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22.07.09

Spielvorstellung: La Città

La CittàEines meiner liebsten Taktikspiele ist wieder erhältlich. Initial bei Kosmos verlegt, wurde es viel zu rasch vom Markt genommen, obwohl es in die Empfehlungsliste des Spiel des Jahres aufgenommen wurde. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Spiel um eine komplexe Simulation von Zivilisationen. Zu Beginn besitzt jeder Spieler zwei Städte. Die vordringlichste Aufgabe ist es nun, die eigenen Bürger mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Hierzu müssen Bauernhöfe gebaut werden. Jedes Castello (der Grundstein der Stadt) liefert Nahrung, wenn er an Nahrungsfelder angrenzt. Diese bieten unterschiedlich hohe Erträge, zwischen 1 und 3. Um leicht zu merken, wie viel Nahrung der entsprechende Spieler zur Verfügung hat, nimmt er sich immer direkt nach dem Bau eines Castillos oder eines Bauernhofes die entsprechende Anzahl Nahrungschips. Diese werden im weiteren Lauf noch wichtig. Steinbrüche an Marmorfeldern liefern Golderträge. Um eine Stadt im Laufe der Zeit wachsen zu lassen, benötigt sie verschiedene Ausbauten wie Marktplatz oder Brunnen.

La CittàDas eigentliche Spiel findet in sogenannten Politikrunden statt. In jedem Jahr gibt es 4 Stimmen des Volkes, von denen 3 verdeckt und nur 1 offen ausgelegt werden. Die Bürger können verschiedene Wünsche haben: Gesundheit, Kultur oder Bildung. Diese werden in verschiedenen Stadtausbauten repräsentiert und sind farblich markiert. Sobald ein Spieler an der Reihe ist, kann er entweder eine Aktionskarte oder eine der offen ausliegenden Politikkarten ausspielen. Aktionskarten ermöglichen einem Spieler den Erwerb von Gold oder den Bau einer neuen Stadt. Alternativ kann hiermit ein einfaches Gebäude (Bauernhof für Nahrung, Steinbruch für Gold, Klosterschule für Bildung, Statue für Kultur, Brunnen für Gesundheit und Stadtwachstum (mehr als 8 Einwohner) oder einen Marktplatz (mehr als 5 Bürger) bauen. Allerdings muß (außer für den Marktplatz) noch ein freier Bürger in der Stadt vorhanden sein, um das Plättchen zu besetzen. Nicht von Bürgern besetzte Gebäude werden am Ende des Jahres abgerissen. Politikkarten ermöglichen den Bau weiterer (auch einfacher) Gebäude, dies ist allerdings in der Regel mit Goldkosten verbunden. Oder man kann sich für Gold weitere Bürger kaufen, um weitere zu bauende Gebäude zu besetzen. Alternativ kann mit der Bürgernähe weitere Stimme des Volkes einsehen und dadurch seine Baupläne auf die Wünsche der Bürger abstimmen. Jedes Jahr wird in 5 Runden gespielt.

Am Ende jedes Jahres wird zunächst geprüft, was der Wille des Volkes ist. Sind zwei Städte näher als 2 Felder benachbart, kann es zu einer Völkerwanderung kommen, wenn die benachbarte Stadt in der bevorzugten Eigenschaft (Gesundheit, Bildung oder Kultur) attraktiver ist. Der betroffene Spieler entscheidet, welcher Bürger seine Stadt verlässt - somit auch, welches Gebäude abgerissen werden muss, sobald die Völkerwanderung abgeschlossen ist. Werden Bauernhöfe abgerissen, gehen die entsprechenden Nahrungschips verloren. Im Anschluss werden bei jedem Spieler die vorhandenen Nahrungschips und die Bürger gezählt. Sind mehr Bürger als Nahrung vorhanden, wandern auch hier Bürger ab (in die Schachtel) und der Spieler muss die entsprechenden Gebäude abreißen, die nicht mehr besetzt sind. Jeder Spieler, bei dem es zu einem Verlust von Bürgern kam, muss eine Aktionskarte umdrehen und hat im nächsten Jahr statt 5 nur 4 Runden zur Verfügung. Gespielt wird über 6 Jahre. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Siegpunkte (Bürger, Bonuspunkte) besitzt, bei Gleichstand die Höhe des Goldvorrates.

