immer auf der Jagd nach noch mehr Fisch. 60 sechseckige Plättchen mit 1-3 Fischen werden offen ausgelegt, dann stellt jeder bis zu vier Pinguine auf's Eis und los geht's. Wer an der Reihe ist, kann einen Pinguin ohne Abknicken so weit ziehen, wie er will. Ende der Bewegung ist nur am Rand und vor fremden Vögeln. Dann nimmt er das Plättchen, von dem er startete aus der Auslage. Die Fische darauf zählen am Ende als Siegpunkte.

Das waren eigentlich schon alle Regeln. Das gibt ein schnelles, taktisches Spiel, denn nach nicht mal 15 Zügen ist das bei Vollbesetzung auch schon zu Ende. Da versucht man einerseits die lohnenden Plättchen zu bekommen, andererseits kann man fremde Pinguine auch durch das Abtrennen der Schollen isolieren. Natürlich ist es die größte Freude so eines Frackträgers alleine auf einem großen Gebiet zu sein und so nach und nach die Fische dort einzusammeln. Zu Dumm nur, dass man immer nur einen seiner Pinguine ziehen darf, wenn man an der Reihe ist. Das Spiel ist auch für Kinder gut geeignet.

Packeis am Pol - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker und Wintersportler
Preis: ca 20 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 min
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Alvydas Jakeliunas & Günter Cornett
Verlag: Phalanx Games
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 etwa_20_euro gluecksfaktor_ohne taktikspiel xmas2006 verlag:phalanx

17.12.06

Seeräuber (Weihnachtsgeschenktipp)

seerauberc.jpg Zwielichtige Gestalten streifen durch den Hafen, neidisch schauen die Piraten auf die reichen Handelsschiffe, die am Pier verankert liegen. Jeder Spieler hat fünf Piraten in Form von dicken Holzscheiben, mit denen sich durch Übereinanderstapeln schnell Mannschaften bilden lassen. Wer obenauf sitzt, ist der Kapitän und bestimmt, wann welches Schiff geplündert wird. Ist die eigene Mannschaft noch schwach und wartet auf weitere Verstärkung, ist sie allerdings auch anfällig für Übernahmen.

Wenn dann der Zeitpunkt eines Überfalls gekommen ist, die Mannschaft also genügend Piraten zum Entern enthält, sucht der Kapitän das Schiff aus. Er erhält auf jeden Fall eines der zur Verfügung stehenden Beutestücke. Danach nimmt er das Beutegold des Schiffes und zahlt die Mannschaft aus. Da kann es auch schon mal vorkommen, daß der Kapitän sich verkalkuliert und aus der eigenen Tasche zuschießen muß. Die Piraten ziehen mit der Beute ab, zerstreuen sich wieder und gehen auf die Suche nach der nächsten Heuer.

Sind alle Schiffe geentert und alle Piraten ausgezahlt, gewinnt der reichste Spieler. Die Seeräuber bieten ein flottes Taktikspiel, bei dem es gilt, möglichst oft in einer enternden Mannschaft vertreten zu sein, da man nicht immer den Kapitän stellen kann, um die größere Beute abzugreifen. Und geht man mal nicht als Sieger hervor, steht einer weiteren Partie bei der Kürze des Spiels nichts im Wege.

Seeräuber - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker und Möchtegernpiraten
Preis: 11,- Euro
Spieler: 3-5 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 min
Auszeichnungen: nominiert zum Spiel des Jahres 2006
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Stefan Dorra
Verlag: Queen Games
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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12.12.06

Haste Bock? (Weihnachtsgeschenktipp)

hastebock.jpgSpiele mit tierischen Themen sind ein Markenzeichen des Zoch-Verlags und so war es auch keine Überraschung, dass nun bei Zoch in einer großen Auflage erschien, was vor einem Jahr als "Shear Panic" im englischen Kleinverlag sofort vergriffen war.

