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05.03.10

Spielevorstellung: 11 nimmt!

11nimmt.jpg6 nimmt! “ ist eines der erfolgreichsten Kartenspiele. Das originelle Ablegespiel um Zahlen und Hornochsen erfreut sich seit über 15 Jahren großer Beliebtheit und war das einzige Kartenspiel, das jemals den Deutschen Spielepreis gewann (OK, Dominion ist auch ein Kartenspiel, aber doch nicht in einer so kleinen Schachtel ;-) ) Die Karten von „11 nimmt!“ sehen bewusst ganz ähnlich aus: Zahlenkarten mit mehr oder weniger Hornochsen. Doch es spielt sich ganz anders. Man muss als erster alle Karten los werden. Wer am Ende der Runde noch Karten hat, dessen Hornochsen zählen als Minuspunkte. Reihum legt man eine Karte auf einen Ablagestapel ab, sofern die Zahl der abgelegten Karte maximal um zehn größer ist als die zuvor dort abgelegte Karte. Kann man das nicht, muss man einen Stapel nehmen und bekommt dazu eventuell noch einen Bullen. Außerdem werden in diesem Fall neue Ablagestapel mit Karten vom Nachziehstapel gegründet, so dass man immer mehr Ablegemöglichekeiten hat. Die Bullen (um auf diese zurückzukommen) helfen später, mehrere Karten auf einmal ablegen zu können. Glück spielt eine große Rolle, doch sollte man sich nicht scheuen, auch mal einen Stapel zu nehmen, um mit den Bullen später flexibler zu sein. Noch etwas: Es ist kein ausgewiesenes Lernspiel, aber der Zahlenraum bis 100 lässt sich so mit viel Spaß erkunden.

Was noch auffällt: Amigo hat sein ganzes Spieleprogramm in einen einheitlichen graphischen Rahmen gestellt. Das Rot fällt auf, auch wenn es nicht immer zur Gestaltung des restlichen Covers passt. Besonders schön ist die Altersangabe und eine grobe Kategorisierung des Spiels im rechten oberen Eck. Mir fehlt da nur noch die Anzahl der Spieler. Die findet man zwar auf der Seite, aber dazu muss man die Schachtel eben schon wieder drehen. Ein ähnliches Konzept hatte übriges Mattel schon mal vor über 20 Jahren.

11 nimmt!- Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca 7,- Euro
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Amigo Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_5_euro ablagespiel verlag:amigo

29.11.09

Spiel des Jahres 1998: Elfenland

ElfenlandDieses Spiel habe ich mir schon gekauft, als es damals direkt herauskam. Jetzt wurde es vom Verlag neu aufgelegt, nachdem es jahrelang nur noch gebraucht erhältlich war. Zum Spiel: 2-6 Spieler reisen als Elfenschüler durch das Elfenland und sollen alle 20 Städte bereisen und die dortigen Spielersteine einsammeln. Doch Reisen darf man nur mit den vorhandenen Transportmitteln, von denen jeder Spieler in jeder der 4 Runden 8 Karten auf der Hand hat. Doch die elfischen Reisemittel (Wildschwein, Elfenwagen, Drache, Wolke, Einhorn und Floss) können nicht überall verwendet werden. Beispielsweise kann die Wolke nicht über die Wüste reisen. Schwierig wird es, da nur Wege verwendet werden können, auf denen auch Transportplättchen liegen. Zu Beginn jeder Runde ziehen die Spieler 4 Transportplättchen und legen diese im Verlauf reihum aus. Legt der Mitspieler ein Wildschwein auf den Weg, den ich mit einem Elfenwagen befahren wollte, kann ich entweder umplanen und hoffen, ein Wildschwein in den Handkarten zu besitzen, ich kann Karawane fahren (3 beliebige Handkarten) oder eine andere Route wählen. Da ich aber immer mehr Karten als Plättchen zur Verfügung habe, müssen Kompromisse geschlossen werden. Erschwerend kommen dann noch mögliche Hindernisse zum Tragen, die die Kosten um 1 erhöhen.

Insgesamt ein sehr kommunikatives Spiel, das trotz immer gleichen Spielprinzips immer wieder Abwechslung garantiert. Zwar ist es ab 2 Spielern spielbar, doch je mehr Spieler, desto schöner und spannender wird das Spiel. Auch die mitgelieferten Spielvarianten liefern Abwechslung. Sehr zu empfehlen die Version mit den unterschiedlichen Zielstädten, hier wird jede Stadt, die man zuletzt von dort entfernt ist, von den erreichten Punkten abgezogen. Hierdurch wird das Spiel noch taktischer.

Elfenland - Kurzübersicht

Für wen: Kommunikative, Familie, Reisefreudige
Preis: 20,- bis 25,- €
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: (45-) 60 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1998, Bronze Deutscher Spielepreis 1998, spiel gut
Typ: Fantasie, Kommunikativ, Reise
Glücksfaktor: vorhanden
Autor: Alan r. Moon
Verlag: Amigo
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_wenig etwa_25_euro spiel_des_jahres reisespiel verlag:amigo

18.10.09

Spielvorstellung: Ein solches Ding

Ein solches DingIhr seid wortfindig? Dann braucht Ihr dieses Spiel! Das Prinzip: jeder Spieler hat Handkarten auf der Hand, eine liegt offen aus, z. B.: War schon mal im Weltraum. Klar, das können eine Menge Dinge sein. Aber reium wird immer eine weitere Karte angelegt und irgendwann wird es kompliziert, wenn es auch noch schwimmt, ohne kaputtzugehen, in eine Flasche gesteckt werden kann,... Sobald ein Mitspieler die Reihe anzweifelt, hat der letzte Spieler eine kurze Schonfrist, ehe er einen Gegenstand benennen muss, der alle ausliegenden Merkmale wortwörtlich beinhaltet. Das kann recht kniffelig werden. Kann er diese Aufgabe erfüllen, muss der Zweifler Karten nachziehen, ansonsten der letzte Spieler. Im Zweifelsfall wird basisdemokratisch abgestimmt, ob es dieses Ding gibt oder nicht.

Jede Karte für sich scheint banal, doch in der Kombination wird es reizvoll. Das Spiel kann auch sehr gut zu vielen gespielt werden, um einen Spieleabend ausklingen zu lassen oder auf Spätankömmlinge zu warten. Durch immer andere Mitspieler und jedes Mal neue Kombinationen hat es bei jedem Spiel einen hohen Reiz. Allerdings sollte man auch ein wenig risikofreudig sein. Wenn einer eher vorsichtig spielt und die Kette immer nach 5 Beschreibungen unterbrochen wird, kann es leicht langweilig werden. Kniffelig sind erst die Beschreibungsketten mit etwa 20 Karten. Gewonnnen hat, wer zuerst alle Handkarten los geworden ist. Diese Ausgabe umfasst im übrigen das Kartendeck von Ein solches Ding und Noch ein solches Ding, die zunächst nur separat erhältlich waren, so dass der Spielspaß echt gegeben ist.

Ein solches Ding - Kurzübersicht

Für wen: Wortklauber und Sprachfindige
Preis: ca. 12,-€
Spieler: ab 2 Personen (je mehr, desto besser)
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Wortfindige
Glücksfaktor: gering
Autor: Urs Hostettler
Verlag: Abacusspiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele gluecksfaktor_wenig etwa_10_euro verlag:abacusspiele partyspiel

10.09.09

Spielevorstellung: Hoppladi Hopplada

Hoppladi-Front.jpg Würfelspiele sind "in". Sie sind leicht zugänglich, sind ohne großen Aufwand fast überall spielbar und sind meist in einer kleinen und handlichen Schachtel. Der Zoch-Verlag pflegt sie seid einigen Jahren seit dem Hit "Heckmeck am Bratwurmeck" mit immer neuen Spielideen. Zwar dominieren das Sortiment mehr die Vögel, jetzt dürfen aber auch mal die Hasen ran:

333 Langohren werden zum Bau der neuen Hasienda von Uschi Has benötigt. Hasen, die in Hasablanca fehlen, sollen bei diesem spannenden Würfelspiel als Punkte erwürfelt werden. Sechs spezielle Würfel zeigen Hasen, Ställe und Karotten. Nach jedem Wurf muss mindestens ein Hase rausgelegt werden, sonst ist alles futsch und der nächste kommt an die Reihe. Doch ein paar Hasen alleine bringen wenig Punkte, ein Vielfaches erreicht man mit den Ställen, die aber immer schön der Reihe nach erwürfelt werden müssen. Und immer wieder stellt sich die Frage, weiterwürfeln riskieren oder aussteigen und Punkte sichern? Besonders ärgerlich ist es dann, wenn der nachfolgende Spieler, der das Ergebnis übernehmen kann, mit den restlichen Würfeln weiterwürfelt und wesentlich mehr Hasenpunkte sammelt. Wenig tröstlich ist da, dass es nicht hätte klappen müssen, und so überlegt man selbst, wenn man an die Reihe kommt: neu anfangen oder das Ergebnis übernehmen? Das Würfelspiel macht besonders in großen Runden viel Spaß.

Hoppladi Hopplada! - Kurzübersicht

Für wen: Kaninchenzüchter und Zocker
Preis: ca. 11 Euro
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca 30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Würfelspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Markus Kropf
Verlag: Zoch-Verlag
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_10_euro wuerfelspiel verlag:zoch spieler_7

29.08.09

Spielvorstellung: Es war einmal...

Es war einmal...Märchenliebhaber werden dieses Kartenspiel lieben. Zunächst bei Amigo erschienen, war es jetzt jahrelang nicht erhältlich, ehe es nun erneut aufgelegt wurde. Dabei ist dieses Kartenspiel wirklich wunderschön und nicht nur für Kinder geeignet. Das Prinzip: alles beginnt mit "Es war einmal...", dann hat jeder unterschiedliche Karten auf der Hand, die in dem Märchen platziert werden wollen.

Von alten Männern über Hexen, Prinzessin sind auch Eigenschaften wie verzaubert, verschlossen genauso zu finden, wie Ereignisse, bei denen Objekte zerbrechen, Zeit verstreicht, jemand verflucht wird, aber auch Gegenstände. Ein Spieler beginnt und versucht sein Märchen zu erzählen. Erwähnt er nun beispielsweise eine Tür, die ein anderer Spieler als Karte auf der Hand hat, so legt dieser die Karte an und erzählt das Märchen mit seinen Karten weiter. Der Unterbrochene zieht eine Karte nach. Allerdings gibt es auch Unterbrechungskarten für jeden Kartentyp (Charakter, Eigenschaft, Ort, Gegenstand und Ereignis), die ebenfalls ausgespielt werden können, um selber weitererzählen zu dürfen. Jeder Erzähler verfolgt dabei das Ziel, das Märchen zu seinem eigenen Märchenende zu führen, das zu Beginn des Spieles gezogen wird. So soll bei einem Spieler geheiratet werden, während sich beim nächsten alle vertragen. Braucht der erste eine Liebesgeschichte, müssen sich beim zweiten irgendwelche streiten, naja und der dritte... Eine Märchenendekarte kann allerdings erst gespielt werden, wenn der aktuelle Erzähler keine Karten mehr auf der Hand hat und alle offenen Fragen (ein Prinz verflucht, bleibt er für ewig der Rabe?) geklärt sind.

Bei diesem Spiel geht es nicht vordergründig um das Gewinnen, sondern um das gemeinsame Erzählen und Erfinden von Märchen. Mit jüngeren Kindern habe ich es auch schon so gespielt, dass einfach gemeinsam ein Märchen um blind gezogene Karten gesponnen wurde. Dabei wird einfach die Phantasie angeregt. In meiner alten Spielerunde im Studium haben wir mal ein Band mitlaufen lassen und ein Freund hat die Märchen abgetippt. Es sind wirklich wunderschöne Geschichten dabei herausgekommen. Schwierig wird das Spiel, wenn sehr schüchterne in der Runde anwesend sind, denn diese trauen sich kaum, ihre eigene Phantasie mitzuteilen. Bei zurückhaltenden Kindern ging es noch besser, da Märchen diese auch einfach anspricht. Mit diesem Spiel hatten wir schon viele schöne, spannende Abende. Wenn man überhaupt nicht zum Erzählen kommt, so kann man sich auch am Zuhören und den wunderschön und liebevoll gestalteten Karten erfreuen.

Es war einmal - Kurzübersicht

Für wen: Märchenfreunde, Erzählfreudige
Preis: ca. 12,-€
Spieler: ab 2 Personen (ginge auch alleine, zum Brainstorming für Kreative...)
Alter: ab 5 Jahren gespielt, ging gut; ab etwa 7 Jahren aber mit mehr Spielspass, empfohlen ab 10
Spieldauer: ca. 30-40 Minuten/ Märchen
Auszeichnungen: -
Typ: Kommunikativ
Glücksfaktor: keiner
Autor: Richard Lambert, James Wallis, Andrew Rilstone
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 etwa_10_euro verlag:heidelberger märchen

05.08.09

Spielvorstellung: Zack & Pack

zackpack_cover.jpg Kisten packen, Möbel schleppen, wer kennt das nicht vom letzten Umzug? Was sonst mit viel körperlicher Anstrengung versehen ist, gibt es jetzt in diesem leichten, spaßigen Spiel. Zu Beginn würfelt jeder Spieler die Teile aus, die er später auf der Ladefläche eines LKWs unterbringen muss. Es gibt fünf verschiedene Größen und die Zusammensetzung kann ganz schön variieren: zwischen Singlehaushalt und Großfamilie ist alles möglich. Danach erhält jeder ein oder zwei LKW-Karten verdeckt zugeteilt, die alle Spieler gleichzeitig aufdecken und schon geht der Stress los: Schnell sucht sich jeder den für seine Ladung möglichst optimalen LKW, die beiden eigenen sind dabei tabu. Die Laster unterscheiden sich in Form und Größe der zur Verfügung stehenden Ladefläche und der möglichen Stapelhöhe für die Kisten. Das Aussuchen muss schnell gehen, denn der letzte bekommt nicht den Laster seiner Wahl sondern muß einen vom verdeckten Stapel ziehen. Hat jeder einen LKW, geht es wieder beschaulicher zu, alle versuchen ihre Ladung auf der Ladefläche zu stapeln. Hat man das zur Verfügung stehende Volumen nicht ausgeschöpft, muss man für den leeren Raum zahlen, müssen Kisten zurückbleiben, zahlt man dafür sogar doppelt. Nur wer am wenigsten zahlt, bekommt eine kleine Prämie. So wird das Anfangskapital immer weniger, und sobald ein Spieler kein Geld mehr hat, gewinnt der Spieler mit dem meisten Restgeld.

