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14.12.10

Die Kinder von Carcassonne (Adventskalender 14)

kinder_carcassonne.jpg Zum beliebten Legespiel Carcassonne (Spiel des Jahres 2001) gibt es bereits zahlreiche Erweiterungen und Varianten. Mit „Die Kinder von Carcassonne“ können jetzt auch schon die Kleinsten die Landschaft aus Kärtchen auslegen und darauf ihre Spielfiguren platzieren. Das ist natürlich alles viel einfacher, so passen die wunderschön illustrierten Kärtchen immer zusammen und auch die Plätze für die Spielfiguren sind schon vorgesehen. Sobald eine Strasse an beiden Enden abgeschlossen ist, dürfen die kleinen Spieler ihre Spielfiguren darauf abstellen, wenn Kinder ihrer Farbe darauf abgebildet sind. Gewonnen hat, wer zuerst alle seine Figuren untergebracht hat. Dass Glück dabei eine große Rolle spielt, ist der Altersgruppe geschuldet, aber man muss schon darauf achten, wo man ein Kärtchen anlegt. Das führt Kinder an erste taktische Entscheidungen heran. Während 4-jährige das vielleicht noch nicht alle leisten können und ihren Spaß eher an der bunten Landschaft haben, kann man das Spiel ab 6 Jahre sicher empfehlen.

Die Kinder von Carcassonne - Kurzübersicht

Für wen: Carcassonne-Fans mit Kindern
Preis: ca. 15,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: 15 min
Auszeichnungen: -
Typ: Kinderspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Marco Teubner und Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: carcassonne spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel kinderspiel etwa_15_euro verlag:hans_im_glück xmas2010

11.12.10

Dominion - Blütezeit (Adventskalender 11)

Dominion-Bl%FCtezeit.jpg Das ist inzwischen die dritte Erweiterung zum Spiel des Jahres 2009. Jede Erweiterung hat bisher neue Spielelemente und Variationen zu den Karten des Grundspiels gebracht, so auch dieses Mal: Blütezeit heisst, der Reichtum ist in die Königreiche eingekehrt, es gibt Geld und Schätze im Überfluss. Platin ist noch wertvoller als Gold, aber es gibt auch im Gegenzug die teureren Kolonien, die 10 Siegpunkte pro Karte einbringen. Viel interessanter sind aber die acht neuen Geldkarten, die als Königreichkarten ins Spiel kommen können. Neben ihrem Geldwert haben diese alle Sondereigenschaften, die in der Kaufphase in das Spiel eingreifen. Da können gekaufte Karten auf den Nachziehstapel gelegt werden, der Wert hängt von den bisher ausgelegten Geldkarten ab, und vieles mehr. Einerseits macht das die Kaufphase aufwendiger, da nicht mehr einfach alles Geld auf einmal ausgelegt werden kann, im Gegenzug bekommt man aber neue Einflußmöglichkeiten auf das Spiel. Mit all dem vielen Geld werden aber auch die Aktionskarten teuerer, da gibt es zwar auch einige schöne Neuigkeiten, meist sind dies aber mächtigere Varianten bereits bekannter Karten. Für Fams von Dominion bringt diese Eweiterung wieder viel Abwechslung und ist auf jeden Fall eine Empfehlung.

Dominion - Blütezeit - Kurzübersicht

Für wen: Dominion-Fans
Preis: ca. 25,--30,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: erweiterung kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_30_euro verlag:hans_im_glück xmas2010

03.12.10

Ranking (Adventskalender 3)

ranking.jpg Wofür würde ein Scheich mehr Kamele bieten? Was nimmst Du lieber mit ins Bett? Auf was würde man eher verzichten? Jeder bringt einen Gegenstand ins Spiel, den er in der Reihenfolge möglichst weit nach oben bringen will. Dazu kommen immer ein paar zufällig ausgewählte. Zuerst liegen alle Gegenstände gleichauf in der Mitte, niemand weiß, wem welcher gehört. Reihum wählen die Spieler zwei Gegenstände auf gleicher Stufe und befördern einen eine Stufe nach oben, für den anderen gilt der Abstieg um eine Stufe. Vielleicht hat unser Scheich noch keinen Erben, da bietet er für den Schnuller, der für einen Sohn steht, eben mehr Kamele als für den Sportwagen, wovon er sicher schon eine Sammlung hat. So darf man seine Auswahl möglichst originell begründen und kann den auf dem Kärtchen abgebildeten Gegenstand auch frei interpretieren. Für den nächsten Spieler kann der Schnuller schon wieder etwas ganz Anderes bedeuten. Allzu offensichtlich darf man dabei allerdings nicht vorgehen, wenn einem die Mitspieler auf die Schliche kommen, gibt es dafür Minuspunkte bei der Wertung. Das ist aber weniger ein taktisches Spiel, Kommunikation und Bluff stehen im Vordergrund. Die einfachen Regeln sorgen dafür, dass man gleich losspielen kann und in guter Stimmung sorgt das Spiel auch für manches Gelächter.

