" /> Brettspiel-Blog: März 2010 Archive

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19.03.10

Spielevorstellung: Jäger und Sammler

jaeger_sammler.jpg Als Fred Feuerstein und Co. durch das Unterholz streiften war das Leben doch recht mühsam. Man sammelte wilde Beeren, nahrhafte Wurzeln und nur selten gelang es, mit Pfeil und Bogen eines der riesigen Mammuts zu erlegen. Im Brettspiel ist vieles einfacher, man zieht mit seinen hölzernen Steinzeitjägern vom Sommerlager aus von Feld zu Feld und sammelt ein, was sich so findet. Manchmal sogar einen Tonkrug oder eine Halskette für die Liebste zu Hause in der Höhle. Hat man Pfeil und Bogen gefunden, darf man sogar auf Mammutjagd gehen. Das alles findet man auf Plättchen, die bei Spielende Punkte bringen. Ein Plättchen wird aufgesammelt, wenn man ein Spielfeld verlässt. Über derart abgeerntete Felder kann man danach aber nicht mehr gehen, so wird der Bewegungsradius immer enger und man muss beachten, dass man von den Mitspielern nicht den Weg zu anderen Plättchen abgeschnitten bekommt. Das passt zwar nicht ganz zur Thematik, denn warum soll der hungrige Steinzeitmensch nicht auch durch abgeerntete Ödnis laufen, aber es macht in diesem Fall das Spiel interessanter, weil man seine Wege planen muss und andere Spieler dadurch behindern kann. (Das ist nicht neu, das gab's schon mal in Packeis am Pol) Bei der Jagd nach Wertvollem darf man auch den Wintervorrat nicht vernachlässigen. Um im folgenden Winter beweglich zu sein sollte man möglichst in jedes Winterlager eine Vorratskiste deponieren. Ist der Spielplan im Sommer einmal abgeräumt, wird es Winter und neue Plättchen werden verteilt. Wer im Winterlager einen Vorrat angelegt hat, kann von dort erneut auf die Sammeltour gehen, bevorzugt auf die jetzt häufiger vorhandenen Mammuts.

Jäger und Sammler gelingt mit wenigen Regeln ein spannendes Sammelspiel in dem man immer wieder vor der Frage steht, mit welcher Figur man ziehen soll, um die wertvollsten Plättchen zu ergattern und gleichzeitig auch beweglich zu bleiben.

Jäger und Sammler- Kurzübersicht

Für wen: Familien, Steinzeitfreunde
Preis: ca. 25,-
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 45 min
Auszeichnungen: -
Typ: Sammelspiel
Glücksfaktor: wenig
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Amigo Spiele
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_wenig sammelspiel etwa_25_euro verlag:amigo

08.03.10

Kinderspiel des Jahres 2004: Geistertreppe

geistertreppe.jpgDiese Kinderspiel des Jahres habe ich bislang nur mit den Kindern von Freunden spielen können, die holen es bei uns aber immer wieder gerne hervor. Die Spielidee: bis zu 4 Spieler wollen die Treppe erklimmen.Jeder erhält eine Spielfigur und eine Marke mit seiner Farbe. Jeder möchte als erster oben ankommen. Herfür wird reihum gewürfelt, die entsprechende Augenzahl weit gezogen. Sobald ein Gespenst gewürfelt wird, wird eine Spielfigur ein Gespenstermantel übergestülpt (mit Magnet, so dass die Figuren nicht jedes Mal heraus fallen). Sind alle Spieler zu Geistern geworden, tauschen bei jedem weiteren gewürfeltem Gespenst die Geister zweier Treppen ihre Stufen. So verliert man schnell die Übersicht, insbesondere, wenn mehrere Gespenster auf einer Stufe standen. Ist ein Geist oben angekommen, verwandelt er sich wieder in seine alte Figur zurück. Die Lacher sind meist groß, auch wenn einige Kinder das Verlieren erst lernen müssen, wenn eben ein anderer gewonnen hat. Ein richtig schönes Familienspiel, das ohne große Taktik, dafür mit guter Beobachtungsgabe gespielt wird. Für größere Runden gibt es eine Erweiterung für 5+6 Spieler.

