Spiel des Jahres 1998: Elfenland

Dieses Spiel habe ich mir schon gekauft, als es damals direkt herauskam. Jetzt wurde es vom Verlag neu aufgelegt, nachdem es jahrelang nur noch gebraucht erhältlich war. Zum Spiel: 2-6 Spieler reisen als Elfenschüler durch das Elfenland und sollen alle 20 Städte bereisen und die dortigen Spielersteine einsammeln. Doch Reisen darf man nur mit den vorhandenen Transportmitteln, von denen jeder Spieler in jeder der 4 Runden 8 Karten auf der Hand hat. Doch die elfischen Reisemittel (Wildschwein, Elfenwagen, Drache, Wolke, Einhorn und Floss) können nicht überall verwendet werden. Beispielsweise kann die Wolke nicht über die Wüste reisen. Schwierig wird es, da nur Wege verwendet werden können, auf denen auch Transportplättchen liegen. Zu Beginn jeder Runde ziehen die Spieler 4 Transportplättchen und legen diese im Verlauf reihum aus. Legt der Mitspieler ein Wildschwein auf den Weg, den ich mit einem Elfenwagen befahren wollte, kann ich entweder umplanen und hoffen, ein Wildschwein in den Handkarten zu besitzen, ich kann Karawane fahren (3 beliebige Handkarten) oder eine andere Route wählen. Da ich aber immer mehr Karten als Plättchen zur Verfügung habe, müssen Kompromisse geschlossen werden. Erschwerend kommen dann noch mögliche Hindernisse zum Tragen, die die Kosten um 1 erhöhen.
Insgesamt ein sehr kommunikatives Spiel, das trotz immer gleichen Spielprinzips immer wieder Abwechslung garantiert. Zwar ist es ab 2 Spielern spielbar, doch je mehr Spieler, desto schöner und spannender wird das Spiel. Auch die mitgelieferten Spielvarianten liefern Abwechslung. Sehr zu empfehlen die Version mit den unterschiedlichen Zielstädten, hier wird jede Stadt, die man zuletzt von dort entfernt ist, von den erreichten Punkten abgezogen. Hierdurch wird das Spiel noch taktischer.
Elfenland - Kurzübersicht
Preis: 20,- bis 25,- €
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: (45-) 60 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1998, Bronze Deutscher Spielepreis 1998, spiel gut
Typ: Fantasie, Kommunikativ, Reise
Glücksfaktor: vorhanden
Autor: Alan r. Moon
Verlag: Amigo
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel
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Seit gestern stehen sie fest, die Preisträger des Spiel des Jahres 2009. Und in diesem Jahr hat mein Favorit gewonnen, obwohl nach den Preisvergaben der letzten Jahre eher mit Finca zu rechnen war (dass es ein Quiz- oder kooperatives Spiel würde, hielt ich nicht für wahrscheinlich). Nachdem in den letzten Jahren das Gewicht eher auf leichter Kost lag, diesmal also ein Spiel, das zwar nur wenige Regeln hat, aber der Einstieg in das Spiel ist wegen des neuartigen Spielmechanismus nicht ganz so einfach. Immerhin hat der Verlag in der 2. Auflage die Regeln mit einem ausführlichen Spielbeispiel versehen. Wird das Spiel erklärt, so haben meine bisherigen Erfahrungen gezeigt, haben auch Gelegenheitsspieler kein Problem damit. Ich vertraue da mal auf den "Siedler-Effekt", damals haben wohl auch die wenigsten Leute die Regeln gelesen, sondern sich von Freunden erklären lassen. Ob Otto-Normalspieler oder die vielzitierte Oma unter dem Tannenbaum dann die ganze Spieltiefe auslotet, ist dann gar nicht so wichtig, lockeren Spielspaß macht es auch dann, wenn keiner auf Optimierung spielt. (Ich bin auch schon Siedler-Spielern begegnet, denen nicht bewusst war, dass die Auswahl der Startsiedlungsorte für den Spielverlauf von Bedeutung ist).




Mit Spannung erwartet, wurde heute die jährliche Nominierungsliste zum Spiel des Jahres veröffentlicht. Meine Favoriten sind wieder mal nicht drauf, es ist auch wieder so, daß ich einige der Spiele noch gar nicht gespielt habe. Das wird natürlich bald nachgeholt.

Sagaland hat sicher einen einfachen Spielablauf, aber ich finde auch nach 25 Jahren hat es vor allem für Familien mit Kindern nichts von seinem Reiz verloren. Folgerichtig hat der Verlag die Altersangabe auch auf sechs Jahre gesenkt.