Ranking- Kurzübersicht

Für wen: Bluffer
Preis: ca. 35,-
Spieler: 3-5 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 40 min
Auszeichnungen: -
Typ: Partyspiel
Glücksfaktor: wenig
Autor: Stefan Dorra und Ralf zur Linde
Verlag: Hans im Glück Verlag
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_3 spieler_4 spieler_5 gluecksfaktor_wenig etwa_25_euro partyspiel bluffspiel verlag:hans_im_glück xmas2010

24.07.09

Spielvorstellung: Dominion - Die Intrige

dominion_intrige.jpgVor etwa drei Wochen wurde Dominion zum Spiel des Jahres und zeitgleich erschien die von Fans schon sehnsüchtig erwartete Erweiterung (das ist wahrscheinlich ein Rekord, denn bisher gab's die ersten Erweiterungen für ein Spiel des Jahres doch etwas später). Dominion - Die Intrige bezeichnet der Verlag als Edition II, um sie von echten Erweiterungen zu unterscheiden, denn Intrige ist ein vollständiges Spiel, das alle Geld- und Siegpunkt-Karten aus dem Grundspiel noch einmal enthält. Grund dafür war, dass man Spielrunden mit 5 bzw. 6 Spielern ermöglichen wollte.

Was bringt die Erweiterung? Natürlich erst einmal 25 neue Königreichkarten mit neuen Aktionsmöglichkeiten oder Abwandlungen aus Dominion bekannter Aktionskarten. Letzteres muss so sein, da die Intrige auch als eigenständiges Spiel funktionieren soll und so muss es eben Aktionskarten geben, die zusätzliche Aktionen bringen oder Karten nachziehen lassen. Ansonsten lassen sich drei Design-Schwerpunkte feststellen:

  • Das Spiel wird interaktiver, es gibt mehr Karten, die andere Spieler beeinflussen (leicht unterschätzt wird z.B. die Maskerade, bei der man eine Karten an den linken Nachbarn weitergibt) und Angriffe, die das Deck der Mitspieler modifizieren.
  • Es gibt Karten, die dem Spieler zum Zeitpunkt des Ausspielens die Wahl über den genauen Einsatz ermöglichen. So ein "schweizer Taschenmesser" ist z.B. der Handlanger, bei dem ich zwei von vier Möglichkeiten wählen kann.
  • Es gibt jetzt auch drei Punktekarten, die gleichzeitig noch Aktions- bzw. Geldkarte sind.
Insgesamt führt die Mischung der Karten dazu, dass das Spielende über drei leere Stapel viel öfter vorkommt, als das im Grundspiel mit dem Rennen um die Provinzen ist. Mir gefällt das, da man so noch mehr beachten muss, was die Mitspieler so treiben und ggf. darauf reagieren muss. Lege ich mich da allzu sehr auf Provinzen fest, ist das Spiel evtl. schon zu Ende, bevor ich so richtig in Gang komme.

Muss man die Intrige haben? Als Dominion-Fan ein absolutes JA. Haben Autor und Verlag sich beim Grundspiel bewusst auf einfachere Karten beschränkt, so sage ich, das ist jetzt das wirkliche Dominion: interaktiver, noch flexibler ohne dabei zu kompliziert zu werden.