Geistertreppe - Kurzübersicht

Für wen: Familien, Beobachter, Gedächtniskünstler
Preis: ca. 25,-€
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: 20-30 Minuten
Auszeichnungen: Kinderspiel des Jahres 2004, spiel gut, Japan Boardgame Prize, As d´or Jeu de l´année Nominierungsliste 2005
Typ: Würfelspiel, Beobachten & Merken
Glücksfaktor: hoch
Autor: Michelle Schanen
Verlag: Drei Magier Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 kinderspiel etwa_25_euro kinderspiel-des-jahres

07.03.10

Kinderspiel des Jahres - Übersichtsliste

Ich habe schon einige der Kinderspiele des Jahres getestet. Da unsere so langsam in der Spiele-Alter hineinwachsen, möchte ich hier eine Übersicht über die inzwischen über 20 Kinderspiele des Jahres geben. Dieser wurde zunächst als Sonderpreis Kinderpiel vergeben, seit 2001 wird der Preis (mit blauem Logo) eigenständig vergeben. Sobald hier ein Spiel aus der Liste vorgestellt wird, werden wir es hier verlinken.

1989: Gute Freunde
1990: Das Geisterschloss
1991: Corsaro
1992: Schweinsgalopp
1993: Ringel Rangel
1994: Looping Louie
1995: Karambolage
1996: Vier zu mir
1997: Leinen los
1998: Zicke Zacke Hühnerkacke
1999: Kayanak
2000: Arbos
2001: Klondike
2002: Maskenball der Käfer
2003: Viva Topo!
2004: Geistertreppe
2005: Das kleine Gespenst
2006: Der schwarze Pirat
2007: Beppo der Bock
2008: Wer war´s?
2009: Das magische Labyrinth
2010: Diego Drachenzahn
2011: Da ist der Wurm drin

Tags: kinderspiel-des-jahres

05.03.10

Spielevorstellung: 11 nimmt!

11nimmt.jpg6 nimmt! “ ist eines der erfolgreichsten Kartenspiele. Das originelle Ablegespiel um Zahlen und Hornochsen erfreut sich seit über 15 Jahren großer Beliebtheit und war das einzige Kartenspiel, das jemals den Deutschen Spielepreis gewann (OK, Dominion ist auch ein Kartenspiel, aber doch nicht in einer so kleinen Schachtel ;-) ) Die Karten von „11 nimmt!“ sehen bewusst ganz ähnlich aus: Zahlenkarten mit mehr oder weniger Hornochsen. Doch es spielt sich ganz anders. Man muss als erster alle Karten los werden. Wer am Ende der Runde noch Karten hat, dessen Hornochsen zählen als Minuspunkte. Reihum legt man eine Karte auf einen Ablagestapel ab, sofern die Zahl der abgelegten Karte maximal um zehn größer ist als die zuvor dort abgelegte Karte. Kann man das nicht, muss man einen Stapel nehmen und bekommt dazu eventuell noch einen Bullen. Außerdem werden in diesem Fall neue Ablagestapel mit Karten vom Nachziehstapel gegründet, so dass man immer mehr Ablegemöglichekeiten hat. Die Bullen (um auf diese zurückzukommen) helfen später, mehrere Karten auf einmal ablegen zu können. Glück spielt eine große Rolle, doch sollte man sich nicht scheuen, auch mal einen Stapel zu nehmen, um mit den Bullen später flexibler zu sein. Noch etwas: Es ist kein ausgewiesenes Lernspiel, aber der Zahlenraum bis 100 lässt sich so mit viel Spaß erkunden.

Was noch auffällt: Amigo hat sein ganzes Spieleprogramm in einen einheitlichen graphischen Rahmen gestellt. Das Rot fällt auf, auch wenn es nicht immer zur Gestaltung des restlichen Covers passt. Besonders schön ist die Altersangabe und eine grobe Kategorisierung des Spiels im rechten oberen Eck. Mir fehlt da nur noch die Anzahl der Spieler. Die findet man zwar auf der Seite, aber dazu muss man die Schachtel eben schon wieder drehen. Ein ähnliches Konzept hatte übriges Mattel schon mal vor über 20 Jahren.

11 nimmt!- Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca 7,- Euro
Spieler: 2-7 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 min
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Wolfgang Kramer
Verlag: Amigo Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 spieler_viele etwa_5_euro ablagespiel verlag:amigo

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