" /> Brettspiel-Blog: Mai 2010 Archive

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31.05.10

Spiel des Jahres 2010: Die Nominierungen

spiel-des-jahres-logo.jpg Dieses Jahr war es echt schwierig, so viele gute Spiele. Immerhin einer meiner Favoriten ist auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres. Das von den meisten Spielern erwartete Tobago von Zoch ist allerdings nur in der Empfehlungsliste zu finden, auch das von mir erwartete Seeland fehlt völlig.

  • DIXIT von Jean-Louis Roubira (Libellud / Asmodee)
  • IDENTIKvon William P. Jacobson und Amanda A. Kohout (Asmodee)
  • A LA CARTE von Karl-Heinz Schmiel (Moskito / Heidelberger)
  • IM WANDEL DER ZEITEN – Das Würfelspiel – Bronzezeit von Matt Leacock (Pegasus) und
  • FRESKO von Marco Ruskowski und Marcel Süßelbeck (Queen Games).

Ausserdem wurde noch ein Sonderpreise verliehen:

  • „Sonderpreis Spiel des Jahres plus": Tore der Welt von Michael Rieneck und Stefan Stadler (Kosmos)

Und neben dem Hauptpreis gibt es noch das Kinderspiel des Jahres:

  1. DIEGO DRACHENZAHN von Manfred Ludwig (Haba)
  2. KRAKEN-ALARM von Oliver Igelhaut (Kosmos)
  3. PANIC TOWER! von Andrew Lawson und Jack Lawson (Goliath)
  4. VAMPIRE DER NACHT von Kirsten Becker und Jens-Peter Schliemann (dREI mAGIER) und
  5. TURI-TOUR von Alessandro Zucchini (Selecta).

Tags: spiel_des_jahres

30.05.10

Veranstaltungshinweis: Darmstadt spielt am 13./14. November 2010

Am 13./14. November 2010 findet dieses Jahr Darmstadt spielt statt. Es handelt sich um das größte Brettspielevent in Hessen und wird dieses Jahr zum 16. Mal ausgerichtet. Am Vorabend, dem 12.11.2010, wird die Preisverleihung der besten Kinderspiele stattfinden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zu Darmstadt spielt.

Tags: darmstadt-spielt

23.05.10

Spielevorstellung: Carcassonne Brücken, Burgen, Basare (8. Erweiterung)

carcassonne-bruecken-burgen-basare.jpg Ende letzten Jahres wurde die 8. Erweiterung für Carcassonne veröffentlicht. Sie heißt Brücken, Burgen und Basare und beschreibt damit die drei neuen Spielelemente, die mit der Erweiterung hinzukommen.

Widmen wir uns zunächst den Brücken. Es handelt sich um kleine Holzbrücken, von denen jeder Spieler zu Beginn des Spiels zwei oder drei Stück (je nach Spieleranzahl) erhält. Sie dienen zum Verbinden von Straßen über Landschaftskarten, die selbst keine Straßenanschlüsse besitzen.

Tipp zu den Brücken: Die Brücken können eingesetzt werden um wichtige große Straßen oder Städte abzuschließen obwohl man die passende Karte nicht direkt zieht. Spielt man allerdings Carcassonne mit allen oder vielen Erweiterungen sind die Objekte oft so verwachsen und es gibt extrem viele Sonderlandschaftskarten, so dass man die Brücken nur selten wirklich braucht.

Das zweite neue Spielelement sind die Burgen. Auch hier erhält jeder Spieler zu Beginn zwei oder drei Stück von. Es handelt sich um einfache Plättchen, die man unter seinen Gefolgsmann setzen darf wenn man eine Ministadt (bestehend aus zwei Halbkreisen) abschließt. Aus dieser Stadt wird nun eine Burg. Für sie erhält man so viele Punkte, wie das nächste abgeschlossene Objekt im Machtbereich der Burg bringt. Dies kann ein Kloster, eine Stadt oder eine Straße sein.

Tipp zu den Burgen: Wenn große Städte entstehen, ist es oft schwierig diese mit zu besetzen. Zudem bindet dies in der Regel mehrere Gefolgsleute wenn man mit einem Gegner um die Mehrheit in der Stadt kämpft. Baut statt dessen eine Burg in deren Machtbereich die Stadt liegt. So "kostet" das Mitverdienen nur zwei Karten und einen Gefolgsmann. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Burg möglichst so gebaut ist, dass vor der Fertigstellung der großen Stadt nicht ein kleines Bauwerk in der Nähe fertiggestellt werden kann.

Die dritte neue Spielfunktion, die Basare bringen ein ganz neues Spielelement ein. Deckt ein Spieler eine Karte mit einem Basar auf, so werden anschließend so viele Karten verlost, wie Spieler mitspielen. Der Reihe nach sucht sich jeder Carcasonn-Spieler eine der Karten aus und versteigert sie. Gezahlt wird mit Siegpunkten. Dabei darf jeder nur ein Gebot abgeben. Die Karten werden alle direkt ausgespielt und anschließend die Runde normal fortgesetzt.