Funktioniert es auch für Einsteiger? Das habe ich noch nicht probiert, kann es mir aber vorstellen, wenn es sich um "erfahrene" Spieler handelt. Für Gelegenheitsspieler, die sich die Regeln noch dazu evtl. selbst erarbeiten müssen, empfehle ich aber dann doch lieber das Grundspiel (Aufstieg nicht ausgeschlossen ;-) )

Wie spielt man mit mehr als 4? Ja, es geht, viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, man schafft es eben eher mal mit dem Mischen fertig zu sein, bis man wieder dran kommt ;-) Die Angriffskarten sind dann natürlich noch stärker, da sie mehr Spieler betreffen. Auch wird die Spieldauer etwas länger, zu sechst also nix für Zwischendurch.

Dominion: Die Intrige - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-4 Personen (mit Grundspiel bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-45 min
Auszeichnungen:
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_30_euro verlag:hans_im_glück

30.05.09

Spielvorstellung: Finca

finca.jpg Zwar stützt sich der Bauer auf dem Schachtelbild auf einer Hacke ab, aber insgesamt suggerieren Titel, Obst und Sonne eher Urlaub und Idylle. Allerdings sollen die Spieler als mallorquinische Bauern Obst ernten und auf den Dörfern der Insel verkaufen, das hört sich schon eher nach schwerer Arbeit an. Im realen Leben dürfte das auch so sein, als Spiel geht es aber leicht von der Hand.

Die Bauern, die ein Spieler hat, bewegen sich auf einem Windrad (ich hoffe mal, das soll man nicht allzu allegorisch sehen, dreht sich doch so mancher im Leben mühsam im Wind). Auf jedem Blatt des Windrads ist eine Fruchtsorte abgebildet. Ist man an der Reihe, zieht man einen Bauer im Uhrzeigersinn weiter, und zwar so viele Schritte, wie die Anzahl der Bauern auf dem Startfeld beträgt. Am Zielfeld angekommen erhält man das abgebildete Obst und diesmal soviel Stück, wie Bauern auf dem Zielfeld sind. Da man mehrere Bauern im Wind hat, kann man da schon etwas taktieren und planen, allerdings ändert sich die Lage doch bei mehreren Spielern schon gewaltig bis man wieder an der Reihe ist. Auf jeden Fall will man möglichst viel Obst, das man später auf den Dörfern verkaufen soll. Damit man das auch machen kann, benötigt man noch Eselskarren (wer will die Obstkisten schon auf den Rücken schleppen?), die bekommt man auch auf dem Windrad, immer wenn man eine bestimmte Grenze überschreitet. Das Obstsammeln könnte eine ganze Weile so weitergehen, wenn nicht ein Regelkniff für einen gewissen Verkaufsdruck sorgen würde. Damit meine ich nicht, die beim Verkauf erzielbaren Siegpunkte, sondern die Regel, wann immer eine Obstsorte (oder auch Eselskarren) nicht mehr ausreichen, einen Bauern zu versorgen, müssen alle Spieler diese Sorte in den Vorrat zurückgeben und danach wird der Bauer versorgt.

Aber wer will schon Obst nur lagern? Die Nachfrage auf den Dörfern ist groß. Dazu liegen auf jedem Dorf zu Beginn vier Plättchen, die Obst in unterschiedlichen Mengen und Zusammensetzung anfordern. Statt mit dem Bauern auf dem Windrad zu ziehen, kann man mit einem Eselskarren maximal sechs Obststücke ausliefern, dabei darf man aber auch mehrere Plättchen einsammeln. Die Anzahl des gelieferten Obst entspricht dann auch gleich den erhaltenen Siegpunkten. Damit es nicht ganz so einfach ist, gibt es noch zwei weitere Wertungen: immer wenn in einem Dorf das letzte Plättchen vergeben ist, kommt eine Sonderwertung, bei der eine Mehrheit von ein oder zwei bisher gelierten Obstsorten belohnt wird. Sonderpunkte kann man auch gewinnen, wenn man alle Lieferungen von 1-6 Stück erledigt hat. Das Spiel ist zu Ende, sobald eine gewisse Anzahl an Dörfern komplett beliefert wurde.