Das Spiel ist ein sehr taktisches Spiel, das auch sehr komplex zu spielen ist. Ich würde es daher auch nur für fortgeschrittene und Vielspieler empfehlen. Mit einer Spieldauer von etwa 2 Stunden ist es auch recht langwierig. Dennoch sind die komplexen Zusammenhänge, das Abwägen einzelner Bauvorhaben immer wieder spannend und herausfordernd. Das Spiel soll ab 2 Spielern möglich sein, ich persönlich finde es zu viert am angenehmsten zu spielen.

La Città - Kurzübersicht

Für wen: Planer, Taktiker, Viel- und fortgeschrittene Spieler
Preis: ca. 35,-€
Spieler: 2-5 Personen (besser ab 3)
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 2 Stunden
Auszeichnungen: Empfehlungsliste Spiel des Jahres
Typ: Planung, Taktik, Simulation
Glücksfaktor: kaum
Autor: Gerd Fenchel
Verlag: Abacus Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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26.02.07

Spielvorstellung: Venedig

Venedig.jpg Wenn es um Städtebau geht, dann werden zwei Städte besonders gern als Hintergrundthema für Spiele genommen: New York reizt mit den Hochhäusern und Venedig mit einem besonderen Baugrund: den Inseln der Lagune. Bei der Neuheit von Amigo bestehen die Inseln zu Beginn noch überwiegend aus Sumpfgebiet, das im Laufe des Spiels trockengelegt und bebaut wird. Nur einige Gebäude stehen schon weit verstreut herum. Bevor es losgeht ist Verteilarbeit angesagt: auf fast jedes Feld muß ein Sumpfplättchen gelegt werden und von jedem Gebäudetyp wird ein Exemplar auf ein vorgegebenes Feld gestellt. Die Gebäude sind aus Holz und deutlich in Farbe und Form auseinanderzuhalten. Der in der Realität eher kaum vorkommende Grundriß der Basilika liegt wohl am Sechseckraster der Felder, da sie drei Felder benötigt. Die Baukarten werden gemischt und jeder Spieler erhält drei Karten, der Rest bildet den Nachzugstapel.

Wenn man an die Reihe kommt, kann man als erstes durchaus auch mehrere Baukarten ausspielen und damit Gebäude bauen. Die meisten Gebäude (Palazzo, Campo, Ponte und Basilika) benötigen zum Bau drei bzw. vier gleiche Karten. Da man diese selten alle auf der Hand hat, kann man Karten auslegen und so mit dem Bau beginnen. Wer mit dem Bau eines Gebäudes anfängt, bekommt die Baumeisterfigur, die man nur abgeben muss, wenn ein anderer Spieler mehr Karten zu diesem Gebäude auslegt. Man kann sich also auch am angefangenen Bau eines anderen Spieler beteiligen. Das Gebäude setzt dann der Spieler mit dem Baumeister auf freie Felder des Spielplans. Dabei ist zu beachten, wie die Punkte für das Gebäude ermittelt werden: der Palazzo will möglichst freies Gelände drum herum haben, während beim Campo die bereits bebauten Felder zählen. Der Besitzer des Baumeisters erhält die volle Punktzahl, während sich die "Schnorrer" mit der Hälfte der Punkte begnügen müssen. Die Punkte werden mit kleinen Gondeln in den Spielerfarben entlang der Kanäle zwischen den Inseln gezogen. Hier ist die Siegpunktleiste also in den Spielplan integriert und sie erfüllt noch einen weiteren Zweck: steht nämlich die Gondel eines bauenden Spielers am Ufer der Insel, auf dem das Gebäude errichtet wird, bekommt man ein Schatzplättchen. Diese können später in Siegpunkte umgewandelt werden. Der Zeitpunkt dafür ist insofern interessant, da gegnerische Gondeln übersprungen und nicht mitgezählt werden.