Auf der Weide ist eine Schafherde in der jeder Spieler zwei farbig markierte Schafe besitzt. Bevor es los geht, wird erst mal ordentlich gerangelt und gerammt: jeder würfelt einmal reihum mit dem Farbwürfel und rammt mit dem ausgewürfelten Schaf andere Schafe, so daß sich die Herde über die Wiese verteilt.
Dann geht's los: In der ersten Phase sind sich alle noch etwas unsicher und da wollen zusammengehörende Schafe gerne nah beieinander stehen, d.h. es gibt Punkte, wenn man nach dem Zug eigene Schafe benachbart hat. Zum Ziehen hat jeder Spieler einige Zugplättchen, die bestimmte Zugmöglickeiten vorgeben. Da kann einfach ein Schaf auf ein Nachbarfeld versetzt werden, über andere Schafe gesprungen werden oder die Ausrichtung aller Schafe um 90 Grad gedreht werden. Jede Aktion kann nur einmal eingesetzt werden und verbraucht zudem 1-3 Zeiteinheiten, über die die Spielphasen gesteuert werden. In der zweiten Phase kommt der "Playbock" Roger zum Einsatz, da drängeln sich unsere Schafdamen natürlich nach vorne. Zweimal wird mit Roger gewertet, je näher ein Schaf Roger ist, deste mehr Punkte erhält man dafür.
In der dritten Phase haben die Schafe Roger satt und scheren sich lieber um das schwarze Schaf Thea, das immer mit ihnen in der Herde hin und hergeschubst wird bevor in der vierten Phase der Coiffeur Jaques zur Wiese kommt. Ein Friseur für Schafe ist aber ein Schafscherer, also wollen alle Schafe jetzt möglichst weit weg von Jaques sein, wenn es zur Wertung kommt.

Die knuffigen Schafe sind zwar aus Kunststoff, aber nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken, dass das Spiel einen hohen Aufforderungscharakter hat. Jeder, der die Schafe sieht, will gleich mit ihnen spielen. Besonders witzig sind auch die Figuren von Roger und Jaques. Das Spiel selbst ist ein kurzweiliges Taktikspiel, alle Informationen sind immer offen, d.h. man kann sehen, welche Zugmöglichkeiten die anderen Spieler noch haben, trotzdem ist allzu viel Vorausplanen bei vier Spielern nicht wirklich möglich, da zuviel passiert, bis man wieder dran kommt. Dafür sorgen auch die Würfelfelder auf der Zeitleiste, bei denen der am Zug befindliche Spieler mit einem ausgewürfelten Schaf einmal zusätzlich rammen darf. Diese Mischung macht es auch zu einem guten Familienspiel.

Haste Bock?- Kurzübersicht

Für wen: Schafzüchter und Taktiker
Preis: ca. 30,- Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 40 min.
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Fraser & Gordon Lamont
Verlag: Zoch
Bezugsquelle: >Amazon, Spielehandel

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07.12.06

Taluva (Weihnachtsgeschenktipp)

taluva.jpgBei dem Spiel Taluva ist es die Aufgabe der bis zu vier Spieler eine Südseeinsel aus Plättchen aufzubauen. Jedes Plättchen besteht aus drei seckseckigen Waben, auf die die Spieler ihre Hütten, Tempel und Türme setzen können. Ziel des Spiels ist dabei entweder zuerst alle Häuser von zwei Gebäudesorten auf der Insel zu Platzieren oder am Schluss mehr Gebäude wertvollerer Art aufgebaut zu haben.

Das besondere bei dem Aufbau der Insel ist, dass die Platten nicht nur in die Breite sondern durch Vulkanausbrüche auch in die Höhe wachsen können wodurch bestehende Hütten verschüttet werden können. Dabei ist es wichtig, höhere Spielebenen zu erreichen, denn dort können mehr Hütten auf eine Wabe gebaut und Türme gesetzt werden. Tempel wiederum können erst ab einer gewissen Siedlungsgröße gebaut werden.

