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14.09.07

Spielvorstellung: Vor dem Wind

vordemwind.jpg Grafisch sind die Spiele von Phalanx meist allerbester Güte und so finden sich auch in dieser schönen Schachtel viele schöne Spielkarten verschiedener Größe, deren Farbgebung und Illustrationen fein aufeinander abgestimmt sind. Da spielt das Auge mit - aber leider vorweg gesagt, nicht immer, vor allem beim Sortieren der unterschiedlichen Kartentypen muss man genau hinschauen, welche Karte nun auf welchen Stapel gehört. Und zu sortieren gibt es allerhand bei diesem Spiel, bevor man an den Einkauf, das Lagern und Verschiffen von vier Warensorten gehen kann.

Also, was haben wir denn da? Erst einmal vier Sorten Waren: Äpfel, Käse, Gewürze und Seide. Dann Geldscheine in verschiedenen Nennwerten und drei Sorten Aktionskarten für Einkauf, Einlagerung und Verschiffen/Einnahmen. (Beim Sortieren erschwerend ist noch, dass Geld und Waren die gleiche Rückseite haben (spieltechnisch ist das aber sinnvoll)). Dann gibt es noch große und kleine Schiffskarten, die aber ein größeres Format haben. Von den Schiffskarten wird die auf Waren wartende Flotte aufgedeckt. Jedes Schiff will mit einer bestimmten Kombination an Waren beladen werden und man erhält dafür unterschiedlich viele Siegpunkte. Während kleine Schiffe mit 1 oder 2 Waren voll sind, benötigen die großen immer vier Waren. Bevor es losgeht, bekommt jeder Spieler noch ein Warenlager für bis zu 8 Warenkarten, zwei beliebige Warenkarten und ein Startkapital.

ZU Beginn jeder Runde ist der Aktionshandel: Der Startspieler deckt so viele Aktionskarten auf, wie Mitspieler beteiligt sind. Er darf dabei die Art fast frei wählen und auch auf bisher gezogene Karten reagieren. Danach wählt er eine Aktion für sich aus und legt diese erst mal offen vor sich aus. Danach wählen die anderen Spieler reihum eine der restlichen Aktionen aus. Oder: Sie hätten gerne die von einem Mitspieler ausgewählte Aktion. In diesem Fall wird eine Bietrunde eingeschoben, bei der jeder Spieler, der noch keine Karte gewählt hat, ein Gebot abgeben kann. Der Besitzer der Karte kann ein beliebiges Gebot annehmen oder dem Bietenden den Betrag auszahlen. Danach hat also ein Spieler die Aktionskarte sicher und der andere hat Geld erhalten und darf sich außerdem keine andere Aktionskarte nehmen. Das ist ein interessantes Verfahren, was dazu führt, dass man auch mal ein niedriges Gebot auf eine Aktionskarte abgibt, wenn man keine der Karten richtig gebrauchen kann, aber auf diese Weise wenigstens zu ein bisschen Geld kommen kann oder man kann dem Gegner eine Aktion, die dieser unbedingt haben will, gewaltig verteuern.

Nachdem die Aktionen verteilt sind, werden sie durchgeführt. Einkauf bringt neue Waren auf die Hand. Vor dem Verschiffen müssen diese jedoch erst einmal mit der Aktion Einlagern für viel Geld ins Lager geschafft werden, erst von dort kann es auf's Schiff gehen. Man sieht also immer, welcher Spieler demnächst verschiffen kann. Es gibt auch einige Sonderaktionen, die man nicht sofort ausführen muss, sondern für einen geeigneten Zeitpunkt aufheben kann. Besonders ärgerlich für die Mitspieler ist ein Warentausch mit deren Lagerinhalten, wogegen sie sich nicht wehren können. Alternativ zum Verschiffen bringt eine solche Aktionskarte auch ein bestimmtes Einkommen und das ist immer wichtig, da man i.d.R. immer knapp bei Kasse ist und besonders das Einlagern viel Geld kostet.

Sobald am Ende einer Runde nur noch 1 oder 2 Schiffe im Hafen liegen, werden auch diese abgelegt. Da die nächste Handelsflotte etwas auf sich warten läßt, verrotten alle Warenkarten auf der Hand und im Lager ist auch nur Seide sicher, Äpfel verrotten alle und von Käse und Gewürz die Hälfte. Die Sonderaktion Konservieren hilft da etwas, allerdings muss man sie auch schon vorher ausgespielt haben. Das Spiel endet, sobald ein Spieler eine gewisse Punktzahl überschritten hat. Bis dahin vergeht eine gute Stunde, die nie langweilig ist, jeder versucht die richtigen Warenkombinationen zu erhalten und dazu braucht man die passenden Aktionen in der optimalen Reihenfolge. Da der Startspieler erheblichen Einfluß auf die Art der zur Verfügung stehenden Aktionen hat, kann es schon mal vorkommen, dass man keine der angebotenen Aktionen gebrauchen kann, dann gilt es abzuschätzen, was diese den anderen Spielern Wert sind, um wenigstens noch so daran profitieren zu können. Entscheidend ist also die Aktionshandelsrunde. Zu zweit habe ich es noch nicht gespielt, ich kann mir aber vorstellen, dass es da auch gut funktioniert, für 3 oder 4 Spieler ist das Spiel aber auf jeden Fall zu empfehlen und gehört sicher zu den anspruchsvolleren Kartenspielen. Und die beim Sortieren etwas schwierige Grafik stört beim Spiel überhaupt nicht mehr.

Vor dem Wind - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler und Händler
Preis: ca. 20,- Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca 74 min
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Torsten Landsvogt
Verlag: Phalanx Games
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

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22.12.06

Packeis am Pol (Weihnachtsgeschenktipp)

packeisc.jpg"Hey, das ist mein Fisch", ruft es über das Eis. Die Pinguine rutschen über das glatte Eis immer auf der Jagd nach noch mehr Fisch. 60 sechseckige Plättchen mit 1-3 Fischen werden offen ausgelegt, dann stellt jeder bis zu vier Pinguine auf's Eis und los geht's. Wer an der Reihe ist, kann einen Pinguin ohne Abknicken so weit ziehen, wie er will. Ende der Bewegung ist nur am Rand und vor fremden Vögeln. Dann nimmt er das Plättchen, von dem er startete aus der Auslage. Die Fische darauf zählen am Ende als Siegpunkte.

Das waren eigentlich schon alle Regeln. Das gibt ein schnelles, taktisches Spiel, denn nach nicht mal 15 Zügen ist das bei Vollbesetzung auch schon zu Ende. Da versucht man einerseits die lohnenden Plättchen zu bekommen, andererseits kann man fremde Pinguine auch durch das Abtrennen der Schollen isolieren. Natürlich ist es die größte Freude so eines Frackträgers alleine auf einem großen Gebiet zu sein und so nach und nach die Fische dort einzusammeln. Zu Dumm nur, dass man immer nur einen seiner Pinguine ziehen darf, wenn man an der Reihe ist. Das Spiel ist auch für Kinder gut geeignet.

Packeis am Pol - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker und Wintersportler
Preis: ca 20 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 min
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Alvydas Jakeliunas & Günter Cornett
Verlag: Phalanx Games
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 etwa_20_euro gluecksfaktor_ohne taktikspiel xmas2006 verlag:phalanx

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Dieses Weblog informiert über Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele. Inhalte sind die Vorstellung von alten und neuen Spielen, Spielstrategie, Spielzubehör, Spielanleitungen, etc.
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