Zack & Pack hat wenige Regeln, der Einstieg ist demzufolge schnell und einfach. Die Kunst bei diesem Spiel besteht darin, das erwürfelte Stückgut im Gesamtvolumen und der Struktur gut abschätzen zu können, um sich dann schnell den geeigneten Laster zu greifen. Vor allem in großen Spielrunden kommt das Spiel gut an, dann stehen genug LKWs zur Auswahl und es macht einfach Laune. Es ist kein abendfüllendes Spiel aber als Einstieg oder zum Ausklang eines Spieleabends prima geeignet.

Zack & Pack - Kurzübersicht

Für wen: wer's auch mal hektisch mag und stapeln kann
Preis: ca. 25,-
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 min
Auszeichnungen: Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2009
Typ: Schätz- und Knobelspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Bernd Eisenstein
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 knobelspiel etwa_25_euro verlag:kosmos

20.07.09

Spielvorstellung: Ein bisschen Mord muss sein

Ein bisschen Mord muss seinEin Spiel, bei dem erstmal 7 Bücher in einem Schuber auffallen scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich. Auch beim genaueren Hinschauen ist Ein bisschen Mord muss sein tatsächlich ein ungewöhnliches Spiel: Hier ist vor allem die Improvisationsfähigkeit der Spieler gefragt. Zunächst wird der Inspektor bestimmt, dessen Aufgabe ist es, den Täter in höchst kniffeligen Kriminalfällen zu ermitteln. Beispielsweise wurden die Kühe hinter dem Bogenschießstand mit Pfeilen durchlöchert. Oder das Kokain mit Gips gestreckt, alle Süchtigen klagen über verstopfte Nasen. Doch wer ist der Täter? 3-5 Verdächtige haben jeweils 1 Buch, davon ist 1 der Täter. Der Inspektor selber verfügt über kurze Infos über jeden Verdächtigen. Jeder Spieler muss nun innerhalb von 1 Minute ein Alibi erfinden, in dem 3 Pflichtwörter vorkommen, die zumindest phonetisch identisch ausgesprochen werden müssen. Der Täter hat abweichende Pflichtwörter. Nun versucht der Täter, die Pflichtwörter der anderen aufzugreifen und mitzuverwenden, ebenso wie die anderen Verdächtigen bemüht sind, den Inspektor in die Irre zu führen. Ein Gerichtsschreiber überwacht beim Spiel ab 5 Spielern das korrekte Einhalten der Alibi-Zeit sowie die Verwendung der Pflichtwörter. Pro nicht verwendetem Pflichtwort erhält der Spieler 1 Minuspunkt. Dann folgt eine 2. Fragerunde, in der der Inspektor allerdings mit einem anderen Verdächtigen als in der ersten Runde beginnen muss. Auch sind hier jeweils neue Pflichtwörter vorgegeben. Danach dürfen die Mitspieler (Verdächtige und Gerichtsschreiber) dem Inspektor entweder Vertrauen oder Zweifel äußern. Danach bestimmt der Inspektor den Täter. Liegt er richtig, bekommt er 3 Pluspunkte, der Täter 3 Minuspunkte. Jeder Spieler, der korrekt vertraute bekommt 1 Pluspunkt. Irrt der Inspektor werden ihm 3 Punkte abgezogen und der Täter erhält 3 Punkte. Hier bekommen nur die zweifelnden Mitspieler je 1 Punkt. Danach werden die Bücher des Inspektors und Gerichtsschreibers weiter gereicht, die Verdächtigen-Bücher gemischt und unter den Verdächtigen neu verteilt. Das Spiel endet, sobald jeder einmal Inspektor war. Gewonnen hat, wer die meisten Siegpunkte hat.

Insgesamt ein Spiel für die eher große Gruppe. Es müssen unbedingt kommunikative und eher extrovertierte Spieler sein, um dem Spiel dem nötigen Spass zu verleihen. Je besser die Spieler improvisieren können, umso großer wird der Spielspass. Hier ist Kreativität gefragt! Für Fortgeschrittene gibt es noch eine etwas erschwerte Version mit nur 30 Sekunden, um ein Alibi zu formulieren. Es sind 241 Kriminalfälle enthalten, so dass langer Spielspass garantiert wird.

Ein bisschen Mord muss sein - Kurzübersicht

Für wen: Kreative, Kommunikative
Preis: etwa 28,- €
Spieler: 4-7 Personen
Alter: ab 13 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten, je nach Gruppengröße
Auszeichnungen: -
Typ: Improvisation
Glücksfaktor: keiner
Verlag: Pro Ludo Spielevertrieb
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_ohne etwa_30_euro deduktionsspiel partyspiel verlag:pro_ludo spieler_7

04.05.09

Spielvorstellung: Gifttrap

gifttrap.jpg In der Woche vor Ostern sind wir seit einigen Jahren immer in einer Familienfreizeit. EIn Programmpunkt ist während der Woche auch ein von mir vorbereiteter Spieleabend, wobei ich die Auswahl der Spiele auf eher kurze Spiele und solche mit leichtem Einstieg einschränken muss, da dort außer Kindern und Jugendlichen eher nur Gelegenheitsspieler sind. Natürlich bieten sich für die großen Spielrunden vor allem auch Partyspiele an. In diesem Jahr hatte ich Gifttrap dabei, das zum absoluten Favoriten der Freizeit wurde (hätte ich einige Extraexemplare im Kofferraum gehabt, ich wäre sie alle losgeworden ;-) )

In der eher ungewöhnlichen Schachtel in Form eines Geschenkpäckchens findet sich neben einem Spielplan und den pro Spieler in einem bunten Säckchen einzeln verpackten Spielmaterial ein Ständer mit vielen Karten, die beidseitig bedruckt Fotos zeigen. Abgebildet sind Geschenke, die sich die Spieler gegenseitig machen sollen. Es gibt vier Kategorien von einfachen und preiswerten Sachen bis zu den absoluten Luxusgütern. Vor jeder Runde einigt man sich auf eine Kategorie und legt davon zufällig eine Karte mehr als Mitspieler auf den Spielplan. Jetzt muss jeder Spieler jedem anderen Spieler ein Geschenk machen, indem er ein entsprechendes Nummernkärtchen verdeckt weitergibt. Dabei sollte man möglichst den Geschmack des Beschenkten treffen, dumm dabei ist, dass jedes Geschenk nur einmal verschenkt werden kann. Die Reise in die Südsee könnte man sicher mehrfach verschenken, während manch wahrscheinlich ungeliebteres Geschenk ruhig liegenbleiben könnte. Sind alle beschenkt worden, müssen die Spieler drei Geschenke bewerten, die sie am liebsten hätten bzw. ganz in Ordnung finden und ein Geschenk, dass sie absolut nicht mögen. Dann wird reihum ausgewertet, was manche Überraschung an den Tag bringt, selbst langjährige Ehepaare sind davor nicht sicher. Stimmt der Geschmack überein, bekommen Schenkender und Beschenkter Pluspunkte, verschenkt man etwas ungeliebtes, gibt es Punktabzug. Schenken und Beschenktwerden wird getrennt gewertet, nur wer beides in Einklang bringen kann und beide Punktwertungen ins Ziel bringt, gewinnt die Partie. Aber wie bei solchen Spielen üblich, ist das gar nicht so wichtig, es kommt mehr darauf an, was man während der Partie so erlebt. Das funktioniert am Besten, wenn man seine Mitspieler zumindest ein bischen kennt, sonst wird es bei einigen Geschenkvorschlägen schon schwierig, sie den Mitspielern sinnvoll zuzuordnen, aber selbst dann kennt man sie nachher etwas besser. Auch die vom Verleger, der für dieses Spiel extra seinen eigenen Verlag gegründet hat, angegebene Mindestspielerzahl ist eher dem Marketing geschuldet, wirklich empfehlenswert sind mindestens 5 Spieler, dann sorgt es in jeder Spielrunde für viel Spaß!

Gifttrap - Kurzübersicht

Für wen: alle, die gerne schenken und sich gerne beschenken lassen
Preis: ca. 25,-
Spieler: 3-8 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2009: Sonderpreis Partyspiel
Typ: Partyspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Nick Kellet
Verlag: GiftTRAP Enterprises / Heidelberger Spieleverlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele gluecksfaktor_ohne etwa_25_euro partyspiel verlag:heidelberger

30.10.08

Spielvorstellung: Cranium Hullabaloo

Cranium HullabalooGastbeitrag von Oliver Gassner
Auf dem Boden werden die Spielelemente ausgelegt, die in der Folge auf Anweisung der Moderatorenstimme "angelaufen" werden müssen. Die Stimme erklingt aus einem stabilen Abspielgerät und gibt Anweisungen wie 'Springe auf ein blaues Feld' oder 'Drehe dich auf einem runden Feld' oder auch "Berühre ein Lebensmittel mit der Nase und berühre mit der Hand ein Dreieck und berühre mit denen Zehen alle Zehen der Mitspieler, die du erreichen kannst" oder "Hüpfe auf ein Nahrungsmittel und tu so, als würdest du dieses essen". Sagt die Stimme "Stopp" sollen die Kinder einfrieren und der Moderator nennt den 'Gewinnergegenstand'. wer diesen Gegenstand berührt, hat die Runde gewonnen und darf kurz etwas vorführen wie einen Tanz o.ä.

Im Test machte das Spiel den Kindern (5 und 7) Spaß und auch auf 2-3 mal war es verletzungs- und (fast) zoff-frei spielbar *g*. Die Moderatorenstimme ist auf die Dauer etwas eintönig und nicht zu enthusiastisch. Die Kinder sind zwar in Bewegung aber nicht hektisch. Die Aufgaben mit den 'mehreren' Berührungen werden etwas zügig gestellt, so dass nicht alle das so schnell hinbekommen. Der Sieg wird arg zufällig und nahezu unabhängig von der 'Spielleistung' vergeben - was natürlich auch etwas Positives hat. Bei nur 2 Kids gehen aber oft auch beide ohne Sieg durch ein paar Runden. Die 'Gewinneraktionen' (an sich das einzige in dem Spiel, bei dem man kreativ sein kann) sind nicht sehr zahlreich und wiederholen sich sehr schnell.

Der pädagogische Effekt beschränkt sich eher auf die Kombination aus Geschwindigkeit und Bewegung - Begrifflich ist neben wenigen Farben und den Kategorien Tier - Musikinstrument - Nahrungsmittel und Kreis -Dreieck - Quadrat wenig geboten. Für Vierjährige mag das noch anspruchsvoll sein - aber dann...

Nach 20 Minuten gibt dann das erste Kind auf 'Ich kann nicht mehr hüpfen.' Also: Nettes Intermezzo bei Regentagen mit Tendenz zum 'Wieder-Spielen-Wollen'. Und die Batterien nicht drin vergessen ;).

PS: Ah, jetzt haben sie sich selbst ein 'wer als erstes ... berührt'-Spiel ausgedacht...

Cranium Hullabaloo - Kurzübersicht

Für wen: Kinder
Preis: 15-30 Euro
Spieler: 1-6 Kinder
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: 15-30 Minuten
Auszeichnungen: Österreichischer Spielepreis "Hit für Viele"
Typ: Kinderspiel, Bewegungsspiel
Glücksfaktor: vorhanden
Autor: k.A.
Verlag: Cranium
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 etwa_20_euro kinderspiel spieler_1 bewegungsspiel verlag:cranium

29.05.07

Spielvorstellung: Tsuro

tsuro.jpg In letzter Zeit kam Tsuro oft auf den Tisch. Warum? Weil es blitzschnell erklärt ist und eine Partie auch mit vielen Mitspielern nicht sehr lange dauert. Ein Spiel, das sich prima für die Eröffnung eines Spieleabends eignet (evtl. muß man ja noch auf einen verspäteten Mitspieler warten).

Zwar gilt auch für viele Laufspiele "Der Weg ist das Ziel", das ist hier aber ebenso. Jeder hat eine Spielfigur, die vom Rand aus auf das Spielfeld läuft und dort möglichst lange bleiben muß. Immer wenn man an der Reihe ist, legt man eines seiner drei quadratischen Kärtchen dort an, wo die eigene Spielfigur steht. Auf dem Kärtchen sind Wege eingezeichnet, dabei hat jedes Kärtchen an jeder Seite zwei Ein- bzw. Ausgänge, die in allerlei Kombinationen miteinander verbunden sind, wobei es niemals Verzweigungen gibt, d.h. jeder Eingang ist mit genau einem Ausgang verbunden. Nach dem Legen (oder auch wenn sich das durch Anlegen der Mitspieler so ergibt) läuft die Spielfigur sofort bis zum Ende des verfügbaren Weges. Will es das Schicksal, daß man dadurch das Spielfeld verlassen muß, so scheidet man sofort aus. Auch wenn zwei Spielfiguren aufeinandertreffen, sind beide aus dem Spiel. Ziel ist es also, so lange wie möglich auf der Spielfläche zu bleiben.