Auf diese Weise verfolgen alle Spieler das gleiche Ziel, nämlich die selbe Menge von Gebäuden möglichst früh zu setzen. Dabei benötigt man die richtige Taktik um einen Schritt schneller zu sein, als die Gegner. Inbesonsere der Einsatz der dritten Dimension verlang dem Spieler ein zusätzliches Maß an Vorstellungsvermögen ab.

Taluva - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker, Geologen, Südseeurlauber
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel, Legespiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Casasola Merkle
Verlag: Hans im Glück Verlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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28.11.06

Neulich gespielt: Maestro Leonardo

Spiel Maestro Leonardo Letzte Woche war es dann endlich mal soweit, ich konnte das bei den Spieltagen in Essen hochgelobte Spiel endlich mal selbst ausprobieren. Und, um es gleich vorweg zu sagen, es hat mir gefallen und das nicht nur, weil ich gleich die erste Partie gewonnen habe. Es geht darum, dass Erfinder in der Renaissance diverse Erfindungen bauen. Dazu benötigt man Rohstoffe, Arbeitskräfte und Zeit. Die zur Verfügung stehenden Aufträge liegen offen aus und man wählt sie geheim aus, indem man die nötigen Rohstoffe unter das daran arbeitende Labor legt. Später werden dem Labor Arbeitskräfte zugeteilt, die jeweils eine Mannwoche pro Runde daran arbeiten. Hat man die Erfindung fertiggestellt, bekommt man dafür Geld, was man einerseits wieder investieren mus, andererseits aber auch die Siegpunkte darstellt. Da durchaus mehrere Spieler an einer Erfindung gleichzeitig arbeiten können, bekommen die später fertig werdenden etwas weniger Geld. Aber nur ein Spieler erhält die Karte, die am Ende in eine Zusatzwertung kommen.

Prinzipiell gehört das Spiel in die Kategorie "Wir setzen Arbeiter ein und werten dann die Aktionen aus", das ist gerade "in" und bei den Vielspieler seit Caylus auch beliebt. Man hat also eine gewisse Anzahl Arbeiter, die reihum auf die Aktionsfelder gesetzt werden. Da gibt es die üblichen Felder für Rohstoffe einkaufen, neue Arbeiter engagieren, die eigenen Labore ausbauen, Startspieler werden, etc. Es können pro Feld von jedem Spieler durchaus mehrere Arbeiter gesetzt werden, denn wer die meisten Arbeiter bei einer Aktion hat, kann sie kostenlos ausführen, alle weiteren Spieler nur unter erheblichen Kosten (und Geld = Siegpunkte!). Man darf allerdings die einmal gesetzten Arbeiter später nicht mehr aufstocken (mit der Ausnahme des Meisters, den man auf einem Feld später dazu setzen kann). Da heisst es also trotz allem abschätzen, was man unbedingt haben will, bzw. was die anderen Spieler evtl. auch interessant finden. Ich fand es nicht so schlimm, dass man nicht aufstocken kann, als zweiter sind die Kosten meist vertretbar. Man sollte aber jede Runde einen gewissen Plan haben und mir ist es gelungen, den meist auch durchzuziehen. Besonders gegen Ende gilt es voraus zu planen, da in den letzten beiden Runden nur noch in den Laboren gearbeitet werden und sonst keine Aktionen mehr durchgeführt werden.

Nach einer Partie kann ich sagen, es wird wohl nicht die letzte gewesen sein. Das Spiel ist ansonsten schön ausgestattet und die Illustrationen sind im Stil der Zeichnungen von Leonardo da Vinci ausgeführt.

Maestro Leonardo - Kurzübersicht

Für wen: anspruchsvolle Spieler, Erfinder
Preis: ca. 35 Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60-90 min
Auszeichnungen: -
Typ:
Glücksfaktor: gering
Autor: Acchittocca
Verlag: dv games, Abacus Spiele
Bezugsquelle: Spielehandel

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11.11.06

Spielevorstellung: Das Spiel und die Spiele

Das Spiel von Abacusspiele Obwohl dieses Spiel schlicht Das Spiel heißt, ist es nicht ganz einfach vorzustellen. Denn eigentlich müsste es Die Spiele heißen. Denn in dieser Box steckt ein Grundbrett und 166 verschiedene Würfel - also eine ganze Menge Spielmaterial. Aus diesem lassen sich nicht nur Würfelpyramiden auf- und abbauen sondern auch noch ganz andere Ideen umsetzen.

