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26.11.09

Strategiespiel Tantrix: Erzwungene Räume und Zugverbote

Vor einiger Zeit ist mit ein Blog-Post von Zellmi zum Spiel Tantrix aufgefallen. Daher habe ich ihn gebeten, hier einen Gastbeitrag über Tantrix zu schreiben. Hier ist er nun. Vielen Dank an Zellmi!

Zellmi beim Tantix spielen Das Wort "Linie" passt meiner Meinung nach gar nicht so richtig. Es hört sich viel zu gerade an. Ich würde ja eher von Schlangen, oder meinte wegen auch Bandwürmern, sprechen; so ungerade wie sich die roten, grünen, gelben oder blauen Gebilde im Endeffekt auf dem Tisch aneinanderreihen. Obendrein sind nicht ganz so lange Schleifen, also geschlossene "Linien", den Schlangen sowieso zumeist vorzuziehen. Denn bei ihnen zählt am Ende jedes Element doppelt. Heißt, mit einer 13-gliedrigen Schleife schlägt man eine Schlange mit 25 Elementen. Zwar nur knapp, aber verdient. Denn diese verflixten Schleifen sind gar nicht so leicht hinzubekommen.

Wovon ich hier die ganze Zeit erzähle? Ich berichte euch vom ach so wunderbaren Strategiespiel Tantrix, von dem Jan euch vor etwas mehr als drei Jahren schon mal berichtet hatte. Und um es genau zu nehmen, von der Tantrix-Spiel-Variante dieses kurzweiligen Freizeitspaß mit den 56 sechseckigen Steinen. Mit dem gleichen Set lassen sich nämlich auch drei Puzzles-Varianten ableiten. Darum soll es hier aber nicht gehen.

Okay. Im Prinzip ist es egal, ob die längste Schlange oder Schleife; die Hauptsache ist, man hat am Ende, wenn alle Spielsteine regelgerecht angelegt wurden, mehr Punkte als der oder die Gegner. Und es zählen auch immer nur die längsten Gebilde seiner im Vorfeld gewählten Spielfarbe. Das Tantrix-Spiel lässt sich mit zwei bis vier Opponenten spielen. Bisher habe ich es jedoch immer nur zu zweit gespielt. Wenn man wie ich noch relativ unerfahren daher kommt, ist das schon kompliziert genug. Es gibt nämlich einiges zu beachten, um schlussendlich als Gewinner dazustehen. Gibt es gerade einen erzwungenen Raum, den ich zu befüllen habe? Greift bei meinem gewünschten Zug eines der drei Zugverbote? Und beachtet mein Gegenspieler auch gerade diese Ge- bzw. Verbote?

Aber so schlimm ist es eigentlich gar nicht. Läuft eine Partie erst einmal, dann wird einem schon ziemlich schnell klar, dass die Zugverbote einfach nur logisch und die erzwungenen Räume leicht zu erkennen sind. Achtet man pro Spielstein auch immer schön darauf, im Uhrzeitsinn zu prüfen, ob die Farben zufällig gerade in einen erzwungenen Raum passen, dann ist auch das letzte scheinbare Hexenwerk entzaubert.

Jetzt gilt es nur noch bei seinem eigentlichen Zug, dem so genannten freien Zug, einen Stein möglichst gewinnbringend anzulegen. Vielleicht ist es in einer Spielsituation gerade geschickter, nicht direkt an der Schlange in seiner Farbe weiterzuarbeiten. Stattdessen kann man auch mal überlegen, einen erzwungene Raum zu erzeugen. Diese erzwungenen Räume müssen nämlich vor und nach einem freien Zug befüllt werden. Und wenn man selbst nicht den passenden Spielstein zum Befüllen des selbsterzeugten erzwungenen Raums hat, dann vielleicht der Gegner. Dieser muss ja schließlich vor dem eigenen freien Zug erst einmal schauen, ob er die erzwungenen Räume befüllen kann.

Ganz großes Kino ist es, wenn man den Gegnerspieler womöglich dazu zwingen kann, einen für ihn und sein Weiterkommen wichtigen Stein, in einen erzwungenen Raum legen zu müssen, der einem selbst zum Vorteil gereicht. Gleiches kann einem natürlich auch widerfahren. Aber mit etwas Glück zieht man dann sofort einen genauso gut oder noch besser passenden Spielstein nach. Denn immer, wenn ein Stein angelegt wurde, wird sofort ein neuer nachgezogen. So dass man für jeden Zug immer genau sechs Steine zur Verfügung hat. Zumindest solange, bis kein Spielstein mehr im Beutel drin ist. Dann wird noch solange weiter angelegt, bis alle 56 Steine angelegt sind. Übrigens sind die drei Zugverbote während des Endspiels aufgehoben. Dieses Endspiel beginnt, wenn der letzte Stein aus dem Beutel gezogen wurde. Erzwungene Räume müssen allerdings weiterhin bedient werden.