Das ist sicher nicht hochtaktisch, man ist natürlich dem Glück etwas ausgeliefert, schliesslich hat man nur drei Kärtchen zur Auswahl. Trotzdem kann man durchaus "gut" spielen und seine Erfolgschancen optimieren. Zuallererst sollte man möglichst weit von Mitspielern entfernt bleiben (bei 6 und mehr Spielern ist das allerdings sehr schwer ;-) ) und sollte versuchen, einen abgetrennten Bereich zu finden, der groß genug ist, dort überdauern zu können. Zuerst haben wir es zu zweit und zu dritt gespielt, was sehr kurzweilig war. Eher skeptisch ging ich dann an eine Spielrunde zu siebt. Erwartungsgemäß war es sehr eng und ging recht flott, aber es hat genauso viel Spaß gemacht, wie in der kleinen Runde. Selbst bei vielen Spielern macht es hier wenig aus, daß man vorzeitig ausscheidet, da eine Partie ja nur wenige Runden dauert. Ein gelungenes Beispiel dafür, daß auch ein einfaches und leicht zugängliches Spiel viel Spaß bereiten kann.

Tsuro - Kurzübersicht

Für wen: wer einfache, schnelle Spiele mag
Preis: 25,-
Spieler: 2-8 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15-30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Tom McMurchie
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon (auch als englische Version), Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_25_euro legespiel verlag:kosmos

16.05.07

Neulich gespielt: Der Markt von Alturien

markt_alturien.jpg Das ist jetzt wirklich mal ein erster Eindruck von einem Spiel, nach nur einer Partie. Normalerweise kommt das hier ja nicht so oft vor, zum Grund dafür dann später. Der Markt von Alturien kommt in einer großen Schachtel, schon fast zu groß, denn der Spielplan rutscht drin herum. Das Spielmaterial hätte durchaus in einer etwas kleineren Schachtel Platz gefunden. Mit kleiner meine ich hier schon die normale große Schachtel, wie man sie z.B. von Ravensburger kennt. Das Material ist schon üppig: ein großer Spielplan, jede Menge bunte Plastikhäuser (wenn auch etwas seltsam geformt, aber gut stapelbar), 7 große Miniaturen der adligen Kunden, schön illustrierte Kartenstapel. Alles sieht für sich gut aus, nur in Kombination wirkt es nicht sehr schön: der Spielplan ist recht düster gehalten, die Häuser quietschbunt und die Kunden dagegen gold, silber und bronze metallic. Die Farbauswahl unterlag sicher funktionalen Gesichtspunkten, zumal es eine dritte Farbmenge für die Marktbereiche auf dem Spielplan gibt. Ich gebe zu, da wird es für den Grafiker schon schwer. Vielleicht hätte man die Händler gewissen Bereichen mit Symbolen zuordnen sollen: Fisch-, Tuch-, Sonstwashändler. Für den Spielablauf war das aber in Ordnung, es ging ja nur um den optischen Eindruck.

Das Spiel selbst ist schnell beschrieben: Zu Beginn kann jeder vier Handelshäuser auf den Markt stellen. Wer die Mehrheit in einem Bereich hat, ist Marktführer und erhält beim Verkauf einen Bonus. Dann werden die Kunden eingesetzt und es wird losgewürfelt. Mit einem Kunden muss man dann die gewürfelte Anzahl an Feldern gehen und der Ladenbesitzer auf dem Feld, wo der Kunde landet, bekommt Geld. Das kann man dann in weitere Läden investieren (bei wenigen Spielern gibt's genug freie Felder oder auch um die Marktführerschaft zu erhalten). Mit einem Dieb kann man zusätzlich die anderen Ladenbesitzer berauben. Irgendwann hat man mal genug Geld um Prestigekarten zu kaufen. Sobald ein Spieler drei Prestigekarten hat, endet das Spiel.

Soweit kam es bei uns aber nicht. Wir haben vorher abgebrochen und nach diesem Erlebnis bezweifle ich auch, dass das Spiel noch einmal auf den Tisch kommt. In den 80er Jahren ist diese Monopoly-Variante vielleicht noch ganz reizvoll gewesen (tatsächlich ist der Markt eine leicht bearbeitete Neuauflage von "City" das 1988 bei Jumbo erschien) und wie so viele Spiele aus dieser Zeit, die man in durchaus guter Erinnerung hat, muß man auch hier feststellen: die Entwicklung ist weitergegangen. Schade um das üppige Spielmaterial, aber von Wolfgang Kramer empfehle ich lieber andere Spiele.

Der Markt von Alturien - Kurzübersicht

Für wen: Freunde einfacher Würfelspiele
Preis: empf. VK 40,-
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Wirtschaftsspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Pro Ludo
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 25_bis_50_euro wirtschaftsspiel verlag:pro_ludo

22.03.07

Spielvorstellung: Time's up!

timesup.jpg Auf dem letzten AOU-Con im Januar war das einer Hits, das einzige Exemplar war fast ständig im Einsatz, vor allem in den späten Abendstunden. Prinzipiell geht es um das Erraten von bekannten, realen oder fiktiven Personen und so besteht der Hauptbestandteil des Spiels aus mehreren Hundert Karten mit jeweils zwei Namen. 40 davon werden vor dem Spiel zufällig gezogen und an die Spieler verteilt. Zusätzlich erhält jeder Spieler zwei weitere, damit er aus den zugeteilten Karten wieder zwei Stück ablegen kann, die ihm nicht zusagen, weil er sie nicht kennt oder meint, sie später nicht erklären zu können. Danach werden alle Karten wieder eingesammelt und gemischt. Bevor es losgeht, werden noch Teams aus zwei Spielern gebildet (bei mehr Teilnehmern kann es auch 3er-Teams geben). Im ersten Durchgang versucht ein Teammitglied dem anderen eine der Personen zu erklären, bis dieser die Person erraten hat. Jede richtig erratene Person ist ein Punkt wert, man sollte also schnell sein, zumal man nur 30 Sekunden Zeit hat, bis das nächste Team an die Reihe kommt.

Sind alle 40 Personen erraten und die Punkte für die Teams notiert, werden alle Karten wieder gemischt und der zweite Durchgang startet. Jetzt darf zu jeder Person nur noch ein Begriff genannt werden und der Ratende hat genau einen Versuch. Richtig geratene Personen bringen wieder einen Punkt. Bei einem Fehler wird mit der nächsten Karte weitergemacht. Auch darf man eine Karte überspringen, wenn einem spontan kein passender Begriff einfällt. Doch meist funktioniert das ganz gut, denn man hat ja schon zu allen Personen die Beschreibungen um ersten Durchgang gehört. Es ist also erforderlich, dass man da schon gut zuhört, auch wenn man nicht an der Reihe ist. Ist auch dieser Durchgang vorbei, geht es in die dritte Runde und da kommt Bewegung in's Spiel, denn nur noch Pantomime und Geräusche sind erlaubt, die zu ratende Person darzustellen. Das kann schon ganz schön schwer sein, wenn in den ersten beiden Durchgängen nur relativ abstrakte Begriffe zur Beschreibung einer Person genutzt werden. Trotzdem macht besonders diese Runde viel Spaß, wenn man es mal soweit geschafft hat. Leider habe ich auch schon die Erfahrung machen müssen, daß nach der ersten Runde die Punktedifferenz bei zwei Teams so weit auseinanderlag, daß die Partie abgebrochen wurde. Leider kann man das vorher nicht feststellen und nur durch Ausprobieren herausfinden. Trotzdem werde ich das Spiel immer wieder vorschlagen und für etablierte Spielrunden, bei denen es gut angekommen ist, sind genug Karten im Spiel, so daß auch nach einigen Partien keine Wiederholungen vorkommen.

Time's up! - Kurzübersicht

Für wen: Partygänger und Schnelldenker
Preis: 30,- Euro
Spieler: 4-12 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45-60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Ratespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Peter Sarett
Verlag: Pro Ludo
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_30_euro teamspiel quiz partyspiel ratespiel verlag:pro_ludo

19.02.07

Spielvorstellung: Sagaland (Spiel des Jahres 1982)

sagaland07.jpg Die Wiederauflage dieses Spiels nach 25 Jahren (ganz so lange war es allerdings nicht aus dem Handel) gibt mir die Möglichkeit, die Liste der Vorstellungen der Spiel des Jahres-Spiele zu ergänzen. Über die neue Grafik kann man geteilter Meinung sein, ich finde sie sehr bunt, meiner (immerhin fast 17-jährigen) Tochter gefällt sie dagegen besser. Natürlich liegen auch hier eine Generation Grafikdesign und Sehgewohnheiten dazwischen.

Im Märchenreich wird ein Nachfolger und Erbe des alten Königs gesucht. Dieser Stoff für zahlreiche Märchen muß auch hier als Hintergrund herhalten. Wer also die Nachfolge antreten will, muss den König als erster zu drei Verstecken von sagenhaften Dingen führen. Gesucht sind u.a. die Stiefel des gestiefelten Katers, die goldene Kugel des Froschkönigs oder der Gürtel des tapferen Schneiderleins. Zu finden sind die 13 Gegenstände unter den Bäumen im Wald des Sagalands. Die Spieler starten alle im Dorf und durchstreifen den Wald (ganz traditionell von zwei Würfeln getrieben und wer auf einen anderen trifft, schickt ihn in's Dorf zurück), immer wenn sie an einen der 13 Bäume kommen, dürfen sie darunter schauen und müssen sich den dargestellten Gegenstand merken. Der König ist nun wählerisch und gibt sich nicht mit dem erstbesten Gegenstand zufrieden, er will immer einen ganz bestimmten sehen, was mit einer offenen Fragekarte im Schloß angezeigt wird. Wer also glaubt, die Lage des gefragten Gegenstands zu kennen, zieht in's Schloß und benennt einen Baum. Er darf dann unter den Baum schauen und wenn es der richtige ist, bekommt der Spieler die Karte und bleibt im Schloß, kann also in der nächsten Runde einen neuen Rateversuch für die nächste Karte machen. Ist es der falsche geht's zurück in's Dorf am anderen Ende des Spielplans. Durch das Würfeln eines Paschs kann man zaubern, d.h. man hat alternativ zum Gehen noch einige Sonderaktionen: direkt zu einem Baum seiner Wahl springen, direkt zum Schloß vorrücken oder die Fragekarten neu mischen und eine neue Karte aufdecken.

sagaland81.jpg Sagaland hat sicher einen einfachen Spielablauf, aber ich finde auch nach 25 Jahren hat es vor allem für Familien mit Kindern nichts von seinem Reiz verloren. Folgerichtig hat der Verlag die Altersangabe auch auf sechs Jahre gesenkt.
Rechts das Schachtelbild der Originalausgabe, die man wegen der langen Erhältlichkeit sicher auch auf Flohmärkten finden kann.

Sagaland - Kurzübersicht

Für wen: Familien mit Kindern
Preis: ca. 15,- €
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1982
Typ: Gedächtnis, Würfelspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Alex Randolph, Michael Matschoss
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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02.02.07

Neulich gespielt: Millionen von Schwalben

schwalbenc.jpg Zur Zeit ist Deutschland, wenn überhaupt, ja eher im Handballfieber, aber die nächste Fußball-WM kommt bestimmt (oder früher die Europa-Meisterschaft ). Und wer sich die Zeit bis dahin verkürzen will, greift zu diesem Spiel. Hier wird ein ganzes internationales Turnier mit allen Paarungen durchgespielt bis der Weltmeister feststeht, dabei sind Überraschungen nicht ausgeschlossen, denn es handelt sich um einen sehr satirischen Blick auf das Turniergeschehen.

Schon der Titel ist doppeldeutig, einerseits geht es um Fußball aber am Ende zählt nicht der Titel, die Millionen (Rubel sind's im Spiel) auf dem Konto sind entscheidender. Das Startkapital kann bzw. sollte in Wetten eingesetzt werden, doch etwas Handgeld sollte man sich für das Turnier beiseite legen, denn die Schiedsrichter sind hier hin und wieder einer Extrazuwendung gegenüber durchaus aufgeschlossen. Doch zurück zu den Wetten: gewettet werden kann auf Viertelfinalteilnahme, Finalteilnahme und Weltmeister. Wobei das jeweils das für die Mannschaft zu erreichende Minimum darstellt. Eingesetzt wird jeweils die Spielstärke der Mannschaft als Betrag, die Gewinne sind dann fest je nach Ziel. Für jede Mannschaft darf nur eine Wette abgegeben werden, man ist da relativ frei, nur auf Deutschland muss jeder Spieler eine Wette abschliessen.

Millionen von Schwalben - Kurzübersicht

Für wen: Wettfreunde und Fußballfans
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 2 Stunden
Auszeichnungen: -
Typ: Wettspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Urs Hostettler
Verlag: Fata Morgana
Bezugsquelle: Amazon (z.Z. nicht verfügbar), Spielehandel und -versand

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17.01.07

Spielvorstellung: Finstere Flure

cover_finster_de.jpg Seit seinem Erscheinen im Jahr 2003 kommt dieses Spiel bei uns immer wieder gern auf den Tisch, was vor allem daran liegt, daß es wunderbar mit vielen Spielern funktioniert und auch die unterschiedlichsten Spielertypen anspricht. Die Hintergrundgeschichte ist einfach: Die Fee Fabula wurde von Fürst Fieso entführt und die Spieler sind unterwegs sie zu befreien. Da kommen sie in eine unterirdische Säulenhalle, die sie durchqueren müssen. Das ist gar nicht so einfach, denn dort lauert das Monster Furunkel, das natürlich verhindern will, dass die Spieler durchkommen. Zu der schrägen Geschichte passen auch sehr gut die satirischen Zeichnungen der Spielfiguren und das auf unterschiedlichste Weise zusammensteckbare Monster.