Die Idee zum Grundmaterial stammt von dem bekannten Spieleerfinder Reinhold Wittig und es soll zu dem verleiten was seiner Aussage nach zum Erfinden von Spielen führt: Dem Spielen selbst. Und so stammen viele der auf dem Material basierenden Ideen von vielen verschiedenen Spielern.

Die Spielideen sind dabei so variantenreich wie unterschiedlich. Sechs Spielideen werden in der Anleitung mit ausgeliefert - zahllose weitere gibt es auf der Webseite zum Spiel. (Edit 6.11.2011: Webseite nicht mehr verfügbar. Wer einen neuen Link findet, bitte unten in die Kommentare schreiben. Danke!) Von leichten und schnellen Spielen mit Glücksfaktor bis zu reinen Denkspielen ist dabei alles vertreten. Dabei spielen je nach Spielvariante die Würfelfarben und oder die Würfelaugen eine Rolle - oder eben auch nicht. Daher sollte man ein Spiel mit 166 Würfeln nicht vorschnell als reines Glücksspiel abtun.

Das Spiel - Kurzübersicht

Für wen: Für alle die gerne Spielen
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: eher kurz, ja nach Variante
Auszeichnungen: -
Typ: je nach Variante
Glücksfaktor: ja nach Variante
Autor: Reinhold Wittig u.a.
Verlag: Abacusspiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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29.10.06

Spielvorstellung: Rapa Nui

Und noch ein letztes Spiel möchte ich euch im Nachtrag von der Messe vorstellen. Es handelt sich um das Spiel Rapa Nui aus dem Giseh-Verlag. Dabei handelt es sich um ein taktisches Spiel, bei dem man das Überlegen seines Stammes auf der Osterinsel sichern muss.

Den historischen Hintergrund bildet der frühe Raubbau auf der Osterinsel (Rapa Nui) der eine Dezimierung der Ureinwohner der Insel von etwa 15000 auf wenige Tausend zur Folge hatte. Im Spiel wird diese Katastrophe durch einen immer enger werdenden Lebensraum dargestellt - der letzte Spieler mit Lebensraum gewinnt dabei das Spiel.

Als Spielbrett dient ein Holzbrett welches den Grundriss der Osterinsel aufweist. Darin sind kreisförmige Vertiefungen in die zu Begin pro Spieler zwei Steine gesetzt werden. Anschließend werden diese Steine gezogen wobei das freiwerdende Feld durch eine kleine Holz-Statue besetzt wird, die die Moais auf der Osterinsel darstellen. Auf jede Statue wird ein Würfel mit einer Augenzahl gelegt.

Ab der zehnten Statue kommt pro Spielzug immer noch eine weitere Statue hinzu. Jedoch darf man eine Augenzahl auswürfeln und einen Würfel von einer der Statuen entfernen oder eine freie Statue vom Feld nehmen. Damit kommt pro Runde eine neue Statue hinzu aber nur jede zweite Runde kann eine Statue abgebaut werden, so dass sich der Raum immer weiter verengt. Sieger des Spiels ist, wer als letztes noch einen Stein hat mit dem er sich bewegen kann.

Die Spielidee gefällt und die Umsetzung in einem schönen Holzspiel ist ebenfalls sehr gut gelungen.

Wer mehr über den historischen Hintergrund wissen möchte sei auf einen Artikel aus der Zeit und den Wikipedia-Eintrag verwiesen.