Nach dem Ausspielen der Baukarten darf man noch bis zu zwei Sumpfplättchen vom Plan nehmen und so neuen Baugrund für sich aber auch die nachfolgenden Spieler schaffen. Auch die Sumpfplättchen haben einen geringen Goldwert wie die Schatzplättchen, allerdings sind da etwa ein Drittel mit einer Null versehen. Als letzte Aktion darf man entweder eine Karte nachziehen oder, sofern man eine Karte in den offenen Kartenpool legt, drei Karten nachziehen. Karten dürfen dabei aus dem Pool und vom verdeckten Stapel genommen werden. Beim Legen in den Pool gilt allerdings, dass dort keine Karte doppelt liegen darf. Das schränkt bei nur fünf verschiedenen Karten doch gewaltig ein. Überhaupt ist auf das Kartenmanagement das Hauptaugenmerk des Spiels zu richten. Man darf beliebig viele Karten zum Bauen ausspielen, zieht aber in der Regel nur eine Karte nach. Damit man aber im Spiel bleibt, ist es also ratsam, immer eine Karte für den Pool aufzuheben, um dann eben drei Karten zu ziehen. Ganz schlecht ist es, wenn man alle Karten ausspielt oder nur noch eine auf der Hand hält. Da kann es einige Runden dauern, in denen man quasi aussetzt, wenn die einzelne Handkarte nicht irgendwo mitbauen kann oder bereits im Pool liegt. Aber selbst wenn man das Glück hat, mit der eigenen Karte sich immer irgendwo anhängen zu können, bringt das im Schnitt zu wenige Punkte. Es ist schon interessant, wie es dem Autor gelungen ist, die Aktionen, die alle freiwillig sind, so gegenseitig in Abhängigkeit zu bringen, dass sich von selbst eine gewisse Limitierung ergibt, wenn man gut mitspielen will. Man kann aber eben auch mal eine extreme Aktion durchführen, wenn sie viele Punkte bringt, um sich dann mit dem Vorsprung wieder zu regenerieren.

Spätestens nach der ersten Partie sollten alle Spieler das Kartenmanagement auf die Reihe bekommen und dann hat das Kartenglück wieder stärkeren Einfluß. Zwar kann man mit dem Trockenlegen des Sumpfes und dem Aufstellen der Gebäude die freien Bauplätze noch etwas beeinflussen, meist gibt es aber genug Platz. Wem das Glückselement allerdings nichts ausmacht, bekommt ein durchaus spannendes Spiel, das mit der schönen Ausstattung eben auch für Familien geeignet ist.

Venedig - Kurzübersicht

Für wen: Familienspiel für Venedigfreunde
Preis: 27,- Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Bauspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Amigo
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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28.10.06

Spielvorstellung: Salamanca

Salamanca - Ein Spiel für bis zu 5 SpielernAuch aus dem Hause Zoch möchte ich euch heute morgen eine Neuerscheinung vorstellen. Bei diesem taktischen Aufbauspiel ringen die Spieler um Ländereien.

Dabei muss jeder der bis zu fünf Spielern Landparzellen im zentralspanischen Salamanca bewirtschaften und so das Ödland in fruchtbare Gegenden umwandeln, die Punkte bringen. Wer Gegenden mit einem Wert von sieben oder mehr Punkten von einem Gebäude aus kontrolliert erhält dafür am Rundenende Doublonen. Allerdings trüben Plagen wie Ratten das Idell oder Gegner, die den eigenen Grund vergiften. Auch vor bösen Schmarozern, die sich flugs an der eigenen Landschaft beteiligen ist man nie sicher.

Da die Anzahl der Spielsteine zum besetzen begrenzt ist steht auch immer wieder der Verkauf von Gebäuden an. Dabei erhält man Geld je nach Wert der Landschaft. Die Zugreihenfolge wird durch Abgabe von Geboten bestimmt. Das höchte Gebot darf die Runde eröffnen und sich damit z.B. in Besitz wertvoller Landschaftskarten bringen. Mit den Geboten sind aber auch Sondereigenschaften verbunden wie etwas das Versetzen der Plagen.

Das Spiel endet, sobald alle Landschaftskarten ausgespielt sind. Gerade am Schluß ist es notwendig die Gebäude rechtzeitig zu verkaufen. Sieger und damit der neue Herzog von Salamanca wird, wer am Schluß die meisten Doublonen verdient hat.