Je nach Spielerzahl führt jeder Spieler 3 oder 4 Figuren durch das Verlies. Man betritt dieses in einer Ecke und muß zur diagonal gegenüber liegenden Ecke. Wem es gelingt, als erster zwei Spielfiguren durchzubringen, gewinnt die Partie. Eine Spielfigur besteht aus einer beidseitig beklebten Holzscheibe mit unterschiedlichen Zugweiten, die zusammen immer 7 ergeben. Nach einem Zug dreht man die Scheibe um und hat in der nächsten Runde eine andere Zugweite. Während die 3/4-Figur also recht gleichmäßig zieht, macht die 1/6-Figur nach einem eher zögerlichen Zug einen Sprint. Gezogen wird nie diagonal, besetzte Felder darf man zwar überqueren, dort aber nicht mit der Bewegung aufhören. Einige bewegliche Steinblöcke dienen einerseits als Versteck können aber auch von den Spielern (und natürlich dem Monster) verschoben werden. Nachdem alle Spieler jede Spielfigur einmal gezogen haben, tritt das Monster in Aktion. Eine Karte wird aufgedeckt, die angibt, wie weit es ziehen wird. Dem Klischee entsprechend ist das ein recht dummes Monster, auf jedem Feld schaut es nach links, vorne oder rechts, ob eine Spielfigur zu sehen ist, dreht sich zur nächsten Figur und macht einen Schritt. Es schaut nie nach hinten und wenn zwei Spielfiguren gleich weit entfernt sind, kann es sich nicht entscheiden und macht einen Schritt vorwärts. Wird eine Spielfigur vom Monster erwischt, muß sie wieder von Vorne anfangen. Man wird also beim Ziehen der Spielfiguren die Bewegungen des Monsters versuchen auszunutzen, zum einen um eigene Spielfiguren zu schützen aber auch um das Monster gezielt auf die Figuren der Mitspieler zu hetzen. Besonders die in einer Runde zuletzt gezogenen Spielfiguren beeinflussen das Monster oft am meisten, da man dann schon gut berechnen kann, wo das Monster langlaufen wird.

Obwohl das Spiel fast kein Glückselement kennt, spielt es sich recht locker, denn bei vielen Spielern lassen sich nicht viele Züge des Monsters vorausberechnen - es geht in Wahrheit recht chaotisch zu. Die ersten beiden Spielfiguren wird man fast immer versuchen hinter anderen Spielern oder Säulen in Deckung zu bringen, solange man nicht recht sicher weiss, wo das Monster lang laufen wird. Noch unberechenbarer wird es in der Fortgeschrittenenversion, wenn noch Teleporter das Monster auf andere Felder beamen. Erst der letzte Spieler einer Runde kann einen sicher berechenbaren Zug machen, sehr oft zur Schadenfreude der im Spiel verbleibenden Spieler.

Wer's mal einfach ausprobieren will, man kann Finstere Flure neuerdings auch in der Brettspielwelt online spielen.

Finstere Flure - Kurzübersicht

Für wen: Monsterjäger und Taktiker
Preis: ca 20,-
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45 min
Auszeichnungen: -
Typ: taktisches Ärgerspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Friedemann Friese
Verlag: 2F-Spiele
Bezugsquelle: Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 onlinespiel spieler_5 spieler_6 spieler_viele gluecksfaktor_wenig etwa_20_euro taktikspiel Ärgerspiel brettspielwelt verlag:2f

11.01.07

Spielvorstellung: Monstermaler

monstermaler.jpg Was kommt dabei heraus, wenn 3 Spieleautoren zusammensitzen? Natürlich ein Spiel! Dabei ist es nicht mal etwas sensationell Neues, sondern nur (!) die Übertragung des bekannten Prinzips der Kettensätze, bei denen ich nicht weiß, was der Vorgänger geschrieben hat, auf ein anderes Medium. Manchmal ist es so einfach, da fragt man sich, warum man diese Spielidee nicht schon längst selbst hatte :-)

Das Spiel besteht aus einem dicken Block Papier. Jeder Spieler erhält pro Spielrunde ein neues Blatt, das schwach eine graue Skizze eines stehenden Menschen zeigt. Jetzt faltet jeder sein Blatt senkrecht in der Mitte, sucht sich eine Person aus, die er zeichnen will und vermerkt dies auf der Rückseite (wem selbst keine passende Figur einfällt, sucht sich eine Person aus der Liste auf der Rückseite). Dann zeichnen alle Spieler gleichzeitig die linke Häflte ihrer Figur. Danach wird das gefaltete Blatt umgedreht und an den linken Nachbar weitergegeben. Dieser schaut nach, was er zeichnen soll und zeichnet die rechte Hälfte, ohne die linke Hälfte gesehen zu haben. Sind alle "Kunstwerke" fertig, werden sie der Reihe zum Raten nach vorgestellt. Wer als erster die dargestellte Figur errät, bekommt das Blatt als Punkte. Die Zeichner sind gut beraten, so zu zeichnen, dass die Mitspieler die Figur erraten, denn sonst erhalten sie beide einen Minuspunkt.

Leider habe ich keine Zettel der letzten Partien aufgehoben, um mal ein Beispiel zeigen zu können. Es entstehen lustige Zeichnungen und meist ergänzen sich die dargestellten Attribute der beiden Spieler gut. Das Spiel ist besonders gut in großen Spielrunden aller Altersstufen. Besonders gelacht haben wir, als in einer Runde gleichzeitig von 3 Spielern Bernd das Brot gewählt wurde :-))
Da sich der Block nach einigen Runden aufbraucht, gleich mehrere Blocks auf Vorrat bestellen, bei dem Preis ist das bestimmt kein Problem.

Monstermaler - Kurzübersicht

Für wen: Alle, die ein flottes Ratespiel suchen
Preis: 2,90 Euro
Spieler: 4 und mehr Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20-30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Ratespiel
Glücksfaktor: ohne
Autor: Friedemann Friese, Marcel-André Casasola Merkle und Andrea Meyer
Verlag: 2F-Spiele, Casasola und BeWitched
Bezugsquelle: Direktbezug, Spielehandel

Tags: spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele gluecksfaktor_ohne etwa_5_euro partyspiel ratespiel verlag:2f

04.01.07

Spielvorstellung: Was'n das?

wasndas.jpg Nun war ja Silvester und wenn man so mit Freunden auf Mitternacht wartet, drängt sich ein Spieleabend ja richtig auf. So ist das bei uns schon Tradition und da sitzen natürlich nicht nur die Vielspieler am Tisch, da soll es eher locker zugehen. Renner bei solchen Abenden sind z.B. Anno Domini, Pow Wow und andere Partyspiele. Von letzteren gibt es ja bereits einige Vertreter, bei denen gemalt, geknetet wird oder Pantomimen vorgeführt werden. Da ist es schon richtig schwer, was wirklich neues zu erfinden. Das ist Philippe des Palliers mit Was'n das? gelungen:

Der Macher, also der Spieler, der gerade an der Reihe ist, bekommt eine Karte mit sechs Begriffen, die meist irgendwie unter einem Oberbegriff zusammenpassen (z.B. die sieben Weltwunder). Er liest diese vor und lost mit Hilfe von Nummernkarten einen Begriff aus. Diesen Begriff müssen die anderen Spieler anschliessend erraten. Ist ja nicht schwer, wird man jetzt denken, man kennt ja die sechs Begriffe. Ist aber gar nicht so einfach, denn zur Darstellung des Begriffs hat der Macher nur 10 verschiedene Gegenstände zur Verfügung. Er kann diese in ihm geeignet scheinender Anordnung vor sich auslegen oder etwas daraus bauen (allerdings darf er keine Ziffern oder Buchstaben legen). Da heisst es für die ratenden Spieler, zu versuchen, die Assoziationen des Machers nachzuvollziehen, da kann schon mal eine Fahrkarte auf die Odyssee hinweisen. Doch meist muss man weiter um die Ecke denken. Wer meint, den Begriff zu erkennen, legt die eigene Nummernkarte auf einen Stapel in der Mitte. Das sorgt dann dafür, dass es weniger Punkte gibt, je später man sich entscheiden konnte. Der Macher bekommt soviele Punkte, wie Mitspieler richtig geraten haben. Zwar versucht er also, es den Mitspielern immer so leicht wie möglich zu machen, aber die Auswahl der Gegenstände, die sich auch noch laufend ändert, macht es ihm nicht immer einfach.

Das Spiel ist vom Verlag bereits ab drei Spieler vorgesehen, so richtig Spaß macht es aber erst in der großen Runde ab sechs Spieler. Da wird es manchmal sogar richtig hektisch, wenn jeder versucht, möglichst schnell seine Nummernkarte abzulegen, um viele Punkte für einen offensichtlichen Begriff zu bekommen. Daß dabei auch viel gelacht wird und es zu manchen Aha-Effekten kommt, dürfte Kennern solcher Spiele klar sein.

Was'n das? - Kurzübersicht

Für wen: Rätselfreunde in Partylaune
Preis: 25,- Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 45-60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Partyspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Philippe des Palliers
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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23.12.06

Expedition (Weihnachtsgeschenktipp)

National Geographic ExpeditionHeute kommt der Spieletipp extra früh damit ihr ihn auch noch besorgen könnt. Empfehlen möchten wir euch Expedition. Das Spiel wurde mit dem Deutschen Lernspielpreis 2006 in der Kategorie ab 9 Jahre ausgezeichnet.

Gespielt wird auf einer Weltkarte und das Ziel der Spieler ist es verschiedene Orte zu erreichen oder die Mitspieler daran zu hindern. Dadurch sammelt man Punkte und der Spieler mit den meisten Punkte - wer hätte es gedacht - gewinnt. Die Karten zu den Zielorten vermitteln dabei Wissen über kulturelle oder historische Orte und sind mit beeindruckenden Fotos des National Geographic illustriert.

Expedition - Kurzübersicht

Für wen: kleine Erkunder
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 1 Stunde
Auszeichnungen: Deutscher Lernspielpreis 2006 Kategorie ab 9 Jahren
Typ: Taktikspiel, Lernspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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20.12.06

Tabu XXL (Weihnachtsgeschenktipp)

tabu-xxl.jpg Das Spiel Tabu dürfte euch als Lesern des Brettspiel-Blogs sicherlich bekannt sein: Zwei Teams spielen gegeneinander. Dabei muss immer ein Spieler des Teams einen Begriff erklären ohne dabei einige Wörter, die tabu sind, zu verwenden. Jeder korrekt erratene Begriff gibt dabei einen Punkt. Jetzt kommt die zweite Generation von Tabu, bei der es nicht nur ums Erklären geht - Tabu XXL eben.

Dabei ist das Spiel in vier Phasen unterteilt. Die erste Phase entspricht dem klassischen Tabu. In der zweiten Spielphase wird statt zu erklären gezeichnet. Dieses Rateprinzip ist ja auch weithin bekannt. Danach kommt wieder das Erklären zum Zug. Allerdings entgegen den Tabu-Gewohnheiten nicht ausschweifend sondern knapp auf den Punkt. Genau 15 Wörter hat man um den Mitspielern möglichst viele Begriffe zu erklären. Da will jedes einzelne gut gewählt sein. In der letzten Phase schließlich ist die Erklärung mittels Pantomime gefragt. Dabei muss man sich allerdings nicht selbst verknoten sondern tut das statt dessen der lila Puppe "Knoten Knut" an.

Durch diese neuen Elemente ist das klassische Tabu und einige abwechslungsreiche Spielideen erweitert worden. Wem bereits die ursprüngliche Version gefallen hat, wir an diesem Spiel viel Freude haben. Gespielt werden kann prinzipiell ab vier Personen, aber so richtig Spaß macht es eigentlich erst ab sechs oder mehr Spielern.

Tabu XXL - Kurzübersicht

Für wen: Ratefüche, Party-Spiel-Freunde
Preis: ca. 35 Euro
Spieler: ab 4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Ratespiel, Partyspiel
Glücksfaktor: n/a
Autor: k.A.
Verlag: Parker
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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18.12.06

Hart an der Grenze (Weihnachtsgeschenktipp)

hartandergc2.jpg Wir befinden uns irgendwo an einer mittelamerikanischen Grenze, unser Koffer ist vollgestopft mit Souvenirs: Maracas, Sombreros und allerdings auch etwas Tabak. Natürlich fragt der Zöllner, ob wir etwas anzumelden hätten. Unschuldig erzählen wir was von 4 Sombreros, eben für jeden in der Familie einen. Diesmal läßt er uns durch, unser Nachfolger hat weniger Glück, er wird bei seiner Angabe von 3 Krügen gefilzt. Doch vorher versucht er den Sheriff noch zu bestechen. Ob dieser das Geld nimmt, sehen wir im Rückspiegel nicht mehr...

So ähnlich könnte eine Spielsituation aussehen. Jeder Spieler versucht, möglichst viele Waren über die Grenze zu bringen, natürlich sind die illegalen Waren (Tabak, Tequila und kleine goldene Statuen) viel wertvoller, wenn man sie am Rundenende zu Geld macht. Bevor es zu einer Kontrolle durch den reihum wechselnden Sheriff kommt, legt jeder Spieler eine Anzahl Karten in seinen kleinen Blechkoffer. Dann sagen alle Spieler die Anzahl der Karten (wahrheitsgemäß) und eine der legalen Waren (egal was man wirklich im Koffer hat) an. Der Sheriff kann dann bei einem Spieler kontrollieren. Stimmt die Ansage, erhält der Spieler eine Entschädigung. Stimmt sie nicht, kann der Ertappte mit dem Sheriff handeln, vielleicht läßt der sich ja darauf ein, denn von der ansonsten fälligen Strafe sieht er nichts. Das ist der Moment, wo das Spiel seine Stärke hat, wenn die Spieler sich auf das Rollenspiel einlassen. Da wird gefeilscht und werden Ausreden gesucht, bis man handelseinig wird - oder eben nicht.

Hart an der Grenze ist eigentlich ein Kartenspiel mit viel Bluff. Die große Schachtel ist nur bedingt gerechtfertigt, denn darin finden sich außer den Karten sechs wunderschöne kleine Blechkoffer und natürlich ein Sheriff-Stern zum anstecken. Das Spiel macht vor allem mit vielen Spielern viel Spaß, für eine Familie mit vielen Kindern oder Freunden also sehr zu empfehlen.

Hart an der Grenz - Kurzübersicht

Für wen: Schmuggler und Bluffer
Preis: 25-30 Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-40 min
Auszeichnungen: -
Typ: Bluffspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: André Zatz & Sergio Halaban
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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14.12.06

Welt der Biere (Weihnachtsgeschenktipp)

Welt der BiereDu kennst jemanden, der in jeder Stadt die lokale Bierspezialität ausprobiert? Dann könnte das Quiz Welt der Biere das perfekte Weihnachtgeschenk sein. Bei 590 Fragen rund um das Hopfengetränk kann man nämlich beweisen, ob man das Bier nur gerne trinkt oder auch über Bier Bescheid weiß.