Zugverbote bei Tantrix

Okay, jetzt erzähle ich auch noch schnell, was die Zugverbote sind. Erstens darf man keinen erzwungene Raum erzeugen, in den drei Linien der gleichen Farbe münden. Dann ist es auch nicht erlaubt, direkt an einen erzwungenen Raum anzulegen, denn es dürfen nur erzwungene Räume mit maximal drei Seiten entstehen. Daraus ergibt sich auch die dritte Zugverbotsregel namens kontrollierte Seite. Die ist etwas schwieriger zu erläutern, aber dient im Endeffekt auch dazu, dass keine vierseitigen Räume entstehen.

Ach herrje! Jetzt habe ich doch wieder mehr über die Regeln erzählt, als ich es eigentlich vor hatte. Denn spielt man Tantrix erst einmal selbst, dann erschließen sich einem diese Regeln recht schnell. Sie machen nämlich einfach Sinn. Und zudem ist, das auch von der Haptik der Spielsteine äußerst gelungene Tantrix, ein viel zu schönes Spiel, um sich lange mit den Regeln aufzuhalten. Es geht ja um den Spaß am strategischen Spiel. Doch nicht ohne die notwendige Portion Glück, die zum Erlangen des gleichnamigen Gefühls unabdingbar ist. Schön, nicht wahr?!

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Tags: tantrix

25.11.05

Caylus - Erste Spieltips

Caylus (Brettspiel) Nach einigen Partien Caylus ist klar, dass es keine Strategie geben kann, die sicher zum Sieg führt. Dennoch gibt es einige verschiedene Ansätze und viele kleine Taktiken haben sich als nützlich erwiesen

Über das ganze Spiel verteilt, sollte man versuchen

  • nie Pleite zu sein, insbesondere nach der Anfangsphase schmerzt es sehr, ein oder 2 Arbeiter weniger einsetzen zu können als die Gegner.
  • auf der Brücke weiter hinten zu sein. Dadurch wird man weniger anfällig durch Verschiebungen des Vogts. Das ist vor allem wichtig, wenn man weiter entwickelte Gebäude verwenden will.
  • den wahren Führenden zu finden. Dabei darf man nicht nur auf die erreichten Punkte achten, sondern man muss auch Goldvorräte, die Rohstoffe, die Günste und Geld einrechnen. Ein Sprung von 20-30 Punkten in einer Runde ist ohne Probleme möglich.

In der ersten Runde sollte man versuchen, ein Gebäude oder im Palast zu bauen. Gerade beim Palastbau sollte man darauf achten, dass die dritte Ressource weit genug weg vom Vogt ist, da man sonst vielleicht gleich 2 Arbeiter verschwendet hat und 2 Strafpunkt einfährt.
Sollte obiges nicht mehr möglich sein, kann versuchen seine Position in der nächsten Runde zu verbessern durch Wirtshaus oder Ställe, oder man sammelt Rohstoffe.

Man sollte sich am Anfang schon überlegen, welche Strategie man einschlagen will, damit man sich nicht an mehreren Baustellen verzettelt. Gleiches gilt auch für eine Runde. Man sollte nicht versuchen mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, (z.B. Gebäude und Palast gleichzeitig bauen, wenn die Rohstoffe auch noch fehlen).

Im ersten Teil des Spiels oder wenn absehbar ist, dass jemand länger kein Geld haben wird und man selbst hat genug, ist das Wirtshaus sicher den Arbeiter wert, den man dafür einsetzt. Denn dann kann man wahrscheinlich man meisten Arbeiter setzen und kann diese auch näher am Vogt platzieren, da man wahrscheinlich als letzter passen wird und somit beim Verschieben reagieren kann. Im späteren Spiel werden normalerweise mehr Arbeiter gesetzt und dann kann einem der Arbeiter, der im Wirtshaus sitzt, schon mal beim Einsetzen fehlen.

Man sollte auch versuchen, Wohnhäuser zu bauen, sobald es die Gelegenheit dazu gibt. Diese erhöhen zum einen das ründliche Einkommen als auch gegeben sie die Möglichkeit, die eigenen Gebäude zu pushen. Dies ist leicht, durch das Überbauen der neutralen Gebäude, die ähnliche Funktionen, wie die eigenen haben.

Service:
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Tags: caylus

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