Salamanca - Kurzübersicht

Für wen: Aufbauspieler, Adelige
Preis: ca. 25 Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Taktikspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Andreas Mack
Verlag: Zoch GmbH
Bezugsquelle: Spielehandel

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26.10.06

Spielevorstellung: Kaivai

Aufbauspiel Kaivai Als erstes Spiel von der Messe möchte ich euch Kaivai vorstellen. Dabei handelt es sich um eine relativ komplexes Aufbauspiel der beiden Brüder Anselm und Helge Ostertag. Spielumgebung sind die polynesischen Inseln mit ihren Fischerhütten, Gottheiten und Festen.

Das Spiel besteht aus insgesamt zehn Runden in denen die Spieler versuchen zu Ruhm zu gelangen. Dieser wird auf der Spiegpunktleiste entlang des Spielfelds aufgetragen. Am Anfang der Runde wird die Spielreihenfolge für diese Runde durch Abgabe von Geboten festgelegt. Dabei richten sich die Baukosten und die Reichweite der Bote nach dem eigenen Gebot.

Anschließend folgt die Aktionsphase, in der jeder Spieler der Reihe nach seine Aktionen durchführt. Darunter fällt beispielsweise das Versetzen des Fischergotts, das Bauen neuer Hütten und das Fischen. Insgesamt stehen sechs verschiedene Aktionselemente zur Verfügung die teilweise durch Geld und Einfluß bezahlt werden müssen. Durch die Aktionen erhält der Spieler wiederum Einflußpunkte, Geld und Fische. Erst wenn alle Spieler keine Aktion mehr durchführen können oder möchten beginnt die nächste Runde.

Am Ende einer Spielrunde greift die Inflation. Dabei verliert das Geld (Muscheln) an Wert und auch bevorrateter Fisch verfällt langsam. Dadurch ist man gehalten seine Geld und Fischbestände nicht zu lange zu horten, da diese zu schnell an Wert verlieren.

Der Spielsieg geht an den Spieler der am Spielende den meisten Ruhm gesammelt hat. Dies passiert während des Spiels durch Feiern von Festen. Durch Versenken fremder Schiffe verliert man allerdings wieder von dem gewonnenen Ansehen. Am Ende des Spiels entscheiden noch Mehrheiten an den Dörfern und verbliebener Einfluss über weitere Siegpunkte.

Insgesamt handelt es sich um ein vielschichtiges und komplexes Spiel, für dessen Verständnis man eine Weile benötigt. Dafür wird es auch bei der langen Spieldauer nicht langweilig.

Auffinden auf der Messe: Halle 6.1 Stand 6.1.002

Kaivai - Kurzübersicht

Für wen: Strategen, Händler, Fischer
Preis: 30 - 35 Euro
Spieler: 3-4 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 90-180 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Handelsspiel
Glücksfaktor: gering
Autor: Anselm und Helge Ostertag
Verlag: Pfifficus-Spiele GbR
Bezugsquelle: Online beim Verlag, Spielehandel

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18.10.06

Spielevorstellung: Die Siedler von Catan - Kampf um Rom

Die Siedler - Kampf um Rom Nein, das ist keine neue Erweiterung für das sicher erfolgreichste Spiel der letzten 10 Jahre, vielmehr ist es ein eigenständiges Spiel, das sich nicht nur aus Marketinggründen des erfolgreichen Namens schmückt, es werden auch viele bekannte Basiselemente aus dem Siedler-Spiel verwendet bzw. variiert. Vergleicht man es mit den bisherigen Erweiterungen, Szenarien und Varianten so könnte man es am ehesten mit einem großen historischen Szenario bezeichnen. Natürlich ist der Hintergrund nicht von der fiktiven Catan-Welt, sondern spielt zu Zeiten der Völkerwanderung im westlichen Teil des römischen Imperiums. Jeder Spieler besitzt einen Reiter- und einen Kriegerstamm, der von Germanien ausgehend, die italienischen Provinzen, Gallien und Spanien überfällt. In der ersten Spielphase werden die römischen Städte nur geplündert, irgendwann erobert ein Stamm eine Stadt, gründet ein Reich, wird sesshaft und dehnt sich dann von Stadt zu Stadt aus.