Dabei ist aber nicht nur Bier-Wissen sondern auch Geschicklichkeit gefragt. Denn klassische Fingerfertigkeiten rund um Bierdeckel und Co werden den Spielern ebenfalls abverlangt.

Als kleines Trainingslager empfehlen wir euch den Artikel über Bier in der Wikipedia und als großes Trainingslager das Buch 1000 Biere aus aller Welt.

Welt der Biere - Kurzübersicht

Für wen: Bierliebhaber
Preis: ca. 40 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 18 Jahren
Spieldauer: ca. 1 Stunde
Auszeichnungen: -
Typ: Quiz, Triviaspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: k.A.
Verlag: HUCH & friends
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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10.12.06

Phase 10 (Weihnachtsgeschenktipp)

Phase 10 - Ein Kartenspiel von RavensburgerDas Kartenspiel Phase 10 ist vor allem in den USA ein populäres Kartenspiel. Dennoch scheint es hier in Deutschland eher ein Nischendasein zu führen. Wer es allerdings einmal gespielt hat, kann sich der Faszination dieser Spielidee nur schwer wieder entziehen.

Das Grundprinzip erinnert ein wenig an Romme oder Canaster. Man erhält 10 Karten auf die Hand und muss damit bestimmte Phasen zusammenstellen. Dazu gibt es vier verschiedene Farben und die Zahlen 1 bis 12 sowie Aussetzen- und Jokerkarten.

Am Anfang ist die Phase mit zwei Drillingen noch recht einfach, doch danach werden die Phasen je weiter man kommt immer schwieriger:
1. Phase: 2 Drillinge
2. Phase: 1 Drilling + 1 Viererfolge
3. Phase: 1 Vierling + 1 Viererfolge
4. Phase: 1 Siebenerfolge
5. Phase: 1 Achterfolge
6. Phase: 1 Neunerfolge
7. Phase: 2 Vierlinge
8. Phase: 7 Karten einer Farbe
9. Phase: 1 Fünfling + 1 Zwilling
10. Phase: 1 Fünfling + 1 Drilling

Jeder Runde zieht man eine Karte verdeckt vom Stapel und wirft eine ab. Alternativ darf man die Karte aufnehmen, die der vorherige Spiele geworfen hat. Damit wissen die anderen Spieler aber was man gerade sammelt. Die Schwierigkeit besteht darin, das die komplette Phase auf der Hand gesammelt werden muss und dann komplett ausgespielt werden muss. Danach ist die Runde aber noch nicht beendet, denn man muss die restlichen Karten auch noch abwerfen können. Dazu kann man diese an die eigenen oder fremden Phasen passend anlegen. Man darf jedoch nicht eine weitere Phase (z.B. einen dritten Drilling zu den beiden ersten Drillingen aus Phase 1) auslegen.

Alle Spieler, die in einer Runde eine Phase abgeschlossen haben spielen in der nächsten Runde die nächste Phase. Nicht abgeworfene Karten haben einen Punktewert, der am Rundenende addiert wird. Gewonnen hat, wer zuerst die 10. Phase beendet hat. Schaffen das zwei Spieler gleichzeitig, so hat derjenige von ihnen gewonnen, der weniger Punkte dabei gesammelt hat.

Zudem sind in der Spielanleitung noch zahlreiche Varianten aufgeführt, so dass man das Spiel auch gut variieren kann.

Phase 10 - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca. 10 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: k.A.
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 xmas2006 verlag:ravensburger

09.12.06

Heckmeck am Bratwurmeck (Weihnachtsgeschenktipp)

heck-meck-am-bratwurmeck.jpg Bei diesem Würfelspiel geht es für die Spieler darum möglichst viele "Bratwürmer" vom Grill zu ergattern. Diese liegen bei Heckmeck am Bratwurmeck in der Mitte in Form von 16 verschiedenen Portionsgrößen aus.

Dabei ist auf jedem Plättchen die Menge der Würmer abgebildet und darunter eine Augenzahl angegeben. Die Spieler würfel nun reihum mit einem Satz Würfel und dabei darf pro Wurf eine Augenzahl (1 bis 5 oder Bratwürmer) herauslegen. Man dort beliebig oft würfeln, muss aber jede Runde herauslegen und muss bei Fehlwürfel eine Würmportion zur Strafe wieder abgeben. Daher müssen die Spieler die Würfel sorgfältig auswählen um keinen Fehlwurf zu riskieren. Wer eine ausliegende Augenzahl oder höher würfelt darf diese an sich nehmen. Liegt die exakte Augenzahl bei einem anderen Spieler als oberste ergatterte Portion aus, darf man diese klauen.

Durch die geringe Anzahl der Portionen dauert das Spiel nicht sehr lange. Es endet, wenn das letzte Plättchen aus der Mitte erspielt wurde. Gewinner ist, wer am meisten Würmer gesammelt hat. Durch den geringen Preis bietet sich das Spiel gut als kleines Mitbringsel an.

Heckmeck am Bratwurmeck - Kurzübersicht

Für wen: Frittenbudenbesitzer (die hoffentlich keine gebratenen Würmer verkaufen), Würfelspieler
Preis: ca. 10 Euro
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20-30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Würfelspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Rainer Knizia
Verlag: Zoch
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 spieler_viele wuerfelspiel verlag:zoch

06.12.06

Sitting Ducks (Weichnachtsgeschenktipp)

Sitting Ducks - Ein schnelles Kartenspiel von AmigoKöpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh' - wer kennt es nicht, das gute alte Kinderlied über die lieben Entchen? Diese übernehmen auch die Hauptrolle in dem Kartenspiel Sitting Ducks aus dem Hause Amigo. Dort geht es allerdings weit weniger friedlich zu als in dem Kinderlied...

Im Spiel befinden sich neben verschiedenfarbigen Entenkarten auch Wasserkarten. Aus diesen wird eine Wasserlandschaft aus sechs Feldern gelegt, über der die Fadenkreuze der Jäger positioniert werden. Jeder Spieler übernimmt nun eine der Entenfarben und muss zusehen, dass seine Schützlinge den Schüssen der Jäger möglichst entgehen. Dazu spielen die Spieler reihum Aktionskarten aus, wie beispielsweise das Zielen, wodurch ein Fadenkreuz aktiv wird, oder das Schießen, wobei eine Ente auf diesem Feld getroffen wird und aus dem Spiel ausscheidet.

Der besondere Reiz liegt dabei allerdings nicht in den einfachen Schüssen auf die Enten sondern viel mehr in zahlreichen Sonderkarten, wie beispielsweise den Querschlägern, die ganz andere Enten treffen als angepeilt, oder dem Ententanz, bei dem sich alle Enten schnell verdrücken und ganz andere Enten(farben) wieder auftauchen.

Verlierer ist, wer zuerst alle Enten verliert - gewonnen hat, wer am Schluss die letzte lebende Ente hat. Da aber auch Spieler, die bereits verloren haben, weiter am Spiel teilnehmen kann man sich deren Rache sicher sein.

So entsteht ein schnelles und aktionsreiches Kartenspiel, das alle Spieler fesselt und in dem (Schaden-)Freude und Frust dicht beieinander liegen.

Als kleines Gimmick starten wir im Laufe der Woche noch eine Verlosung zu Sitting Ducks.

Sitting Ducks - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler, Jäger, Entenzüchter
Preis: ca. 7,00 Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Keith Meyers
Verlag: Amigo
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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05.12.06

Ausgerechnet Uppsala (Weihnachtsgeschenktipp)

Ausgerechnet Uppsala - Der Nachfolger von Ausgerechnet BuxtehudeDiese Spielevorstellung als Weihnachtsgeschenktipp kann eigentlich etwas kürzer ausfallen. Denn vor etwas einem Jahr stellte sich bereits eine ähnliche Frage: Ausgerechnet Buxtehude? Während sich dieses Spiel nur auf die Lage von Städten in Deutschland bezog geht Ausgerechnet Uppsala einen Schritt weiter: Hier muss die Lage von vielen europäischen Städten gewusst werden.

Das Prinzip ist dabei wieder identisch: Ausgehend von einer Startstadt müssen in korrekter Ausrichtung Städte nördlich, östlich, südlich oder westlich angebaut werden. Statt die Anordnung der Städte um eine neue Stadt zu erweitern kann man auch den bisherigen Aufbau für falsch erklären. Liegt man damit richtig bekommt man einen Punkt, andernfalls verliert man einen. Dabei ist nicht nur geographisches Wissen sondern auch ein gutes Pokerface gefragt wenn man ausnahmsweise mal wieder keine Ahnung hat, wo eine Stadt liegt.

Wem Ausgerechnet Buxtehude schon gefallen hat, der findet in Ausgerechnet Uppsala neue Herausforderungen.

Übrigens: Ich selbst konnte Uppsala bis dato übrigens schon mal grob zuordnen. Das liegt aber nicht an meinem guten Wissen um die Städte Europas sondern daran, dass hier 2003 das Physikturnier IYPT stattgefunden hat, an dem ich selbst 1998 und 1999 teilgenommen habe.

Ausgerechnet Uppsala - Kurzübersicht

Für wen: Erdkundelehrer, Triviaspieler
Preis: ca. 12 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Triviaspiel, Lernspiel
Glücksfaktor: sehr gering
Autor: Bernhard Lach, Uwe Rapp
Verlag: Huch & friends
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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02.12.06

Pow Wow (Weihnachtsgeschenktipp)

Pow WowMit prächtigem Federschmuck und in den Stammesfarben treffen sich die Indianer regelmäßig zu so genannten Pow Wows - um zu feiern, zu reden und zu tanzen. Sport und Spiel kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz. Bei diesem Partyspiel werden die Mitspieler selbst zu Indianern, indem sich jeder eine Feder mit einer Zahl hinter das Stirnband steckt.

Und damit verlassen wir auch schon das Thema, denn jetzt gilt es, die Gesamtsumme aller Zahlen auf den Federn zu erraten, was nicht immer einfach ist, da man die eigene Zahl ja nicht sehen kann. Ein Spieler fängt an, reihum muss das Gebot erhöht werden, bis ein Spieler die genannte Summe nicht mehr glaubt. Da werden alle Federn auf den Tisch gelegt, die Gesamtsumme berechnet und wer im Unrecht ist, bekommt einen Geier - beim dritten Geier scheidet man aus und wird man zum Zuschauer. Wer übrig bleibt, also am besten bluffen und schätzen kann, gewinnt das lustige Ratespiel.

Das Spiel hat einen großen Wiederspielreiz, kann quasi überall gespielt werden und macht besonders in einer großen Runde viel Spaß. (Michael Blumöhr)

Pow Wow - Kurzübersicht

Für wen: Indianer, Bluffende und Rater
Preis: ca. 18 Euro
Spieler: 3-8 Personen
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Bluffspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Spartaco Albertarelli
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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13.11.06

Spielevorstellung: Crazy Diamond & Karatino

Crazy Diamond & KaratinoUnd als letztes Spiel möchte ich euch aus Darmstadt noch Crazy Diamond vorstellen. Es handelt sich dabei um ein schnelles und lustiges Würfelspiel für bis zu sechs Personen. Unterschlagen möchte ich dabei nicht, das im Karton ein zweites Spiel mit integriert ist welches ich aber nicht gespielt habe und somit auch nichts dazu sagen kann.

Bei dem Teil des Spiels, den ich kennengelernt habe, übernehmen die Spieler die Rolle von Diamandhändlern. Jeder erhält zum Spielstart jeweils 20 Diamanten. Nun wird reihum gewürfelt, wobei alle Spieler die geworfene Augenzahl auf Züge innerhalb des Verkaufprozesses umsetzen müssen. Dabei können die Diamanten verschiedene Stufen erreichen die aber nicht mit beliebig vielen Diamanten besetzt werden können. Liegen dort zu viele Diamanten fallen sie zurück auf das Startfeld des Spielers.

Ziel des Spiels ist es alle Diamanten erfolgreich zu verkaufen. Dabei gibt es auch noch den Crazy Diamond. Würfelt man diesen darf man einen eigenen Diamanten einem Mitspieler unterschieben, der dadurch nicht nur einen mehr hat sondern man kann dort auch zu volle Level zum "Überlaufen" bringen.

Das Spiel ist dabei deutlich von den Würfeln geprägt. Diese entscheiden dennoch nicht zu maßgeblich über den Spieleinfluß, weil fast jeder Wurf von allen Spielern gezogen werden muss. Dadurch müssen alle Spieler eine fast gleiche Situation meistern.

Crazy Diamond & Karatino - Kurzübersicht

Für wen: Würfelspieler, Glücksritter
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 45-60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Würfelspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Bas Kesting
Verlag: Spezet
Bezugsquelle: exkulsiv über Fantasy Game Shop

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 wuerfelspiel

11.11.06

Spielevorstellung: Das Spiel und die Spiele

Das Spiel von Abacusspiele Obwohl dieses Spiel schlicht Das Spiel heißt, ist es nicht ganz einfach vorzustellen. Denn eigentlich müsste es Die Spiele heißen. Denn in dieser Box steckt ein Grundbrett und 166 verschiedene Würfel - also eine ganze Menge Spielmaterial. Aus diesem lassen sich nicht nur Würfelpyramiden auf- und abbauen sondern auch noch ganz andere Ideen umsetzen.

Die Idee zum Grundmaterial stammt von dem bekannten Spieleerfinder Reinhold Wittig und es soll zu dem verleiten was seiner Aussage nach zum Erfinden von Spielen führt: Dem Spielen selbst. Und so stammen viele der auf dem Material basierenden Ideen von vielen verschiedenen Spielern.

Die Spielideen sind dabei so variantenreich wie unterschiedlich. Sechs Spielideen werden in der Anleitung mit ausgeliefert - zahllose weitere gibt es auf der Webseite zum Spiel. Von leichten und schnellen Spielen mit Glücksfaktor bis zu reinen Denkspielen ist dabei alles vertreten. Dabei spielen je nach Spielvariante die Würfelfarben und oder die Würfelaugen eine Rolle - oder eben auch nicht. Daher sollte man ein Spiel mit 166 Würfeln nicht vorschnell als reines Glücksspiel abtun.