Rapa Nui - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker
Preis: ca. 60 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: k.A.
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Reinhold Wittig, Ingo Althöver
Verlag: Giseh
Bezugsquelle: Hersteller, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig taktikspiel 50_bis_100_euro

Spielvorstellung: Guru (Kartenspiel)

Kartenspiel GuruHeute möchte ich euch ein weiteres Spiel der Brüder Helge und Anselm Ostertag aus dem Pfifficus-Verlag vorstellen. Im Gegensatz zu Kaivai ist das Spiel Guru kein ein komplexes Aufbauspiel sondern ein Kartenspiel mit Deduktionselementen.

Jeder der bis zu fünf Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Gurus und muss möglichst viele Mitglieder für seinen Glauben zu gewinnen und deren Geld zu erhalten. Dazu besitzt jeder Spieler drei Prediger (entsprechend drei Karten), die die drei Säulen des eigenen Glaubens verkünden. Dabei kann man durch Farben, Volkszugehörigkeit und Tugenden überzeugen.

Diese drei Elemente finden sich auch auf den Passantenkarten, die offen auf vier Stapeln ausliegen, wieder. Um einen Passanten zu überzeugen muss er in mindestens einem Element mit einer der drei Glaubenssäulen übereinstimmen.

Pro Zug hat jeder Spieler drei Spielzüge. Dabei kann man beispielsweise Passanten anlocken oder gegen die anderer Spieler tauschen. Ebenso kann man eigene Passanten in das Sektenzentrum aufnehmen oder einen Prediger dort untertauchen lassen. Ebenso kann man die Prediger anderer Mitspieler erraten und diese dadurch als Scharlatane entlarven. Einige der Aktionen sind dabei mit Geldzahlungen verbunden, so dass man diese nicht beliebig oft durchführen kann. Die Spieler müssen also versuchen die eigenen Sektenmitglieder in ihren Bann zu ziehen ohne das die anderen Mitspieler leicht feststellenkönnen aufgrund welcher Eigenschaften dies passiert.

Insgesamt handelt es sich um ein Kartenspiel mit Verwirrung, Täuschung, Raten, Deduktion und viel Speilspass. Mit einer Spieldauer von 30 bis 45 Minuten dauert das Spiel auch nicht zu lange, so dass es sich auch zum schnellen Spielspaß zwischendurch gut eignet.

Guru - Kurzübersicht

Für wen: Denker, Gurus
Preis: ca. 17,50 Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30-45 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel, Deduktionsspiel, Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Helge und Anselm Ostertag
Verlag: Pfifficus Spiele
Bezugsquelle: Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 etwa_15_euro taktikspiel deduktionsspiel

28.10.06

Spielvorstellung: Salamanca

Salamanca - Ein Spiel für bis zu 5 SpielernAuch aus dem Hause Zoch möchte ich euch heute morgen eine Neuerscheinung vorstellen. Bei diesem taktischen Aufbauspiel ringen die Spieler um Ländereien.

Dabei muss jeder der bis zu fünf Spielern Landparzellen im zentralspanischen Salamanca bewirtschaften und so das Ödland in fruchtbare Gegenden umwandeln, die Punkte bringen. Wer Gegenden mit einem Wert von sieben oder mehr Punkten von einem Gebäude aus kontrolliert erhält dafür am Rundenende Doublonen. Allerdings trüben Plagen wie Ratten das Idell oder Gegner, die den eigenen Grund vergiften. Auch vor bösen Schmarozern, die sich flugs an der eigenen Landschaft beteiligen ist man nie sicher.

Da die Anzahl der Spielsteine zum besetzen begrenzt ist steht auch immer wieder der Verkauf von Gebäuden an. Dabei erhält man Geld je nach Wert der Landschaft. Die Zugreihenfolge wird durch Abgabe von Geboten bestimmt. Das höchte Gebot darf die Runde eröffnen und sich damit z.B. in Besitz wertvoller Landschaftskarten bringen. Mit den Geboten sind aber auch Sondereigenschaften verbunden wie etwas das Versetzen der Plagen.

Das Spiel endet, sobald alle Landschaftskarten ausgespielt sind. Gerade am Schluß ist es notwendig die Gebäude rechtzeitig zu verkaufen. Sieger und damit der neue Herzog von Salamanca wird, wer am Schluß die meisten Doublonen verdient hat.