Tipp zu den Basaren: Wenn ihr eine Karte unbedingt braucht, sucht euch diese nicht zur Versteigerung heraus. Dies klappt nur, wenn ihr extrem viele Punkte bietet. Muss sie jemand anderes heraussuchen, bekommt man sie meistens viel billiger, weil man nicht durch einen extrem hohen Preis abschrecken muss. Achtet beim Bieten auch, dass ihr Karten direkt einsetzen und Punkte machen könnt. Ein Kreuzungselement ist mindestens zwei Punkte wert, weil man es sofort anlegen und damit fast immer eine Straße direkt abschließen kann, die dann zwei oder mehr Punkte bringt.

Fazit zur 8. Carcassonne-Erweiterung: Die neuen Funkionen Burg und Basar finde ich sehr gelungen, weil sie neue Spielmöglichkeiten einbringen, die beide einen entscheidenden Spieleinfluss haben. Auf die Brücken könnte ich verzichten, sie haben einen relative geringen Einfluss in meinen Augen.

Carcassonne Brücken, Burgen, Basare (8. Erweiterung) - Kurzübersicht

Für wen: Carcassonne-Fans
Preis: ca. 10 Euro
Spieler: 2-6 Personen (je nach anderen Erweiterungen)
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: abhängig von anderen Erweiterungen
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel, Erweiterung
Glücksfaktor: mittel
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: carcassonne erweiterung etwa_10_euro legespiel

11.05.10

Spielevorstellung: Seeland

seeland.jpg Im 17. Jahrhundert ist Holland reich, die Bevölkerung wächst, aber Land ist knapp. Da kommt man auf die Idee, die feuchte Provinz Seeland trocken zu legen. Entwässerungsgräben und Windmühlen werden gebaut, die bis heute die Landschaft prägen. Der Spielplan zeigt einen Ausschnitt der Provinz Seeland und das zu kultivierende Land. Die ersten Windmühlen stehen im Zentrum um eine Stadt. Dort kauft man auf dem Markt Baupläne für weitere Windmühlen und Saatgut für Tulpen, Raps und Kohl. Der Gildenmeister geht dabei von Marktstand zu Marktstand. Das nächste Plättchen ist immer kostenlos, will man Plättchen überspringen zahlt man, indem der eigene Kaufmann auf den ebenfalls im Kreis angeordneten Gulden weiterzieht. Insgesamt gibt es aber nur wenige Gulden und so kann die "Kasse" schnell leer werden. Neues Geld gibt es erst, wenn auch der letzte Kaufmann den hintersten Gulden verlassen hat und dieser nach Vorne gelegt wird. Ich finde, ein pfiffiger Mechanismus, der für Ausgleich sorgt. Wer durch allzu starke Ausgabe dann dem Zufall überlassen ist, darf auf einem Feld des Marktplatzes auch drei Siegpunkt wieder in Gulden umwandeln. Um flexibel zu bleiben, kann sich diese Investistion durchaus lohnen. Saatgut wird auf den um die Windmühlen trocken gelegten Feldern angebaut. Sobald eine Windmühle vollständig von bebauten Feldern umgeben ist, werden die Felder geernted, dh es wird gewertet. Monokulturen sind dabei zu vermeiden, denn sie bringen keinen einzigen Punkt. Einen Bonus gibt es dagegen, wenn man alle drei Sorten an einer Mühle liegen hat. Mit neuen Windmühlen wird das bebaubare Land erweitert. Mit etwas Glück entpuppt sich dabei eine der verstreut liegenden Inseln als fruchtbares Ackerland oder ein Bauernhof, dessen Einnahmen später einen Doppelzug erlauben. Zwar bringt der Bauernhof keine Punkte, dafür kann man mit dem Doppelzug später sicher ein lukrativeres Plättchen an eine eigene Mühle legen.

Für fortgeschrittene Spieler gibt es einige Zusatzregeln, die sich aber wirklich im Rahmen halten, d.h. "Vielspieler" können die gleich dazunehmen, ohne dass das Spiel wesentlich komplexer wird. Zum einen kann man zwei seiner Ernten als Rekordernte markieren. Am Ende gibt es Sonderpunkte für die vier besten derart markierten Ernten. Regel zwei sind die Landvögte, die auf manchen Inseln auftauchen und sich dann an die angrenzende Windmühle stellen. Fällt die Ernte dann für den Landvogt gut genug aus, gibt es Sonderpunkte und den Vogt (die meisten Vögte bringen am Schluss nochmal Punkte) oder der Vogt zieht zur nächsten Mühle.

Seeland bietet mit einfachen Grundregeln einen leichten Einstieg in ein etwas glücksbetontes Legespiel, wodurch es sich allerdings für Familien gut eignet. Die Zusatzregeln über Rekordernten und Landvögte ändern da nicht viel, taktischer wird es erst durch die Verwendung des alternativen Spielplans auf der Rückseite mit bekannten Inseln. Noch ein Nachsatz zur Produktion: Aus Kostengründen ist der Spielplan ein 6-teilige Puzzle, das ist nicht so schön wie die sonst üblichen Faltpläne, zumindest mein Exemplar liegt aber flach, aber ich habe auch schon anderes gehört.

Seeland- Kurzübersicht

Für wen: Familien, spielende Paare und Hollandfreunde
Preis: ca 25,- Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel
Glücksfaktor: hoch/wenig
Autor: Günter Burkardt und Wolfgang Kramer
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel gluecksfaktor_wenig etwa_25_euro legespiel verlag:ravensburger

Information

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