So sammelt man immer abwechselnd Obst und liefert es an die Dörfer. Das erfordert schon etwas Planung und das Ärgernis ist groß, wenn die lieben Mitspieler mal eben eine Lieferung erledigen, die man doch auch gerade plante. Zusätzliche Möglichkeiten bringen vier Sonderaktionsplättchen, die u.a. einen Doppelzug auf dem Windrad erlauben oder einen großen Eselskarren, der bis zu 10 Stück Obst transportieren kann. Finca hat wenig Glückselemente, nur die Reihenfolge der Aufträge ist nicht bekannt, so kann man viele planen und da auch alle erworbenen Plättchen offen bleiben, kann man gut sehen, wer gerade die Mehrheit in welcher Obstsorte hat. Das alles gibt "Grüblern" genug Stoff zum Nachdenken. Aber wer es eher locker sieht, darf das bei diesem Spiel auch, einfach möglichst viel Obst sammeln und das rechtzeitig verkaufen. Welche Spielweise man auch mag, das Spiel bietet für jeden was. Nur Grübler und "Aus-dem-Bauch-raus-Spieler" sollten nicht in einer Partie zusammensitzen, das geht dann wohl nicht gut.

Finca - Kurzübersicht

Für wen: Mallorcafans und Taktiker
Preis: 30,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 min
Auszeichnungen: Nominiert zum Spiel des Jahres 2009
Typ: Taktikspiel
Glücksfaktor: wenig
Autor: Ralf zur Linde und Wolgang Sentker
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

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10.05.09

Spiel des Jahres 1996: El Grande

El GrandeDieses taktische Spiel hatte ich mir gleich nach seinem Erscheinen gekauft. Es ist ein recht strategisches Spiel, daher auch eher für ältere Spieler geeignet. Offiziell können 2-5 Spieler mitspielen, ich finde es zu zweit aber wenig ansprechend, da gibt es bessere Spiele. Doch nun zum Spiel an sich: Ziel bei El Grande ist es, in den verschiedenen Regionen die Mehrheit zu besitzen und dadurch Punkte zu gewinnen. Wer in der Region seines Grande oder des Königs die Mehrheit besitzt, kann Zusatzpunkte gewinnen. Unterschieden wird die Provinz, der Hof und Regionen (auf dem Spielbrett). Jeder Spieler besitzt einen Grande und Zu Beginn jedes Zuges werden 5 Aktionskarten aufgedeckt, die es erlauben, eine unterschiedliche Anzahl von Caballeros vom Hof auf dem Spielplan einzusetzen und verschiedene Aktionen auszuführen. Die Reihenfolge wird durch Prioritätskarten zwischen 1 und 13, die umso weniger Caballeros von der Provinz an den Hof holen, je höher der Wert ist. Da nicht nur die Caballeros am Hof schwinden, sondern auch die hohen Karten nicht unendlich reichen, ist schon hier ein Taktieren gefragt. Können mir beispielsweise verschiedene Aktionskarten weiterhelfen oder in welchem Umfang schaden?

Alle 3 Runden findet eine Wertungsrunde statt, bei der die einzelnen Regionen gewertet werden, daher ist die Aktionskarte in der Runde vor der Wertung immer recht umkämpft. Nicht nur gibt es Sonderpunkte, wenn der König in einer Region steht, in der man selber die Mehrheit hat, es können auch nur in angrenzenden Regionen Caballeros eingesetzt werden (außer Aktionskarten erlauben etwas anderes), doch die Region des Königs ist davon meistens geschützt.

Dieses Spiel ist wenig kommunikativ, da man sehr für sich und gegen die anderen spielt. Geplante Spielzüge werden durch Aktionen der Mitspieler aufgehoben, verschlechtert, gleichzeitig kann man aber auch den anderen oft im gleichen Sinne schaden, wie es einem nutzt. Daher sollte man das Spiel nur mit Leuten spielen, die auch verlieren können. Es ist zwar schnell aufgebaut und auch leicht verständlich, aber aufgrund der taktischen Überlegungen würde ich es nicht für Wenig-Spieler empfehlen, insbesondere nicht in Runden mit Viel-Spielern. Doch für taktische Spieler ist es ein immer wieder reizvolles Spiel, das wir auch nach all den Jahren immer wieder gerne hervorholen.