Das Spiel - Kurzübersicht

Für wen: Für alle die gerne Spielen
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: eher kurz, ja nach Variante
Auszeichnungen: -
Typ: je nach Variante
Glücksfaktor: ja nach Variante
Autor: Reinhold Wittig u.a.
Verlag: Abacusspiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel gluecksfaktor_mittel klassiker spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_wenig gluecksfaktor_ohne taktikspiel wuerfelspiel denkspiel verlag:abacusspiele

03.11.06

Spielvorstellung: Nottingham

nottinghamc.jpg Heute spielen wir mal nicht Robin Hood sondern die Fiesen, die Steuereintreiber von Nottingham. Der Sheriff hat uns ausgesandt, die Schatzkammern zu füllen. Fies wie wir sind, legen wir uns auch schon mal gegenseitig einen Hinterhalt, denn jeder will den größten Schatz nach Nottingham bringen. Es gibt 7 verschiedene Waren zu sammeln und im Prinzip bringen mindestens drei gleiche oder bestimmte Kombinationen beim Eintauschen Siegpunkte.

Immer wenn ein Spieler an die Reihe kommt, deckt er eine Karte auf, die er als Warenkarte auf die Hand nehmen kann. Aber jede Karte ermöglicht stattdessen auch eine Aktion: Kauf, Diebstahl, Hinterhalt legen, Raub, Überfall, Abwehr und Tauschhandel. Genug Möglichkeiten die Mitspieler zu ärgern (wer aufpasst, weiß was die Mitspieler sammeln!) und für ein abwechslungsreiches Spiel zu sorgen. Mit jedem Eintauschen von Siegpunkten geht der Sheriff einen Schritt nach Nottingham und dem Spielende entgegen. Das interaktive und spannende Kartenspiel ist auch für große Runden geeignet.


Diesen Text habe ich bereits in der Infobroschüre zu Darmstadt spielt veröffentlicht. Was mir die Gelegenheit gibt, nochmals auf die Veranstaltung am 11.+12. Nov. hinzuweisen :-)

Nottingham - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: 13,- Euro
Spieler: 3-7 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 min
Typ: Kartenspiel, Sammelspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Uwe Rosenberg
Verlag: Abacus Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_15_euro sammelspiel verlag:abacusspiele

27.10.06

Spielvorstellung: Wort-Mau-Mau (Lernspiel)

wort-mau-mau.gif Das Spiel Wort-Mau-Mau basiert auf der Idee des klassischen Karten-Spiels Mau-Mau. Die Spielkarten werden hier aber durch Wortkarten ersetzten. Gerade für Leseanfänger ist das Spiel damit ein ideales Lernspiel aber auch wer gut Lesen kann findet viel Spaß an diesem Spiel.

Auf jeder Spielkarte ist ein einsilbiges Wort mit nur einem Vokal aufgedruckt. Abgelegt werden dürften dabei Karten, die entweder mit dem selben Anfangsbuchstaben beginnen oder den selben Vokal im Wort aufweisen. So lernen die Kinder spielerisch das Lesen und auch Kinder die noch nicht gut lesen können, können durch Vergleich am Spiel teilnehmen.

Bei älteren Spielern sind Varianten spielbar. So muss das Wort beim Ablegen beispielsweise laut vorgelesen werden oder es dürfen reihmende Wörter eingeworfen werden, auch wenn man nicht am Zug ist. Ganz Fortgeschrittene müssen beispielsweise Sätze aus den letzten Wörtern bilden um die Phantasie zu fördern.

Die Buchstaben sind dabei natürlich nicht gleich verteilt sondern folgen der natürlichen Verteilung. Das V kommt selten vor, die Buchstaben X und Y als Anfangsbuchstaben gar nicht. Zusätzlich sorgen Sonderkarten (Richtungswechsel, Karten ziehen, Joker) für Spielspass. Durch das kleine Format kann das Spiel gut mit auf Reisen oder in die Schule genommen werden.

Fazit: Ein gut gemachtes Lernspiel, das nicht nur Leseanfängern viel Freude bereitet.

Auffinden auf der Messe: Halle CBB, Stand 303

Wort-Mau-Mau - Kurzübersicht

Für wen: Leseanfänger, Kartenspieler
Preis: ca. 10 Euro
Spieler: 2 - 10 Personen
Alter: ab 6 Jahren (Leseanfänger)
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Lernspiel, Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Isolde v. Knobloch
Verlag: 1A Spiele-GmbH
Bezugsquelle: Onlineshop

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_10_euro lernspiel

24.10.06

Spielvorstellung: Seenot im Rettungsboot

Seenot im Rettungsboot Das Schiff ist am Sinken, Matrosen und Steuermänner sind in den Rettungsbooten und steuern die rettenden Inseln am Rande des Horizonts an. Doch es werden wohl nicht alle ankommen, die Boote sind morsch und gefährliche Riffe liegen auf dem Weg.

Nachdem alle Leute in den Booten sind, geht es los. In jeder Runde gibt es in einem Boot einen Wassereinbruch. Welches Boot es trifft, wird nach einer kurzen Verhandlungsrunde (wie bei allen Entscheidungen in diesem Spiel) per Abstimmung festgestellt. Sollte in dem Boot noch ein freier Platz sein, ist das nicht weiter problematisch. Falls aber kein freier Platz mehr vorhanden ist, stimmen die Bootsinsassen ab, wer über Bord geht. Spätestens jetzt sollte jeder Mitspieler das Spiel nicht allzu ernst nehmen, das Ärgerpotential ist hoch, und wer seine Matrosen zur Insel bringen will, nimmt kaum persönliche Rücksichten.
Auch welches Boot ein Stück weiter fährt, wird abgestimmt. Immerhin darf man dreimal im Spiel mit Hilfe des Kapitäns versuchen, die Abstimmung aufzuheben, was aber nur funktioniert, wenn man als einziger einen Kapitän einsetzt. Zuletzt steigen die Seeleute um, da es einem vielleicht mit den Mitfahrern etwas mulmig wird oder zu viel Wasser im Boot ist, man also hofft, in eine aussichtsreichere Position zu kommen.
Nachdem alle Boote angekommen oder unterwegs gesunken sind, gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten für die geretteten Seeleute.

Das Spiel ist nicht neu, sondern eine unveränderte Neuauflage von "Rette sich wer kann" (leider war dieser Titel aktuell bereits vergeben). Auch wenn es also schon 13 Jahre alt ist, dieses Spiel hat die Neuveröffentlichung verdient, in unseren Spielrunden kommt es seitdem immer wieder auf den Tisch, hat es doch von seinem Spielreiz (bevorzugt für 5-6 Spieler) absolut nichts verloren. Und in welches Boot machen wir als nächstes ein Loch? :-)

Seenot im Rettungsboot - Kurzübersicht

Für wen: wer sich und andere gerne ärgert
Preis: 35,-
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 90 min
Typ: Ärgerspiel, Verhandlungsspiel
Glücksfaktor: ohne
Autor: Ronald Wettering
Verlag: Argentum Verlag
Bezugsquelle: Direktbezug, Versandhandel, Spielehandel
Vorgänger: 1993 "Rette sich wer kann"

Tags: spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 25_bis_50_euro gluecksfaktor_ohne Ärgerspiel Verhandlungsspiel

10.10.06

Spielerezension: In 80 Tagen um die Welt

Brettspiel: In 80 Tagen um die Welt Es dürfte wohl kaum jemanden geben, der den berühmten Roman Reise um die Erde in 80 Tagen. von Jules Verne nicht kennt. Zu diesem Literaturklassiker gibt es nun auch eine Umsetzung als Brettspiel, die letztes Jahr in die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2005 aufgenommen wurde.

Wie in der Romanvorlage ist das Ziel der Spieler die Erde mit Transportmitteln des endenden 19. Jahrhunderts die Erde in weniger als 80 Tagen zu umrunden. Dabei kürzt das Spiel diese 80 Tage auf eine spielgerechte Stunde. Auch die Reiseroute entspricht der im Buch geschilderten Route wobei dem Spieler auch Reisemittel zur Verfügung stehen, die in der Vorlage keine Erwähnung finden.

Der Spielverlauf besteht darin das die Spieler in jeder Runde reihum Tätigkeiten vornehmen um ihre Reise voranzutreiben oder die der anderen Spieler durch geschickten Einsatz des Inspektors Fix zu verzögern. Dazu sind pro Etappe Reisekarten abzulegen, die die jeweilige Reisedauer festlegen. Diese wird am Spielfeldrand protokolliert. Interessant ist dabei die Idee, das nicht zwangsläufig derjenige Spieler gewinnt, der zuerst London erreicht sondern der, der hierfür auf seiner Zeitleiste die wenigsten Tage benötigt hat.

Neben dem Reisen müssen die Spieler auch noch geschickt ihr Geld verwalten und ihre Ereignisskarten einsetzen um ihr Reisezüge in möglichst wenigen Tagen durchzuführen. Zusätzlich können Teile der Reise im Ballon durchgeführt werden wobei die Reisedauer mit einem Würfel ermittelt wird. Dies ist neben der beeinflussbaren Kartenverteilung aber der einzige Glücksfaktor im Spiel, so dass es sich gut für Denker und Strategen eignet. Die Spielregeln sind in einer zunächst kompliziert wirkenden Spielanleitung verständlich erklärt. Sobald man diese aber einmal verstanden hat sind die Regeln klar und leicht nachvollziehbar.

Auch die Umsetzung der Spielidee gefällt hier. Sowohl die Spielkarten als auch der Spielplan und sogar der Würfel sind zeitgenössische gestaltet. Lediglich die Verpackung des Spiels passt nicht zum restlichen guten Eindruck. Die Innenaufteilung passt nicht zum Spielmaterial, so dass dieses unnötig lose im Karton liegt und beim Transport schnell durcheinander gerät.

In 80 Tagen um die Welt - Kurzübersicht

Für wen: Abenteurer, Literaten
Preis: 20-30 Euro
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: Nominierungsliste "Spiel des Jahres" 2005
Typ: Reisespiel
Glücksfaktor: gering bis mittel
Autor: Michael Rieneck
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_wenig etwa_25_euro reisespiel verlag:kosmos

18.01.06

Munchkin

Munchkin Munchkin richtet sich hauptsächlich an Rollenspieler, weil es eine Parodie desselben ist. Wie der Name schon sagt, sind die Spieler Munchkins, also Rollenspieler, die die Regeln bis übers Maximum ausreizen um Vorteile vor den anderen Spieler zu haben. Der Hauptgag des Spiels ist es also, dass alles verzichtet wird, das Rollenspiele interesant macht, und es nur noch darum geht, vor allen anderen Stufe 10 zu erreichen. Dafür ist nun aber fast jedes Mittel recht und jede Regel darf gebeugt werden.

Jeder Spieler braucht ein wenig Platz vor sich und eine Möglichkeit sich seine Stufe zu notieren. Die Stufe ist zu Beginn 1 und steigt im Laufe des Spiels. Das eigentliche Spiel besteht aus 2 Arten von Karten, nämlich Dungeonkarten und Schatzkarten. Wobei die Dungeonkarten Monsterkarten, Flüche und Bonuskarten enthalten können, während die Schatzkarten meist Ausrüstung darstellen. Diese Ausrüstung hilft den Spielern im Kampf, indem sie dafür die Stufe erhöht.

Ein Spielzug ist eigentlich sehr einfach. Der Spielzug beginnt, damit dass der aktive Spieler den nächsten Raums des Dungeons betritt. Um genau zu sein, deckt er eine Dungeonkarte vom Stapel auf. Wenn es eine Bonuskarte ist, zieht der Spieler sie einfach. Sollte ein Fluch aufgedeckt werden, so erleidet der Spieler die Effekte. Bleibt schliesslich die Möglichkeit ein Monster aufzudecken, in diesem Fall muss der Spieler kämpfen. Dabei werden eigentlich nur die eigene Stufe und die Stufe des Monsters verglichen, derjenige mit der grösseren Stufe gewinnt.
Dies ist die Gelegenheit für alle Mitspieler mitzumischen und mithilfe eigener Karten Monster oder Spieler zu verstärken , oder auch dem aktiven Spieler Hilfe anzubieten.
Irgendwann wird absehbar, wer gewinnen wird, sollte dann der Spieler verlieren, so muss er fliehen. Aber eine Flucht ist auch gefährlich und so kann ihm das Monster "Schlimme Dinge" antun. Das kann alles nichts über Stufenverlust bis zu Tod (eine bedauerliche Zwischenstation auf dem Weg zum Sieg) bedeuten. Aber der Spieler kann auch gewinnen, das Monster töten, eine Stufe aufsteigen und den Schatz stehlen, also entsprechend viele Schatzkarten spielen.

Es gibt natürlich auch Karten, die die eigene Rasse oder Klasse, also aus Mensch wird Zwerg oder aus Krieger wird Zauberer, ändern können. Ebenso gibt es Ausrüstung, die nur von manchen getragen werden können, wie z.B. kann der Napalmstab nur von Zauberern verwendet werden ( was soll auch ein Krieger mit einem Zauberstab).

Munchkin brilliert vorallem durch die witzigen Karten, die aberwitzigen Situationen und viele kleine versteckte Gags auf dem Bildern der Karten. Leider sind die Regeln teilweise schwammig formuliert, obwohl auch dies einen Teil des Reizes ausmacht, auch diese Regeln bis zum Maximum auszuschöpfen.

Man kann sicher der Meinung sein, dass nach ein paar Spielen, wenn die Karten bekannt sind, der Spass raus ist, aber zumindest mit 3 Spielern ist das nicht wahr. Da das Spiel dann tatsächlich recht zügig spielbar ist, wenn man sich damit abgefunden hat, dass es ein reines Glücksspiel ist.
In grösseren Gruppen zieht es sich manchmal zu lange, vorallem wenn alle auf Blockade spielen.