Kampf um Rom - Kurzübersicht

Für wen: Siedler von Catan Fans
Preis: 27-32 Euro
Spieler: 3-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca 60-90 min
Typ: Handels und Ausbreitungsspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Klaus Teuber
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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19.12.05

Attika (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Attika In Attika kämpfen die Spieler über die Vorherrschaft in Griechenland. Dabei baut man Städte aus und versucht entweder 2 Heiligtümer zu verbinden oder alle seine Gebäude zu bauen.

In der Spielvorbereitung wird das Spielfeld ausgelegt, aus Feldern, die aus 7 Hexagonen bestehen. Ausserdem hat jeder Spieler einen Spielplan, der den Aufbau der Stadt verdeutlicht. Anschliessend werden die Heiligtümer auf das Spielfeld gesetzt. Die Spieler kommen reihum dran und haben bis zu 3 Aktionen frei. Wenn man nur 2 Aktionen nutzt, kann man verdeckte Gebäudeplättchen aufdecken und bauen oder auf den eigenen Spielplan legen. Wenn man 3 Aktionen nutzen will, muss man Gebäude vom eigenen Spielplan aus bauen. Letztlich hat man noch die Wahl statt zu bauen, für jede übrige Aktion eine Resourcenkarte zu ziehen.

Beim Bauen muss man immer einige Resourcen zahlen, aber dabei werden die Geländeeigenschaften genutzt, d.h. in der Nähe von Lehm muss man keine Lehm zahlen. Wenn man Gebäude hat, die im Plan an Gebäude in Pfeilrichtung angrenzen, so kann man diese sogar kostenlos bauen. Ausserdem erhält man eine Amphore, wenn man einen Stadtteil vollständig gebaut hat. Diese Amphore verleiht eine einmalige weitere Aktion zu einem beliebigen Zeitpunkt.

Das Spiel ist sehr einfach und denoch spannend, weil man ab und an auch seine eigenen Pläne zurückstecken muss um zu verhindern, das jemand anders 2 Heiligtümer verbindet.

Attika - Kurzübersicht

Für wen: Historiker, Griechen
Preis: ca 30 &euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Marcel-André Casasola-Merkle
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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18.12.05

Trans Amerika (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Trans America spielt im 19. Jahrhundert. Es ist ein leichtes, aber denoch spannendes Spiel für zwischendurch. Wiedereinmal versucht jeder Spieler seine Städte zu verbinden.

Das Spiel wird auf einer Amerikakarte, die in Hexagone unterteilt ist, gespielt und ist in mehrere Runden unterteilt. Zu Rundenbeginn erhält jeder Spieler 5 Städtekarten verdeckt ausgeteilt. Das Ziel ist es nun alle diese Städte an das Schienennetz anzuschliesen. Dann setzt jeder Spieler einen Startstein auf das Feld. Dieser ist der Anfangspunkt des eigenen Schienennetzes. Nun bauen die Spieler nacheinander bis zu 2 Schienenstücke, dabei darf man aber nur an das eigene Schienennetz anbauen. Aber wenn man an eine anderes Schienennetz anschliesst, kann man auch an diese anbauen.

Sobald alle 5 Städte eines Spielers verbunden wurden, muss dieser sich melden und danach wird die Runde gewertet. Dabei erhalten alle Spieler Minuspunkte für nicht angebundene Städte, und zwar soviel wie Schienen für den Anschluss an das Netz notwendig wären. Das Spiel endet, wenn am Ende der Runde eine bestimmte Minuspunktezahl überschritten wird. Gewinner ist dann derjenige, der am wenigsten Minuspunkte gemacht hat.

Trans Amerika - Kurzübersicht

Für wen:
Preis: ca. 15 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Franz-Benno Delonge
Verlag: Winning Moves
Bezugsquelle: Spielehandel

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13.12.05

Metro (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Metro von Queen Games In Metro bauen die Spieler an der Pariser Metro. Jeder Spieler hat seine eigenen Bahnhöfe und versucht die lukrativstens, also längsten Strecken besitzt.