El Grande - Kurzübersicht

Für wen: Strategen, Planer
Preis: ca. 30,-€
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1996, Deutscher Spielepreis 1996 Silber
Typ: Taktik
Glücksfaktor: gering
Autor: Wolfgang Kramer, R. Ulrich
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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30.04.09

Spiel des Jahres 2009: Dominion

Dominion_2.jpg Mein seit der Spielemesse in Essen meistgespieltes Spiel ist Dominion. Natürlich findet man an vielen Stellen im Netz dazu bereits Rezensionen und Strategieartikel, da die aktuelle Spielbox einen zusätzlichen Kartensatz enthält, will ich das zum Anlass nehmen, 1. das Spiel auch hier vorzustellen und 2. mich als Schreiber zurückzumelden. Meine Aktivität hier ist im letzten Jahr auf Null zurückgegangen, das soll sich jetzt wieder ändern.

Warum ist es mein meistgespieltes Spiel der letzten Zeit? 1. Es hat einen neuartigen und interessanten Spielmechanismus. 2. Es dauert nicht lange. 3. Es ist sehr abwechslungsreich. Doch nun der Reihe nach, worum geht es? Die Geschichte zum Spiel ist eher Nebensache und für das Verständnis des Mechanismus auch nicht hilfreich, der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man ein kleines Königreich geerbt hat und dieses durch Ausbauten und Eroberungen zu einem großen Reich, einem Dominion; vergrößern will. All dies wird durch Spielkarten repräsentiert, so findet man auch kein weiteres Material in der Schachtel. Aber dafür sind es auch 500 Karten - welches Spiel hat schon mehr?

(nach dem Info-Kasten geht es weiter mit Details...)

Dominion - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-45 min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2009, Deutscher Spielepreis 2009
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

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18.04.08

Spielvorstellung: Die hängenden Gärten

haengende_gaerten_Cover.jpg Die hängenden Gärten Babylons sind sagenumwoben, nur wenige Quellen berichten darüber und die Archäologen streiten sich, wo sie waren oder ob es sie überhaupt gab. Das soll die Spieler nicht stören, sie haben jetzt die Gelegenheit, ihre eigene Version mit diesem Legespiel zu bauen. Dazu gibt es Baukarten, das sind normale Spielkarten, die in 2x3 quadratische Felder eingeteilt sind. Darauf sind eins bis vier Motive verteilt, aus denen die Gärten zusammengesetzt werden: Brunnen, Terrassen, Parks und Arkaden. In jeder Runde gibt es pro Spieler eine Baukarte, der Startspieler darf sich noch aus allen Karten eine aussuchen, dem letzten bleibt dann keine Wahl mehr, er muss die Karte verbauen, die er findet. Alle starten mit einer vollständig leeren Baukarte. Die Karten werden nicht angelegt, sondern so überlappend gelegt, dass sich die Motive immer über Baugrund oder anderen Motiven befinden, aber nie direkt auf dem Tisch. Dabei versucht man, möglichst große Flächen gleicher Motive zu bauen. Manch fieser Mitspieler lässt da schon mal eine Karte zum Legen übrig, mit der man Gruppen wieder zerstören muss. Das kann aber auch von Vorteil sein, so kann man eine bereits gewertete Gruppe aufteilen, um sie später erneut zu werten.

Gewertet werden können die Gruppen sobald sie mindestens aus drei zusammenhängenden Feldern bestehen. Als Belohnung darf man sich eine Punktetafel aussuchen. Je größer die Gruppe ist, desto mehr Auswahl hat man, aus den offen ausliegenden Punktetafeln zu wählen. Da muss man manchmal auch etwas spekulieren und abwarten, bis eine Gruppe größer wird, um eine benötigte Tafel zu erhalten, denn am Ende bringen mehrere gleiche Tafeln wesentlich mehr Punkte als Einzelstücke. Der Wert hängt mit der Häufigkeit der Tafeln zusammen, da kann man auch schon mal auf das falsche Pferd setzen, denn i.d.R. kommen nicht alle Punktetafeln ins Spiel.

Auch wenn es keine neuen Erkenntnisse über das antike Weltwunder bringt, ist das erste Spiel des taiwanesischen Autors ein originelles Legespiel, das sich wegen der kurzen Spieldauer nicht nur für Familien anbietet.