Salamanca - Kurzübersicht

Für wen: Aufbauspieler, Adelige
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Taktikspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Andreas Mack
Verlag: Zoch GmbH
Bezugsquelle: Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 etwa_25_euro taktikspiel aufbauspiel verlag:zoch

20.12.05

Caesar und Cleopatra (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Caesar und Cleopatra Caesar und Cleopatra ist ein Kartenspiel für 2 Spieler. Dabei kämpfen beide um die Herrschaft über Ägypten. Hierzu müssen die Spieler die Patrizier Roms auf ihre Seite ziehen durch Überredung und Bestechung.

In der Vorbereitung werden zunächst die Patrizier in der Mitte des Tisches ausgelegt, von ihnen gibt es 5 Stapel. Ausserdem wählen die Spieler ihre Starthand aus ihren Karten aus und einen verdeckten Starteinfluss. Die restlichen Karten des Spieler ergeben seinen Nachziehstapel.

Im Spiel kommen die Spieler abwechselnd zum Zug und legen dann verdeckt eine oder offen zwei Einflusskarten an einen Patrizierstapel an. Beim Anlegen ist zu beachten, dass man nie mehr als 5 eigene Karten an einem Stapel haben darf und dass auch nie mehr als 8 Karten insgesamt an einen Stapel gelegt werden dürfen. Ist dies der Fall, so findet eine ausserordentliche Vertrauensfrage statt. Ansonsten findet diese nur statt, wenn die entsprechende Aktionskarte aufgedeckt wird, von denen der Spieler eine am Ende seines Zuges aufdeckt.

Bei einer Vertrauensfrage werden alle Karten eines Partrizierstapels aufgedeckt und die Summe des Einflusses wird verglichen. Derjenige mit der höheren Summe erhält den einen Partizier und muss dafür seine höchste anliegende Karte abgeben, der Verlierer nur seine Niedrigste. Aber es gibt auch den tückischen Philosophen, bei dem der Verlierer den Patrizier erhält, aber der Gewinner denoch dafür zahlt.

Das Spiel endet, wenn die Spieler keine Einflusskarten mehr haben oder alle Patrizierkarten vergeben wurden. Dann ist die Endwertung, wo man für jeden Patrizier eine Punkte erhält, aber auch für Mehrheiten einer Patriziergruppe. Derjenige mit den meisten Punkte hat dann gewonnen.

Caesar und Cleopatra - Kurzübersicht

Für wen: Geschichtsfans, Lateiner
Preis: ca. 13 &euro
Spieler: 2 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel-hoch
Autor: Wolfgang Lüdtke
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 etwa_15_euro taktikspiel xmas2005

17.12.05

Das verrückte Labyrinth (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Das verrückte Labyrinth Die bislang vorgestellten Spiele haben sich vor allem an erwachsene Spieler gerichtet. Das heutige Spiel Das verrückte Labyrinth richtet sich auch an jüngere Mitspieler und ist ideal für Familien geeignet.

Das Spielbrett ist ein quadratisches Labyrinth wobei ein Gitter von festen Feldern besteht. Die dazwischenliegenden Reihen sind jeweils verschiebbar. Zu Beginn des Spieles werden die beweglichen Felder zufällig mit verschiedenen Labyrinthelementen aufgefüllt. So entstehen Wege bzw. Teile von Wegen. Jeder Spieler startet in einem der vier Ecken des Spielbretts und erhält einige Karten mit Schätzen, die er aufsuchen muss. Jeder der Schätze ist im Labyrinth vorhanden - sowohl auf festen wie auch auf beweglichen Karten.

Ziel ist es alle Felder mit einem dieser Schätze einmal zu betreten und die entsprechende Karte abzulegen. Nachdem alle Felder aufgesucht worden sind muss der Spieler auf sein Startfeld zurückkehren. Wer dieses als erstes erreicht ist Sieger des Spiels.