Zu Beginn setzen alle Spieler ihre Züge auf das Spielfeld. Dadurch wird eine faire Startposition gewährleistest. Ausserdem erhält jeder Spieler ein Schienenplättchen. Die Spieler kommen reihum zum Zug. Dabei darf man ein Schienenplättchen ein an einen Bahnhof oder an schon vorhandene Schienenplättchen anlegen. Dabei muss man gut abwägen, ob man eigene Schienenstrecken verlängern oder andere verkürzen will, und ob man damit nicht einem dritten Spieler zu viel hilft. Das Schienenplättchen, das man legt, ist entweder das Verdeckte, das man schon hat, oder (falls diesen einem nicht gefällt) ein zufälliges aus dem Stapel. Falls man das eigene Plättchen wählt, zieht man am Ende natürlich eines nach.

Jedesmal wenn eine Bahnlinie geschlossen wird, also ununterbrochen von einen Startbahnhof wieder am Rand oder in der Spielfeldmitte endet, so wird die Strecke gewertet. Dabei wird die Strecke abgelaufen und jeder Schritt zählt einen Punkt. Daher kann man mit raffinierter Bauweise auch Plättchen mehrfach zählen lassen, indem man diese über Schleifen mehrfach durchläuft. Ausserdem werden die Punkte verdoppelt, wenn die Bahnstrecke in der Mitte endet.

Das Spiel endet, wenn es keine freien Plätze mehr auf dem Spielfeld gibt. Der Spielplan ist so konstruiert, dass dann auch alle Strecken wieder an einem Bahnhof enden und daher gewertet wurden. Die höchste Punktezahl gewinnt wiedereinmal das Spiel.

Metro - Kurzübersicht

Für wen: Eisenbahnfans, Planer, Städtebauer
Preis: ca 20 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Aufbauspiel, Anlegespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Dirk Henn
Verlag: Queen Games
Bezugsquelle: Spieleoffensive, Spielehandel

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08.12.05

Spiel des Jahres 2004: Zug um Zug (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Zug um Zug - Spiel des Jahres 2004 In Zug um Zug ist ein Eisenbahnspiel, in dem man möglichst viele Städte bereisen muss. Dazu fährt fährt man Zug um Zug an die verschiedenenen Zielstädte. Man erhält sowohl für bereiste Strecken als auch für Zielkarten Punkte.

Das Spiel wird auf einer angepassten Karte von Amerika gespielt, darauf sind verschiedene Bahnstrecken aufgezeichnet. Ausserdem gibt es 2 Arten von Spielkarten, Zielkarten und Wagenkarten. Zu Beginn erhält man 4 Wagenkarten und 3 Zielkarten, wobei man bis zu 2 Zielkarten wieder ablegen darf In jedem Zug muss der Spieler eine von 3 Optionen wahrnehmen. Er kann 2 Wagenkarten ziehen, oder 3 Zielkarten ziehen von denen er mindestens eine behalten muss oder er nutzt eine Strecke in dem er so viele Wagenkarten ausspielt, wie die Strecke lang ist. Dann markiert er die Strecke mit seinen Wagonspielsteinen und erhält Punkte abhängig von der Länge der Strecke.

Bei Spielende erhalten die Spieler noch Punkte für Zielkarten, die mit dem Netz aus eigenen Strecken erreichbar sind und Punktabzug für nicht erfüllte Zielkarten. Wie üblich gewinnt derjenige mit den meisten Punkten.

Für Spieler, die lieber in Europa reisen wollen, gibt es auch Zug um Zug Europa. Diese Version ist neuer und bringt leicht überarbeitete Regel mit sich, die sich aber positiv auf den Spielverlauf auswirken. So gibt es zusätzlich Bahnhöfe, die es erlauben fremde Strecken zu befahren, und zu Spielbeginn eine Spielkarte, die eine hohe Distanz hat, und daher auch viele Punkte bringt.