Die hängenden Gärten - Kurzübersicht

Für wen: Familien, Legespieler
Preis: 20 - 25 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Din Li
Verlag: Hans im Glück Verlag
Bezugsquelle: Amazon

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26.06.07

Spielvorstellung: Wikinger

wikinger_hig.jpg Die thematische Einleitung kann man sich bei diesem Spiel eigentlich sparen: die Wikinger besiedeln die ihrem Festland vorgelagerten Inseln. Klar, die Wikinger haben auch Siedlungen gegründet, das ist historisch sicher unbestritten, doch damit ist der historische Hintergrund hier erledigt, die Spielmechanismen passen jedenfalls nicht dazu. Das soll aber nicht stören, denn sonst verpasst man ein wirklich gutes Legespiel, das zwar einen gewissen Glücksanteil hat, aber genug Spielraum für eigene Fehlentscheidungen oder vielleicht besser Fehleinschätzungen läßt.

Jeder Spieler legt an einem L-förmigen Pappwinkel seine Inseln aus und besiedelt sie mit verschiedenen Typen von Wikingern: Krieger, Adlige, Späher, Goldschmiede und Fischer. Nur die Bootsmänner dürfen nicht auf die Inseln. Dabei ist jeder Berufsgruppe eine bestimmte Zeile zugeordnet. Hat man dort keine Inseln oder kann man die Inseln nicht entsprechend erweitern, muss ein entsprechender Wikinger auf den Rahmen gesetzt werden und ist so erst einmal ziemlich wertlos. Für Wikinger auf den Inseln erhält man bei den Wertungen nach Runde 2, 4 und 6 (sofern sie nicht durch feindliche Schiffe bedroht sind) zumeist Siegpunkte, nur Goldschmiede haben nach jeder Runde Goldeinnahmen. Die sind auch ziemlich wichtig, da das Geld ansonsten recht knapp ist. Das braucht man aber, um Kombinationen von Wikingern und Inselteilen kaufen zu können. Zu Beginn jeder Runde werden 12 Plättchen (das sind zum einen Inselteile (flache Anfänge, Mittelteile und Steilküsten als Ende) und die Inselwelt bedrohende Wikingerschiffe) zufällig um ein drehbares Rad mit den Zahlen von 0-11 gelegt, wobei die Schiffe von oben herab gelegt werden und die Inseln den Zahlen nach aufsteigend. Danach werden 12 Wikinger aus einem Beutel gezogen und nach Berufsgruppen sortiert an das Rad gelegt. Fischer sind so zu Beginn immer am billigsten, während die durchaus begehrten Bootsmänner recht teuer oft nur mit einem Schiff zu haben sind. Ist ein Spieler an der Reihe, muss er eine Kombination aus Plättchen und Wikinger zu dem daneben stehenden Preis kaufen. Zwar gibt es immer ein kostenloses Pärchen, das darf man aber nur nehmen, wenn es keinen teureren Winkinger gleichen Berufs mehr gibt oder man nicht genug Geld für einen teureren Einkauf hat. Das Plättchen muss sofort angelegt werden und der Winkinger darf auch gleich darauf gestellt werden, wenn es in der richtigen Zeile angelegt wird. Ansonsten darf man den Wikinger auch auf den Rahmen stellen, um ihn später mit Hilfe der Bootsmänner auf passende Inselfelder zu verschiffen.
Immer wenn das kostenlose Set genommen wurde, wird das Preisrad weitergedreht, so dass die Preise für die restlichen Kombinationen fallen. Sind alle 12 Pärchen verteilt, kommt es zur Wertung und die nächste Runde wird vorbereitet. Nach sechs Runden ist das Spiel zu Ende und es gibt noch eine Schlusswertung für einige Besonderheiten wie zB die meisten fertigen Inseln, die längste Insel und vor allem die notwendige Versorgung der Winkinger durch die Fischer. Hat man nicht genug Fischer, gibt es Punktabzug, könnte man dagegen mehr Winkinger mit Fischen versorgen, gibt das ganz ordentliche Punktegewinne, die nicht zu unterschätzen sind. Dafür sind aber Fischer in den drei Wertungen zuvor wertlos.

Das zentrale Element dieses Spiels ist natürlich das Preisrad zur Verteilung der Plättchen und Wikinger. Das ist wirklich neu und macht den Reiz des Spiels aus. Klar ist da auch das Optimieren der Auslage: kann ich genug Gold einnehmen? Kann ich die feindlichen Schiffe mit Kriegern abwehren? Habe ich genug Fischer? Und wie sieht es mit den Sonderwertungen am Schluss aus? Letztendlich wird man sich auf bestimmte Aspekte konzentrieren müssen, aber nicht immer ist das Angebot passend oder erschwinglich. Und wenn ich mal das kostenlose Pärchen nehmen kann, mache ich damit ja den nachfolgenden Spielern begehtere Wikinger u.U. drastisch billiger. Zwar spielt das Glück (vor allem für den Startspieler einer Runde) etwas mit, aber das ist nicht so dominierend. Auf jeden Fall gibt es ständig genug zu planen ohne daß es zu grüblerisch wird.