Munchkin - Kurzübersicht

Für wen: Rollenspieler
Preis: ca. 15 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel, "Rollenspiel"
Glücksfaktor: hoch
Autor:Steve Jackson
Verlag: Pegasus
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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24.12.05

Carcassonne - Spiel des Jahres 2001 (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Carcassonne: Spiel des Jahres 2001 Wie, du hast immer noch kein Weihnachtsgeschenk? Jetzt wird es wirklich kritisch, da muss man sich an (junge) Klassiker halten. Und an Empfehlungen, die auch im normalen Kaufhaus heute noch am 24.12. zu bekommen sind. Daher empfehlen wir euch heute Carcassonne als Weihnachtsgeschenk.

Auch wenn das Spielprinzip eigentlich bekannt sein dürfte hier nochmals eine kurze Übersicht: Die Spieler ziehen reihum Karten, die sie jeweils sofort legen. Ausgehend von einer Startkarte werden dabei jeweils Stadtelemente von Carsassonne, Wege, Kloster und Wiesen aneinandergefügt. Auf der Karte, die gelegt wurde, darf der Spieler einen Gefolgsmann setzen. Jedoch nur dann, wenn auf der entsprechenden Struktur (Stadt, Weg, Wiese) noch kein andere Gefolgsmann gesetzt ist. Abgeschlossene Strukturen geben jeweils Punkte, die vor allem von der Größe der z.B. Stadt abhängen.

Interessant wird Carcassonne vor allem durch die einfachen Regeln und die dennoch vorhandenen zahlreichen Spielmöglichkeiten. Gerade das Setzen eines Gefolgsmanns und Verbinden mit einer großen wertvollen Struktur in einem der nächsten Züge führt unweigerlich zu Konkurrenz- bzw. Teambildung unter den Spielern.

Carcassonne erfreut sich bei einer großen Fangemeinde hoher Beliebtheit und es sind zahlreiche Erweiterungen vorhanden. Über diese werden wir demnächst berichten.

Carcassonne - Kurzübersicht

Für wen: Fans von mittelalterlichen Städten, jeden Spieler
Preis: ca. 12,00 €
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2001, Deutscher Spielepreis 2001
Typ: Legespiel, Strategiespiel
Glücksfaktor: gering bis mittel
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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18.12.05

Trans Amerika (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Trans America spielt im 19. Jahrhundert. Es ist ein leichtes, aber denoch spannendes Spiel für zwischendurch. Wiedereinmal versucht jeder Spieler seine Städte zu verbinden.

Das Spiel wird auf einer Amerikakarte, die in Hexagone unterteilt ist, gespielt und ist in mehrere Runden unterteilt. Zu Rundenbeginn erhält jeder Spieler 5 Städtekarten verdeckt ausgeteilt. Das Ziel ist es nun alle diese Städte an das Schienennetz anzuschliesen. Dann setzt jeder Spieler einen Startstein auf das Feld. Dieser ist der Anfangspunkt des eigenen Schienennetzes. Nun bauen die Spieler nacheinander bis zu 2 Schienenstücke, dabei darf man aber nur an das eigene Schienennetz anbauen. Aber wenn man an eine anderes Schienennetz anschliesst, kann man auch an diese anbauen.

Sobald alle 5 Städte eines Spielers verbunden wurden, muss dieser sich melden und danach wird die Runde gewertet. Dabei erhalten alle Spieler Minuspunkte für nicht angebundene Städte, und zwar soviel wie Schienen für den Anschluss an das Netz notwendig wären. Das Spiel endet, wenn am Ende der Runde eine bestimmte Minuspunktezahl überschritten wird. Gewinner ist dann derjenige, der am wenigsten Minuspunkte gemacht hat.

Trans Amerika - Kurzübersicht

Für wen:
Preis: ca. 15 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Franz-Benno Delonge
Verlag: Winning Moves
Bezugsquelle: Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 etwa_15_euro strategiespiel aufbauspiel xmas2005

16.12.05

Weihnachtsgeschenk für Weinkenner: Welt der Weine

Welt der Weine - Das große Quiz zum Thema Wein Als zweites Spiel für Weinkenner möchten wir euch heute Welt der Weine - Das große Quiz zum Thema Wein vorstellen. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um ein klassisches Quizspiel.

Die bis zu sechs Spieler ziehen dabei ihre Spielsteiner in Form von Weinflaschen auf einem Spielfeld. Je nachdem auf welchem Feld der Spieler zum Stehen kommt wird im eine Frage gestellt bzw. er darf seinen Mitspielern eine Frage stellen. Dabei stehen fünf nach Ländern sortierte Themenbereiche mit insgesamt 900 Fragen zur Verfügung. Auf jeder Fragekarte stehen drei verschiedene Schwierigkeitsstufen zur Auswahl. Richtig beantworte Fragen werden mit Punkten belohnt, für falsche Antworten gibt es Punktabzüge. Sieger des Spiels ist der erste Spieler mit 13 Punkten.

Ideal lässt sich das Spiel durch begleitende Fragen zu echten Weinproben, die den Spielern gereicht werden, ergänzen. Entsprechende Vorschläge finden sich auch in der Spielanleitung.

Welt der Weine - Kurzübersicht

Für wen: Weintrinker
Preis: ca. 35,00€
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 18 Jahren
Spieldauer: ca. eine Stunde
Auszeichnungen: -
Typ: Triviaspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Cornelia Rist und Klaus Zoch
Verlag: Huch Verlag
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 triviaspiel etwa_30_euro xmas2005

15.12.05

Prozessor-Quartett von Intel

Quartette lassen sich dank der einfachen Spielregeln und einfachen Grundidee sehr leicht an diverse Themen anpassen. Erst kürzlich haben wir euch ja das Quartett für Erwachsene vorgestellt. Diese Möglichkeiten nutzen natürlich auch Firmen und so gibt es nun ein Quartett mit Intelprozessoren, die jeweils in den Bereichen Taktfrequenz, Bustakt, Herstellungsprozess, Chip-Größe, Kernspannung, Transistoranzahl, adressierbarer Speicher und Cache-Größe verglichen werden. Das Spiel ist leider (noch) nicht käuflich zu erwerben, aber bei ComputerBase kann man eines von vier Exemplaren gewinnen.

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 quartett

13.12.05

Metro (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Metro von Queen Games In Metro bauen die Spieler an der Pariser Metro. Jeder Spieler hat seine eigenen Bahnhöfe und versucht die lukrativstens, also längsten Strecken besitzt.

Zu Beginn setzen alle Spieler ihre Züge auf das Spielfeld. Dadurch wird eine faire Startposition gewährleistest. Ausserdem erhält jeder Spieler ein Schienenplättchen. Die Spieler kommen reihum zum Zug. Dabei darf man ein Schienenplättchen ein an einen Bahnhof oder an schon vorhandene Schienenplättchen anlegen. Dabei muss man gut abwägen, ob man eigene Schienenstrecken verlängern oder andere verkürzen will, und ob man damit nicht einem dritten Spieler zu viel hilft. Das Schienenplättchen, das man legt, ist entweder das Verdeckte, das man schon hat, oder (falls diesen einem nicht gefällt) ein zufälliges aus dem Stapel. Falls man das eigene Plättchen wählt, zieht man am Ende natürlich eines nach.

Jedesmal wenn eine Bahnlinie geschlossen wird, also ununterbrochen von einen Startbahnhof wieder am Rand oder in der Spielfeldmitte endet, so wird die Strecke gewertet. Dabei wird die Strecke abgelaufen und jeder Schritt zählt einen Punkt. Daher kann man mit raffinierter Bauweise auch Plättchen mehrfach zählen lassen, indem man diese über Schleifen mehrfach durchläuft. Ausserdem werden die Punkte verdoppelt, wenn die Bahnstrecke in der Mitte endet.

Das Spiel endet, wenn es keine freien Plätze mehr auf dem Spielfeld gibt. Der Spielplan ist so konstruiert, dass dann auch alle Strecken wieder an einem Bahnhof enden und daher gewertet wurden. Die höchste Punktezahl gewinnt wiedereinmal das Spiel.

Metro - Kurzübersicht

Für wen: Eisenbahnfans, Planer, Städtebauer
Preis: ca 20 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Anlegespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Dirk Henn
Verlag: Queen Games
Bezugsquelle: Spieleoffensive, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 spieler_6 etwa_20_euro taktikspiel aufbauspiel brettspiel xmas2005

11.12.05

Survival - Das Spiel (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Survival - Das Spiel Wie überlebe ich in Extremsituationen? Eine spielerische Antwort hierauf findet Survival - Das Spiel. Dabei bezieht sich "spielerisch" jedoch mehr auf das Spiel und nicht auf die vorgestellten Situationen.

Bis zu zehn Spieler können an dem Spiel teilnehmen und müssen dabei für 440 Extremsituationen entscheiden, wie sie sich verhalten würden. Wer richtig liegt wird belohnt, liegt man falsch erhalten die Gegner die Punkte. Pro Situation stehen dabei drei Verhaltensmöglichkeiten zur Auswahl, aus denen man eine auswählen muss.

Ein paar Beispiele für die Extremsituationen, in denen man sich richtig verhalten sollte: Wie überlebst du einen Haiangriff? Oder wie verhinderst du den der Krokodile? Auch ein Sturz in eine Gletscherspalte will überlegt werden. Es bleibt den Spielern also zu wünschen, die im Spiel erworbenen Überlebenskentnisse nie in der Praxis umsetzen zu müssen...

Survival - Das Spiel - Kurzübersicht

Für wen: Extremurlauber, Überlebenskünstler
Preis: 15,00€
Spieler: 2-10 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 1 Stunde
Auszeichnungen: -
Typ: Triviaspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: -
Verlag: University Games
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele triviaspiel etwa_15_euro xmas2005

03.12.05

Ohne Furcht und Adel (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Ohne Furcht und Adel: Kartenspiel für bis zu 7 Spieler Ohne Furcht und Adel ist ein Kartenspiel für bis zu 7 Spieler und damit auch in größeren Spielrunden spielbar ohne langweilig zu werden. Rundenweise schlüpfen die Spieler in verschiedene Rollen, nehmen deren Sonderfähigkeiten wahr und versuchen möglichst prächtige Gebäude zu bauen. Dabei hat man die Wahl von König über Händler bis zum Meuchler, also alles was im Mittelalter zu haben war. Dabei versucht man möglichst viele Gebäude zu errichten, da diese Siegpunkte bringen, derjenige mit den meisten davon gewinnt natürlich.

Zu Beginn der Spielrunde wählen die Spieler nacheinander verdeckt eine Rolle, man weiß also in diesem Stadium nicht, wer welche Rolle gewählt hat. Danach kommen die Spieler zum Zug. Zu Beginn seines Zuges kann der Spieler sich aussuchen, ob er zwei Gold oder eine Gebäudekarte erhalten möchte. Dann nutzt er die Spezialfähigkeit seiner Rolle. Hierbei gibt es mehrere Rollen, die von bereits gebauten Gebäuden profitieren, aber zum Beispiel auch Meuchler und Dieb. Der Meuchler kann eine Rolle aussetzen lassen und der Dieb darf jemand das Gold klauen.

Das Spiel endet nachdem der erste Spieler sein achtes Gebäude errichtet hat, aber die Runde wird noch fertig gespielt. Danach werden die Siegpunkte gezählt, wobei der, der als erste achte Gebäude hatte, natürlich einen Bonus erhält.

Ohne Furcht und Adel: Kurzübersicht

Für wen: große Familien, echte Adelige, Leute mit den Namen König, Kaiser, Graf, etc.
Preis: ca. 11,00 €
Spieler: 3-7 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: Bestes Kartenspiel 2000, Nominiert für Spiel des Jahres 2000
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Bruno Faidutti
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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01.12.05

Spiel des Jahres 1993: Bluff (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Würfelspiel Bluff: Spiel des Jahres 1993 Bluff ist ein Spiel für 2 bis 6 Spieler, das seinem Namen alle Ehre macht. Daher ist es besonders empfehlenswert für Spieler, die ein gern ein höheres Risiko eingehen oder gut bluffen können. Durch die leichten Regeln und die kurze Spielzeit kann man es aber auch sehr gut zwischendurch als Auflockerung spielen.

Zu Beginn erhält jeder Spieler einen bestimmte Anzahl an Würfeln ( je nach Spielerzahl) und einen Würfelbecher. Alle würfeln einmal und lassen das Ergebnis verdeckt liegen. Dann gibt der Startspieler eine Vermutung an, wie oft eine bestimmte Augenzahl mit allen Würfeln mindestens erreicht wurde. Der Nächste muss dann die Anzahl erhöhen (und auch die Augenzahl ändern) oder anzweifeln, dass so viele Würfel diese Augenzahl anzeigen.

Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, haben die Würfel statt der 6 ein Jokersymbol. Diese werden bei allen anderen Zahlen natürlich hinzugezählt. Sollte schließlich jemand seinem Vorgänger die genannten Zahlen nicht mehr glauben, so zweifelt er an und alle Würfelbecher werden aufgedeckt. Wer im Unrecht war, verliert dann Würfel, abhängig von der Differenz zwischen tatsächlich erreichten und der getippten Anzahl der Würfel.

Sieger ist natürlich derjenige, der am Ende noch mindestens einen Würfel besitzt.

Bluff: Kurzübersicht

Für wen: Statistiker, "Pokerspieler"
Preis: ca. 23,00 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1993
Typ: Würfelspiel, Statistikspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Richard Borg
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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29.11.05

Das Motorsportspiel (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Das Motorsportspiel: Typische Rennsituation mit DTM-Modellen

Die heutige Empfehlung als Weihnachtsgeschenk ist ein ganz besonderes Spiel für Motorsportfreunde. Mit dem Motorsportspiel kann jeder Spieler echtes Rennfieber im Maßstab 1:64 erleben.