Zug um Zug - Kurzübersicht

Für wen: Eisenbahnfans, Reisefreudige Personen, Wegeplaner
Preis: ca. 30 €
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30-60 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2004
Typ: Aufbauspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Alan R. Moon
Verlag: Days of Wonder
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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27.11.05

Puerto Rico (Weihnachtsgeschenk-Tipp)

Puerto Rico: Ein Strategiespiel aus dem Alea-Verlag (Weihnachtsgeschenk-Tipp)Das Spiel Puerto Rico eröffnet unsere Empfehlungen für Weihnachtsgeschenke. Die Beschreibungen werden - wie hier - auch etwas länger ausfallen. Daher findet ihr am Ende jeder Spielevorstellung einen kurze Zusammenfassung, in der alle relevanten Informationen zur Geschenk-Entscheidung zusammengefasst sind.

Puerto Rico ist ein Strategiespiel, in dem die Spieler Handelsherren verkörpern. Das Spiel verzichtet weitgehend auf Zufallselemente und die daher besonders für Spieler geeignet, die häufiger und länger spielen wollen. Durch die Vielzahl an Optionen und Strategien ist der Wiederspielbarkeitswert sehr hoch, aber auch für Anfänger ist das Spiel sehr spannend.

Das Spielziel ist es wiedereinmal die meisten Siegpunkte zu machen. Dafür gibt es 2 Möglichkeiten, durch Gebäude oder durch Verschiffen von Waren.
Das Spiel endet sobald ein Spieler alle seine Bauplätze mit Gebäuden besetzt hat oder genug Waren verschifft wurden.
Jeder Spieler hat seinen eigenen Spielplan auf den er seine Plantagen, Gebäude und Arbeiter setzt und sein Geld und Waren lagert.

Das Spiel ist aufgeteilt in Spielrunden, wobei der Startspieler jede Runde wechselt. Selbst bei Spielende wird die entsprechende Runde noch fertig gespielt. Nacheinander wählen dann die Spieler eine Rollen aus. Zwar können auch alle anderen Spieler diese Rolle nutzen, aber der Spieler, der die Rolle gewählt hat, erhält für seine Rolle einen Vorteil.

Zur Auswahl stehen Bürgermeister, Siedler, Baumeister, Aufseher, Kapitän, Händler oder Goldsucher. Der Bürgermeister bringt neue Arbeiter, diese kann man dann auf den Plantage oder auf Gebäuden einsetzen, welche man mithilfe der Siedlers oder des Baumeisters aufs Feld bringt. Mithilfe des Aufsehers kann man dann Waren produzieren, dabei braucht man aber immer ein Produktionsgebäude und eine zugehörige Plantage. Diese Waren kann man danach mit dem Händler verkaufen um Geld zu erhalten oder mit dem Kapitän verschiffen, um dafür Siegpunkte zu erhalten. Beim Händler kann man aber nur Waren verkaufen, die noch nicht im Handelshaus sind. Beim Verschiffen gibt es nur drei Warenschiffe, die nur mit einer Waren beladen werden können, und man ist verpflichtet zu verschiffen, falls man kann.

Am Ende der Runde bleiben immer Rollen übrig. Diese werden für die nächste Runde attraktiver gemacht, indem man für ihre Wahl Geld erhält.

Strategie und Taktik sind sehr wichtig in diesem Spiel. Dadurch das Waren beschränkt sind und Handelshaus und Schiffe nur wenige Warensorten aufnehmen können. Auch muss man darauf achten, dass man seine Gebäude besetzt hat, wenn jemand den Aufseher wählt.

Puerto Rico - Kurzübersicht

Für wen: Strategiespieler, Fan von Spielen ohne Glücksfaktor, Leute die gerne länger spielen
Preis: ca. 30,00 €
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: über 60 Minuten
Auszeichnungen: Deutscher Spielepreis
Typ: Strategiespiel, Aufbauspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Andreas Seyfarth
Verlag: Alea
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

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31.10.05

Aqua Romana

Aqua Romana spielt im Römischen Reich und wie der Name schon sagt, geht es darum Rom mit Wasser zu versorgen. Hierzu startet jeder Spieler mit einem Wasserreservoire und einigen Arbeitern. Dummerweise kann ein Arbeiter nur etwas bauen, wenn er einen Baumeister in Sichtlinie hat. Diese Baumeister laufen im Uhrzeigersinn um das Spielfeld herum. Jeder Bauarbeiter kann eine bestimmte Art an Aquäduktstruktur bauen und läuft danach weiter.