Dem Spiel liegt gleich die Erweiterung bei: Fortgeschrittenen-Regeln mit Versteigerung des Startspielerrechts. Außerdem dürfen die Spieler jede Runde die Reihenfolge der Winkinger-Berufe um das Preisrad neu festlegen. Sonderplättchen, die man mit der teuersten Kombination erwirbt haben zudem Einfluss auf die Wertungen. Ich habe diese "Profi-Version" noch nicht gespielt, da in allen bisherigen Spielrunden immer Neulinge dabei waren. Diese sollten das Prinzip aber erst einmal verstanden haben, bevor man an diese Version geht. Jedenfalls darf ich noch darauf gespannt sein, während schon das "Grundspiel" sehr zu empfehlen ist und für mich zu den besten Spielen dieses Jahres gehört.

Wikinger - Kurzübersicht

Für wen: anspruchsvolle Legespieler
Preis: ca. 25,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Michael Kiesling
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_25_euro legespiel verlag:hans_im_glück

21.12.06

Spielevorstellung: Carcassonne - Der Turm (Weihnachtsgeschenktipp)

Carcassonne 4. Erweiterung Der Turm So allmählich wird es eng bis Weihnachten und wer noch nicht alle Geschenke zusammen hat muss sich allmählich sputen. Daher möchten wir euch heute die 4. Erweiterung zu Carcassonne vorstellen, da wir denken, dass die Chancen Carcassonne Der Turm noch im Laden zu finden relativ gut sind.

Das Spiel Carcassonne selbst war ja bereits letztes Jahr ein Weihnachtsgeschenktipp hier und das Spielprinzip dürfte allgemein bekannt sein. Diese vierte Erweiterung ist nur zusammen mit dem Basis-Spiel spielbar. Dabei wird dieses um zwei Aspekte erweitert.

Den ersten Punkt könnt ihr im Bild nicht übersehen: Es wird ein Turm aus stabiler Pappe mitgeliefert, der als Kartenspender dient. Damit sind diese praktisch aufgeräumt. Bis auf die Zähltafel passen übrigens alle Karten und Spielfiguren mit in dies Verpackung. Wer also auf einem Zettel die Siegpunkte notiert hat so alles in einer kleinen und handlichen Packung zusammen.

Die eigentliche Erweiterung ist aber die der Türme im Spiel. Dazu gibt die üblichen Geländekarten, die teilweise um einen Bauplatz für einen Turm erweitert sind. Jeder Spieler erhält zu Spielbegin neben seinen Gefolgsleuten auch einige Turmbau-Elemente. Statt nach dem Legen der Karte einen Gefolgsmann zu setzen kann man an einem der Türme weiterbauen. Dabei bedrohen die Türme gesetzte Gefolgsmänner. Denn je nach der Höhe des Turms darf beim Bauen ein fremder Gefolgsmann gefangen genommen werden. Dies geht aber nur auf Feldern, die auf gerader Strecke (rechts, links, oben, unten, aber nicht diagonal) mit dem Turm in Verbindung stehen. Dadurch gibt es sicher und unsichere Felder für Gefolgsmänner.

Durch die Türme kommt ein neues Element ins Spiel, dass den Spielfluss deutlich beeinflusst aber nicht völlig über den Haufen wirft. Beim Setzen der Gefolgsleute ist eben neben dem Punktewert ab sofort auch immer die Turmgefahr im Auge zu behalten. Etwas unschön finde ich persönlich nur Karten wie ein Kloster mit Turmbauplatz. Denn hier wird man sich kaum auf das Kloster setzen denn der nächste Spieler kann den Mönch ohne jegliche Gegenwehr sofort "kassieren".