Das Aufsuchen der Schätze hat nur einen kleinen Haken: Jeder Spieler muss wenn er am Zug ist eine beliebige Reihe im Labyrinth verschieben. Hierzu wird ein zusätzliches Feldelement eingeschoben, das am anderen Ende der Reihe wird frei. Dieses dient dem folgenden Spieler als neues Element, welches in einer anderen Reihe wiederum eingeschoben werden kann. Dadurch ändert sich das Spielfeld ständig und man muss sich sowohl eigene Wege bauen als auch den anderen Spielern ihre Wege versperren.

Das verrückte Labyrinth - Kurzübersicht

Für wen: Familien, jüngere Spieler
Preis: ca. 20,00€
Spieler: 1-4 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Auszeichnungen: Nominierungsliste "Spiel des Jahres"
Typ: Wegespiel, Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Max J. Kobbert
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: >Amazon, Spielehandel

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13.12.05

Metro (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Metro von Queen Games In Metro bauen die Spieler an der Pariser Metro. Jeder Spieler hat seine eigenen Bahnhöfe und versucht die lukrativstens, also längsten Strecken besitzt.

Zu Beginn setzen alle Spieler ihre Züge auf das Spielfeld. Dadurch wird eine faire Startposition gewährleistest. Ausserdem erhält jeder Spieler ein Schienenplättchen. Die Spieler kommen reihum zum Zug. Dabei darf man ein Schienenplättchen ein an einen Bahnhof oder an schon vorhandene Schienenplättchen anlegen. Dabei muss man gut abwägen, ob man eigene Schienenstrecken verlängern oder andere verkürzen will, und ob man damit nicht einem dritten Spieler zu viel hilft. Das Schienenplättchen, das man legt, ist entweder das Verdeckte, das man schon hat, oder (falls diesen einem nicht gefällt) ein zufälliges aus dem Stapel. Falls man das eigene Plättchen wählt, zieht man am Ende natürlich eines nach.

Jedesmal wenn eine Bahnlinie geschlossen wird, also ununterbrochen von einen Startbahnhof wieder am Rand oder in der Spielfeldmitte endet, so wird die Strecke gewertet. Dabei wird die Strecke abgelaufen und jeder Schritt zählt einen Punkt. Daher kann man mit raffinierter Bauweise auch Plättchen mehrfach zählen lassen, indem man diese über Schleifen mehrfach durchläuft. Ausserdem werden die Punkte verdoppelt, wenn die Bahnstrecke in der Mitte endet.

Das Spiel endet, wenn es keine freien Plätze mehr auf dem Spielfeld gibt. Der Spielplan ist so konstruiert, dass dann auch alle Strecken wieder an einem Bahnhof enden und daher gewertet wurden. Die höchste Punktezahl gewinnt wiedereinmal das Spiel.

Metro - Kurzübersicht

Für wen: Eisenbahnfans, Planer, Städtebauer
Preis: ca 20 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Anlegespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Dirk Henn
Verlag: Queen Games
Bezugsquelle: Spieleoffensive, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 etwa_20_euro taktikspiel aufbauspiel brettspiel xmas2005

06.12.05

Brettfußball (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Heute ist unser Weihnachtsgeschenk-Tipp leider ohne Foto bzw. Abbildung, weil uns kein geeignetes Material vorliegt. Das Spiel ist aber dafür um so interessanter. Beim Brettfußball übernehmen zwei Spieler jeweils eine Fußballmannschaft mit 11 Spielern. Gespielt wird auf einem Spielfeld mit Holzfiguren.

Zu Beginn des Spieles nehmen die beiden Mannschaften ihre Ausgangstellungen ein. Dabei befinden sich alle Spieler in der eigenen Hälfte des Spielfeldes. Beide Spieler würfeln abwechselnd und können die geworfene Augenzahl entweder zum Laufen mit einem ihrer Spieler oder zum Schießen des Balls verwenden. Das logische Ziel dabei ist es ein Tor beim Gegner zu schießen bzw. ein solches im eigenen Tor zu verhindern.