Im Grunde handelt es sich um ein Anlegespiel und derjenige, dessen Wasserstraßen sich am längsten durch Rom schlängeln gewinnt. Erneuert wird das Konzept durch die wandernden Baumeister und den Zugzwang. Wer also bauen kann, muss auch bauen. Man kann nur wählen, was und wo. Auch verbessert wurde das Konzept dadurch, dass bei gleichen Längen derjenige gewinnt, der zuerst sein Aquädukt beendet hat.

Trotzdem hat mich das Spiel nicht überzeugt, weil man dennoch schnell seine Bautrupps verlieren kann und danach nur noch wenig Möglichkeiten hat mitzuspielen, weil auch die Sabotage anderer Spieler schwierig ist.

Stand: Spielbar bei CBB.304, Verkauf an mehreren Ständen
Listenpreis: ca. 25 €
Spielerzahl: 2-4 Personen
Spieletyp: Aufbauspiel
Glücksfaktor: keiner
Ab 8 Jahren

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Elasund - die erste Stadt

Elasund die erste Stadt / Ein Spiel von Klaus Teuber Elasund ist das neue Spiel von Klaus Teuber. Diesmal geht es um den Aufbau einer einzigen Stadt, nämlich der Ersten von Catan. Dabei gilt es möglichst überall präsent zu sein, die Stadt vor Piraten zu schützen und auch noch die Kirche zu bauen. Es gewinnt derjenige, der zuerst zehn Siegpunkte errungen hat, welche durch Kirchenbau, Handel oder Gebäude erreicht werden können.

Zu Beginn des Zuges erwürfelt der Spieler zunächst, wo das Schiff ankommt. Im Allgemeinen setzt er dann das Schiff auf eine Reihe des Spielplans und siedlerypisch erhalten alle Spieler deren Gebäude auf dieser Reihe stehen Ressourcen. Danach darf man bauen, was Geld kostet und man muss vorher den Bauplatz mit Baubriefen belegt haben. Alternativ kann man auch die Kirche oder die Stadtmauer ausbauen. Dabei ist auch möglich und üblich Gebäude der Mitspieler zu überbauen. Schlussendlich darf man noch einen neuen Baubrief auf den Spielplan legen, jedenfalls wenn man es sich leisten kann. Andernfalls kann man sich auch Geld geben lassen. Schlussendlich kann man noch einige Tricks anwenden, die auf den selteneren Machtkarten basieren.

Auch schon bekannt aus Siedler: Gewürfelt wird mit 2 Würfeln und bei einer 7 geschieht etwas Spezielles, nämlich die Seeräuber greifen an. Diese kann man zwar nicht abwehren, aber (fast) beliebig platzieren. Statt Waren zu liefern, stehlen die Piraten lieber, aber wer die Stadtmauer ausgebaut hat, kann sich einen Teil der Beute sichern.

Schließlich gibt es noch den Kirchenbau. Dieser ist zwar teuer, sichert aber Siegpunkte, die nicht wieder verloren gehen können. Im Gegensatz zu Gebäuden, da diese überbaut werden können. Dies kann der Kirche nicht passieren, aber die Kirche überbaut alles, was im Weg ist. Aus naheliegenden Gründen hat derjenige einen Vorteil, der den Grundstein der Kirche legt.

Alles in Allem ein unterhaltsames Spiel, dessen strategischen Tiefen sich sicher nicht an einem Messetag erschließen lassen. Sehr schön ist, dass es meist mehrere Möglichkeiten gibt, den weit führenden Spieler wieder auf normale Stufen herunter zu kürzen.

Stand: Kann an Stand CCB.206 gespielt werden, Verkauf an verschiedenen Ständen
Listenpreis: 25 € (Amazonpreis z.Z. 19,99 €)
Spielerzahl: 2-4 Personen
Spieletyp: Strategiespiel, Aufbauspiel
Spieleralter: ab 10 Jahre
Glücksfaktor: gering bis mittel
Bezugsquelle: Spielehandel, Amazon

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