Carsassonne Der Turm - Kurzübersicht

Für wen: Carcassonne-Spieler
Preis: ca. 10 Euro
Spieler: je nach Basisspiel und Erweiterungen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: je nach Basisspiel und Erweiterungen
Auszeichnungen: -
Typ: Erweiterung
Glücksfaktor: je nach Basisspiel und Erweiterungen
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: carcassonne erweiterung xmas2006 verlag:hans_im_glück

15.12.06

Thurn und Taxis - Spiel des Jahres 2006 (Weihnachtsgeschenktipp)

Thurn und Taxis: Spiel des JahresEin Spiel darf dieses Jahr bei den Weihnachtsgeschenktipps natürlich wieder nicht fehlen - das diesjährige Spiel des Jahres 2006. Den historischen Spielhintergrund liefert Francesco Tasso, besser bekannt als Franz von Taxis, der vor über 500 Jahren das moderne Postwesen begründet hat. Im Spiel Thrun und Taxis wandeln die Spieler auf seinen Spuren indem sie Poststrecken aufbauen.

Der schön gestaltete Spielplan zeigt den süddeutschen Raum und die angrenzenden Gebiete der Schweiz, Österreichs und der Tschechei. In diesem Gebiet liegen verschiedene Städte, die zu verschiedenen Regionen gehören und zwischen denen die Spieler Poststrecken aufbauen müssen. Dazu wählt jeder Spieler aus sechs offen liegenden Städtekarten eine aus, nimmt sie auf die Hand und baut eine Handkarte an seine bestehende Strecke an. Dabei gibt es natürlich verschiedene Regeln zu beachten, denn nicht jede Poststrecke darf gebaut werden.

Wer eine Poststrecke abschließt darf seine kleinen hölzernen Poststellen auf einige Städte der Poststrecke verteilen. Dabei gilt es geschickt zu setzen denn für vollständig erschlossene Gebiete gibt es ebenso Punkte wie für Poststellen in allen verschiedenen Gebieten. Erschwerden kommt hinzu, dass im Lauf des Spiels immer längere Poststrecken gebaut werden müssen.

Am Schluss werden die Siegpunkte der verschiedenen Spieler ausgewertet. Neben den erwähnten Punkten für Gebiete gibt es auch die für die gesetzten Poststellen und größten Postkutschen.

Thurn und Taxis - Kurzübersicht

Für wen: Postfreunde, Strategiespieler
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: etwa 1 Stunde
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2006
Typ: Strategiespiel, Sammelspiel
Glücksfaktor: wenig
Autor: Andreas Seyfarth und Karen Seyfarth
Verlag: Schmidt Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig strategiespiel sammelspiel etwa_25_euro spiel_des_jahres xmas2006 verlag:hans_im_glück

07.12.06

Taluva (Weihnachtsgeschenktipp)

taluva.jpgBei dem Spiel Taluva ist es die Aufgabe der bis zu vier Spieler eine Südseeinsel aus Plättchen aufzubauen. Jedes Plättchen besteht aus drei seckseckigen Waben, auf die die Spieler ihre Hütten, Tempel und Türme setzen können. Ziel des Spiels ist dabei entweder zuerst alle Häuser von zwei Gebäudesorten auf der Insel zu Platzieren oder am Schluss mehr Gebäude wertvollerer Art aufgebaut zu haben.

Das besondere bei dem Aufbau der Insel ist, dass die Platten nicht nur in die Breite sondern durch Vulkanausbrüche auch in die Höhe wachsen können wodurch bestehende Hütten verschüttet werden können. Dabei ist es wichtig, höhere Spielebenen zu erreichen, denn dort können mehr Hütten auf eine Wabe gebaut und Türme gesetzt werden. Tempel wiederum können erst ab einer gewissen Siedlungsgröße gebaut werden.

Auf diese Weise verfolgen alle Spieler das gleiche Ziel, nämlich die selbe Menge von Gebäuden möglichst früh zu setzen. Dabei benötigt man die richtige Taktik um einen Schritt schneller zu sein, als die Gegner. Inbesonsere der Einsatz der dritten Dimension verlang dem Spieler ein zusätzliches Maß an Vorstellungsvermögen ab.

Taluva - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker, Geologen, Südseeurlauber
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Taktikspiel, Legespiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Casasola Merkle
Verlag: Hans im Glück Verlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig etwa_25_euro taktikspiel legespiel verlag:hans_im_glück

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