Was sich zunächst recht trivial anhört erfordert eine ganze Menge Taktik und natürlich auch ab und an etwas Würfelglück. Dabei hat die Spieltaktik auf jeden Fall den höheren Stellenwert. Daher wird mit dem Spiel neben der eigentlichen Spielanleitung auch ein Taktikbuch mitgeliefert.

Die Faszination dieses Spiels ist enorm und schon ein kurzes Anspielen auf der Spielemesse 2005 in Stuttgart konnte mich auf Anhieb von dem Spiel begeistern. Auch hier gilt wieder einmal: Ein einfaches Regelwerk sorgt für fesselnde und spannende Spiele.

Brettfußball Kurzübersicht

Für wen: Fußballfans, Fußballer
Preis: 23,40 &euro (inkl. Versandkosten)
Spieler: 2 Personen
Alter: ab 10 Jahren (unsere Angabe)
Spieldauer: variabel
Auszeichnungen: -
Typ: Simulationsspiel, Fußballspiel, Taktikspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Walter Müller
Verlag: -
Bezugsquelle: Online direkt vom Entwickler

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01.11.05

Pindoo (Giseh Verlag)

Pindoo

Pindoo ist wie Giseh ein Taktikspiel aus dem Giseh Verlags (Stand 6.1.246). Es wird auch einem sechseckigen Spielbrett von zwei bis sechs Spielern gespielt. Ziel ist es dabei mehr als die Hälfte der eigenen Steine in das gegenüberliegende Dreieck zu bewegen.

Pro Zug wird mit zwei Würfeln gewürfelt und die gewürfelte Augenzahl wird mit einem bzw. zwei Steinen gezogen. Dabei bis zu drei Steinen auf einem Feld übereinander stehen. Dabei kann man Gegner blockieren, indem man die eigenen Steine auf die gegnerischen setzt. Ein Turm aus drei Steinen darf beim Ziehen nicht übersprungen werden. Als Zugrichtungen sind Geraden bzw. konzentrische Sechsecke vorgegeben.

Beim Spiel mit zwei Spielern bietet das Spiel Giseh aus unserer Sicht mehr Spielspaß, da hier das Würfelglück keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Allerdings können wir uns gut vorstellen, dass die Spielvarianten mit mehreren Spielern deutlich mehr taktische Möglichkeiten bieten.

Stand: 6.1.246
Listenpreis: Pindoo Bubble 39,95€ / Pindoo Holz 49,95€
Spielerzahl: 2-6
Spieletyp: Taktikspiel
Spieleralter: ab ca. 8 Jahren (unser Angabe)
Glücksfaktor: relativ hoch
Bezugsquelle: Online-Shop

Foto: Pressematerial des Giseh Verlags

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 25_bis_50_euro taktikspiel verlag:giseh

29.10.05

Eine kleine Runde Fußball zwischendurch

Kleines Fussball-Brettspiel aus Holz Für den kleinen Spielehunger zwischendurch: Auch wenn dieses Fußballspiel recht einfach und überschaubar ist, so ist es doch recht anspruchsvoll zu spielen. Die Regeln sind sehr einfach und schnell zu erlernen. Ein Spiel dauert in der Regel nur wenige wohlüberlegte Züge.

Das Spielbrett ist aus massiver Buche gefertigt und nur etwa 15x20cm groß. Hersteller ist die Clemens Gerhards Holzwaren KG, die auch viele andere schöne Spiele aus Holz herstellen.

Stand: CBB.301 (Halle CBB)
Listenpreis: 15,90€
Spielerzahl: 2 Personen
Spieletyp: Taktikspiel, Knobelspiel
Glücksfaktor: keiner
Ab 8 Jahren

Tags: spieler_2 etwa_15_euro knobelspiel gluecksfaktor_ohne taktikspiel holzspiel fussball

Information

Dieses Weblog informiert über Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele. Inhalte sind die Vorstellung von alten und neuen Spielen, Spielstrategie, Spielzubehör, Spielanleitungen, etc.
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