Gespielt wird auf extra großen Spielfeldern (150x80cm), die reale Rennstrecken wie den Hockenheimring abbilden. Gezogen werden die DTM- bzw. Formel-1-Wagen anhand von geworfenen Augenzahlen. Allerdings dürfen Kurven nur mit kleinen Augenzahlen befahren werden - wer zu hoch würfelt fährt zu schnell und landet im Kiesbett. Allerdings greift hier das Würfelprinzip, dass wir auch schon beim Spiel Taxi and the city vorgestellt haben: Jeder Würfel darf umgedreht werden, so dass sich bei drei Würfeln immer eine Menge verschiedener Zugkombinationen möglich sind. Einer der drei Würfel ist zudem ein Spezialwürfel, der nur die Zahlen 1 bis 3 umfasst, und die Spieler dürfen die Anzahl der verwendeten Würfel selbst festlegen.

Übermütiges Fahren wird mit Strafpunkten belegt, die in der Box des Spielers gesammelt werden. Sind zu viele Strafpunkte vorhanden müssen diese durch einen Stopp an der Box ausgelöst werden-

Diese variantenreichen Zugmöglichkeiten machen das Spiel spannend und mindern das Würfelglück ziemlich stark. Jüngere Spieler, die diese Regeln noch nicht verstehen bzw. anwenden können, können natürlich auch einfach mit einem Würfel spielen und einfach die geworfene Augenzahl ziehen.

Eine sehr interessante Spielidee, die sowohl Spielfreunde als auch Motorsportfans gleichermaßen zu fesseln vermag. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass mit diesem Spiel auch ganze Turniere ausgetragen werden.

Das Motorsportspiel - Kurzübersicht

Für wen: Motorsportfans, jüngere Spieler
Preis: ab 30,00 € (je nach Ausführung, Material und Zusatzstrecken)
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: 1-3 Stunden
Auszeichnungen: -
Typ: Simulationsspiel, Strategiespiel, Würfelspiel
Glücksfaktor: gering, da beeinflussbar
Autor: Peter Steinke, Martin Wieland
Verlag: PMS Games
Bezugsquelle: Online-Shop

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28.11.05

Ausgerechnet Buxtehude (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Ausgerechnet Buxtehude - Ein geografisches Quizspiel quer durch Deutschland Wo bitte liegt Buxtehude? Und ist München nun östlich oder westlich von Berlin? Diese geografischen Fragen zur Lage deutscher Städte sollten die Spieler von "Ausgerechnet Buxtehude" beantworten können. Wenn nicht, wird man es während des Spiels schnell lernen.

Ziel des Spiels ist es Karten mit verschiedenen Städten aus Deutschland relativ zueinander in die korrekte Position zu bekommen. Der Reihe nach werden Karten zu den bereits ausgelegten Karten hinzugefügt. Jeder Spieler hat die Wahl eine weitere Karte einzufügen oder die korrekte Zuordnung der bereits ausgelegten Karten anzuzweifeln. Liegt er damit richtig bekommt er einen Spielchip, andernfalls muss er einen abgeben. Sieger des Spiels ist wer am Schluss die meisten Spielchips sammeln konnte. Dabei spielt nicht nur ein gutes geografisches Wissen sondern auch ein gutes Pokerface eine wichtige Rolle. Denn nur so merken die Mitspieler die Unsicherheit beim Anlegen nicht...

Einige Karten enthalten statt Städtenamen bekannte Sehenswürdigkeiten aus den Städten wie etwa den Zwinger aus Dresden. Bei diesen muss also nicht nur eine korrekte geografische Zuordnung sondern auch eine Zuordnung der Sehenswürdigkeit zur Stadt vorgenommen werden. Dies erweitert den Lerneffekt des Spiels zusätzlich.

Im Prinzip handelt es sich um eine clevere Umsetzung der Spielidee hinter Anno Domini in zwei Dimensionen. Einziger Wehrmutstropfen: Es wäre schön, wenn auf jeder Karte zur Zuordnung nicht nur die geografische Breite und Länge angegeben wäre sondern auch eine kleiner Deutschlandkarte mit einer Markierung der Stadt abgebildet wäre.

Alles in allem ein nettes kleines Spiel, das sich gut als Weihnachtsgeschenk oder auch schon vorher zum Nikolaus eignet.

Ausgerechnet Buxtehude - Kurzübersicht

Für wen: Erdkundelehrer, Triviaspieler
Preis: ca. 12,00 €
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: etwa 20 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Triviaspiel, Kartenspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Bernhard Lach, Uwe Rapp
Verlag: Huch & friends
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 triviaspiel etwa_10_euro gluecksfaktor_ohne

09.11.05

Spiel des Tages: Anno Domini "Erfindungen"

Kartenspiel Anno Domini ErfindungenHeute ist Tag der Erfinder. Passend dazu unsere heutige Spielevorstellung: Anno Domini Erfindungen.

Das Spielprinzip von Anno Domini ist vergleichsweise einfach: Jeder Spieler erhält neun Karten, die er offenen vor sich auslegt. Dabei darf kein Spieler einen Blick auf die Rückseite der Karten erhaschen. Denn oben auf der Karte steht eine Erfindung (z.B. "Erfindung der Sicherheitszündhölzer"), die später zeitlich einzuordnen ist. Auf der Rückseite steht die korrekte Lösung und ggf. weitere interessante Informationen. Insgesamt gibt es 336 Karten.

Zum Spielbeginn wird eine einzelne Karte ausgelegt und laut vorgelesen. Nun legen der Reihe nach alle Spieler eine ihrer Karten hinzu, wobei die zeitliche Reihenfolge der Ereignisse eingehalten werden sollte. Anstatt eine Karte anzulegen kann der Spieler auch die Korrektheit der bislang ausgelegten Reihe anzweifeln. Liegt er damit richtig, bekommt der vorherige Spieler drei Karten vom Stapel dazu, liegt er falsch bekommt er selbst zwei Karten. Die aufgebaute Zeitlinie wird nun beiseite gelegt und eine neue Startkarte ausgelegt.

Gewinner des Spiels ist, wer zuerst alle Karten losbekommen hat. Dazu ist nicht nur eine gute Allgemeinbildung erforderlich sondern auch ein gutes Pokerface beim Platzieren von Karten, bei denen man sich gar nicht sicher ist.

Preis: ca. 10,00 €
Spielerzahl: 2-10 (ideal 3-6)
Spieletyp: Kartenspiel, Wissensspiel, Lernspiel
Spieleralter: ab 10 Jahren
Glücksfaktor: ohne
Bezugsquelle: Spielehandel, Amazon

Von Anno Domini gibt es auch noch andere Themenpakete mit jeweils 336 Karten, die mit diesem gemischt werden können. Diese sind: (Stand November 2005)
ANNO DOMINI Originalfassung (Zeitgeschehen)
Komplettset - alle 16 Sets
Sex und Crime
Deutschland
Flops
Im Namen des Gesetzes
Lifestyle
Frauen
Kirche und Staat
Kunst
Natur
Sachsen
Sport
VIP
Schweiz
Münzen
Seefahrer und Flieger

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele triviaspiel etwa_10_euro

01.11.05

Pindoo (Giseh Verlag)

Pindoo

Pindoo ist wie Giseh ein Taktikspiel aus dem Giseh Verlags (Stand 6.1.246). Es wird auch einem sechseckigen Spielbrett von zwei bis sechs Spielern gespielt. Ziel ist es dabei mehr als die Hälfte der eigenen Steine in das gegenüberliegende Dreieck zu bewegen.

Pro Zug wird mit zwei Würfeln gewürfelt und die gewürfelte Augenzahl wird mit einem bzw. zwei Steinen gezogen. Dabei bis zu drei Steinen auf einem Feld übereinander stehen. Dabei kann man Gegner blockieren, indem man die eigenen Steine auf die gegnerischen setzt. Ein Turm aus drei Steinen darf beim Ziehen nicht übersprungen werden. Als Zugrichtungen sind Geraden bzw. konzentrische Sechsecke vorgegeben.

Beim Spiel mit zwei Spielern bietet das Spiel Giseh aus unserer Sicht mehr Spielspaß, da hier das Würfelglück keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Allerdings können wir uns gut vorstellen, dass die Spielvarianten mit mehreren Spielern deutlich mehr taktische Möglichkeiten bieten.

Stand: 6.1.246
Listenpreis: Pindoo Bubble 39,95€ / Pindoo Holz 49,95€
Spielerzahl: 2-6
Spieletyp: Taktikspiel
Spieleralter: ab ca. 8 Jahren (unser Angabe)
Glücksfaktor: relativ hoch
Bezugsquelle: Online-Shop

Foto: Pressematerial des Giseh Verlags

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 25_bis_50_euro taktikspiel verlag:giseh

Neuauflage eines Klassikers

Das Spiel Illuminati ist in Kennerkreisen ein echter Klassiker. Hier auf der Messe haben wir eine Neuauflage entdeckt: Diese ist auf Deutsch übersetzt und beinhaltet sowohl alle Erweiterungen der ursprünglichen Version als auch einige neue Karten. Das Spielgeld ist etwas stabiler als bei der englischen Version aber leider immer noch aus Pappe.

Illuminati spielt man mit zwei bis sechs Spielern, ein Spiel dauert ein bis drei Stunden.

Die Neuauflage findet für 25€ (Messepreis, sonst 29€) ihr an einem - passender Weise - unnumerierten Stand der Firma Spieltraum hinter dem Stand 6.0.114.

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 klassiker spieler_5 spieler_6 25_bis_50_euro

30.10.05

ARBOS, das Baumspiel (Geschicklichkeitsspiel)

Das Baumspiel

Gestern habe ich hier auf der Messe ein Baumspiel entdeckt und der Garten-Bloggerin versprochen, hier darüber zu berichten. Das mache ich nicht nur, weil ich es versprochen habe, sondern auch, weil es sich um ein sehr schönes Geschicklichkeitsspiel handelt:

Bei dem Spiel Arbos geht es darum basierend auf einem Stamm durch Einstecken von Ästen und Blätter einen Baum zu bauen. Dazu erhält jeder Spieler einen identischen Vorrat an Baumelementen, die er im Verlauf des Spieles an den Baum anstecken muss. Nur wer dabei geschickt genug und mit ruhiger Hand vorgeht, schafft das, ohne das Teile des Baums herunterfallen. Wenn das dennoch passiert, muss der Spieler alle heruntergefallenen Teile in den Vorrat der eigenen Baumteile aufnehmen.

Sieger des Spiels ist, wer als erster alle Teile aus seinem Vorrat aufgebraucht hat. Dabei bringen Spielkarten auf Wunsch einen zusätzlichen Glücksfaktor mit in das Spiel. Diese enthalten beispielsweise Anweisungen mehrere Teile auf einmal zu setzen (was gut oder schlecht sein kann), die Anweisung Teile aus dem Spielvorrat mit anderen Spielern zu tauschen oder die Möglichkeit einen anderen Spieler aufzufordern ein bestimmtes Teil am Baum an eine bestimmte neue Stelle umzusetzen. Ein weiterer Faktor im Spiel ist der Stamm, der verändert werden kann, so dass er beim Spielbeginn selbst schon gar nicht gerade steht.

Die Spielidee und die schöne Ausführung aus Holz haben auch die Juroren des Spiel des Jahres überzeugen können. Das Spiel erhielt daher im Jahr 2000 einen Sonderpreis in der Kategorie "Kinderspiel".

Stand: 6.1.002
Listenpreis: 29,00€
Spielerzahl: 1-8 Personen
Spieletyp: Geschicklichkeitsspiel
Spieleralter: ab 6 Jahren
Glücksfaktor: nur beim Spiel mit Spielkarten geringfügig vorhanden
Bezugsquelle: Amazon, Hersteller

Foto: Hersteller

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 spieler_viele kinderspiel spieler_1 gluecksfaktor_ohne holzspiel geschicklichkeitsspiel

29.10.05

Spielvorstellung: Taxi and the city

Taxi and the city - Gesellschaftsspiel

Unser erster Messebeitrag ist eine Spiele-Neuvorstellung: Das Simulationsspiel Taxi and the city von DiceBoxx wurde erstmalig auf der Essener Spielemesse vor zwei Wochen vorgestellt.

Die Spieler agieren als Taxifahrer in einer Stadt, die auf dem Spielplan abgebildet ist. Zur Zeit gibt es als erste Spielvariante die Stadt Wiesbaden mit stadttypischen Straßenverläufen und Gebäuden wie dem hessichen Landtag. Diese Fahrtziele sind auch auf den Spielkarten als Fotos abgebildet. Als Taxifahrer muss der Spieler Fahraufträge übernehmen oder anderen Spielern wegschnappen. Pro Fahrt gibt es einen Verdienst, der über zusätzliche Ereigniskarten erhöht (Trinkgeld) oder vermindert (geblitzt worden) wird.

Die Straßen sind in Felder unterteilt, die man anhand der Würfelaugen in jedem Zug ziehen darf. Dabei wird mit bis zu drei Würfel (davon einer mit nur Augen 1 bis 3) gewürfelt. Um das Würfelglück stark einzuschränken dürfen Kurven und die Fußgängerzone nur mit Werten bis zu 3 befahren werden. Dazu dürfen die Würfel auch umgedreht werden, d.h. aus einer 1 wird eine 6, so dass dem Spieler extrem viele Zugkombinationen zur Auswahl stehen.

Wir haben einige Runden des Spiels mit einem der Entwickler gespielt und man merkt, dass die Entwickler beide früher auch Taxi gefahren sind. Faktoren wie der Straßenverlauf, Fahrgastwünsche und Folgeaufträgen lassen einen realitätsnahen Spieleindruck entstehen. Echten Taxifahrern wie dem Taxiblogger dürfte dieses Spiel sicher gefallen.

Taxi and the city - Kurzübersicht

Preis: 29,50€
Spieler: 2-6 Personen
Alter: Ab 10 Jahren
Für wen: Taxifahrer
Typ: Simulationsspiel, Strategiespiel
Glücksfaktor: relativ hoch jedoch stark beeinflussbar
Bezugsquelle: Beim Hersteller DiceBoxx erfragen

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_wenig etwa_30_euro brettspiel simulationsspiel

Information

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