" /> Brettspiel-Blog: Juli 2009 Archive

« Juni 2009 | Startseite | August 2009 »

31.07.09

Gesellschaftsspiele von LEGO zu gewinnen

Bislang wusste ich noch gar nicht, dass es Gesellschaftsspiele von LEGO gibt. Die scheinen noch recht neu zu sein. Bei gesellschaftsspiele.de werden nun 100 Gesellschaftsspiele von LEGO verlost. Das ist doch mal eine gute Idee, so ein neues Produkt bekannt zu machen.

Von der Altersgruppe richten sich die Spiele an Kinder. Allerdings bestehen die Spielbretter aus LEGO-Steinen, so dass man diese umbauen und "zweckentfremden" kann. Da ich weiß, dass ein guter Freund von mir LEGO für seine Rollenspiele einsetzt, würde ich gerne die LEGO Ramses Pyramide gewinnen. Denn die hat in dieser Hinsicht aus den 10 Preisen zur Wahl das meiste Potential.

Die Teilnahme für euch ist auch ganz einfach: Veröffentlicht lediglich in eurem Weblog einen Hinweis auf das Gewinnspiel und schreibt, was euch an dem Gewinnspiel oder der Webseite (nicht) gefällt.

via: Bloggergewinnspiel.de

Tags: verlosung lego

30.07.09

Spielevorstellung: Dice Town

dice_town.jpgZur Zeit lese ich wieder die gesamten Leutnant Blueberry Comics und da gibt es häufig Pokerpartien, ob im Saloon oder in der Gefängniszelle, Poker war das Spiel im Wilden Westen und nicht selten haben professionelle Spieler ahnungslose Greenhorns um ihren letzten Dollar gebracht. In Dice Town sind die Pokerkarten zu Pokerwürfeln mutiert, von denen jeder Spieler fünf Stück und einen Würfelbecher bekommt. Jede Runde versuchen die Spieler nun eine möglichst gute Kombination zusammenzuwürfeln. Dabei werden aus den Würfen nach und nach einzelne Würfel herausgelegt (wer zahlt darf auch mehr als einen Würfel liegenlassen). Das geschieht immer gleichzeitig, man kann also nur auf die bisher von den anderen Spieler rausgelegten Würfel reagieren. Das ist durchaus sinnvoll, da die Mehrheiten der einzelnen Werte später verschiedene Auswirkungen haben.

Liegt nach spätestens 5 Würfen vor jedem Spieler eine Kombination, so werden diese auf dem Spielplan (der mit der abgebildeten Westerstadt mehr oder weniger nur zur Auslage des Spielmaterials dient) der Reihe nach ausgewertet: Der Spieler mit den meisten 9ern bekommt soviele Nuggets (= 1 Siegpunkt) wie er 9er hat. Die meisten 10er bekommen das Geld aus der Bank, Buben dürfen im General Store Karten ziehen, die Sonderaktionen bringen, wer die meisten Damen hat, darf eine Karte bei einem Mitspieler klauen. Wer die meisten Könige hat, wird neuer Scheriff. Dieser entscheidet immer bei Gleichstand und darf sich vor seiner Entscheidung auch bestechen lassen, weshalb das natürlich ein sehr beliebtes Amt ist. Am Ende bringt er sogar 5 Siegpunkte. Für Asse gibt es kein Feld, allerdings vergibt der Bürgermeister an den Spieler mit der höchsten Pokerkombination eine Besitzrechtsurkunde über einen Landstreifen (sind Siegpunkte). Wer dabei noch Asse bei seinen Würfeln hat, bekommt bis zu zwei Karten mehr. Je nach Würfelergebnis kann mancher Spieler also durchaus mehrfach belohnt werden, dafür gehen andere völlig leer aus. Dafür ist Doc Bad Luck zuständig, bei seinem fahrenden Behandlungszimmer kann man sich eine Extraaktion abholen, die sind so gut, dass das mancher absichtlich anpeilt, um z.B. Land vor dem Zugriff der Saloondamen zu sichern.

Dice Town ist ein kurzweiliges Würfelspiel - nicht mehr und nicht weniger. Die Regeln sind hervorragend aufgebaut und erklären den Würfelvorgang sogar in einem kurzen Comic. Spätestens nach dem ersten Durchgang hat man kapiert, wo's lang geht und der Würfelmechanismus gibt einem in der Regel einige Einflussmöglichkeiten, sich die nötigen Aktionen zu holen. Natürlich sind die Siegpunkte am wichtigsten, dazu ist eine möglichst gute Pokerkombination nötig, vor allem sollte man aber immer sehen, dass man ab und zu die Bank besuchen kann, denn ohne Geld ist man dem Würfelglück doch zu sehr ausgeliefert (schon sehr ärgerlich, wenn man von einem Drilling nur einen Würfel behalten darf, da man gerade pleite ist). Besonders schön ist, dass in jeder Runde auch jeder Spieler eine Aktionsmöglichkeit hat, die unterschiedliche Wege zu Siegpunkten bieten (wenn man eben die guten Kombinationen nicht würfelt, muss man halt die Cowboys losschicken, die Punkte bei anderen Spielern zu holen ;-) Wer also ein spannendes Würfelspiel mit sehr guter Ausstattung sucht, kann hier ruhig zugreifen, bei mir kommt das sicher noch öfters auf den Spieltisch.

Dice Town - Kurzübersicht

Für wen: Zocker und Westernfans
Preis: ca. 30,-
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 60 min
Auszeichnungen: -
Typ: Würfelspiel
Glücksfaktor: hoch
Autor: Bruno Cathala, Ludovic Maublanc
Verlag: Matagot/Asmodee
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 etwa_30_euro wuerfelspiel verlag:asmodee

26.07.09

Spielvorstellung: Rosenkönig - Dornige Fehde für Zwei

RosenkönigIch stelle hier ein taktisches Spiel für Zwei vor. Die beiden Spieler übernehmen entweder die weiße Rose des Hauses York oder die rote Rose des Hauses Lancaster, so wird der Rosenkrieg in England im 15. Jahrhundert nachgespielt. Zeil des Spieles ist es, möglichst große, zusammenhängende Flächen mit der eigenen Rose zu legen und gleichzeitig dies beim Gegner verhindern. Die Krone steht zu Beginn in der Mitte. Am Rand liegt ein verdeckter Nachziehstapel mit Karten, die mögliche Richtung und Weite eines Zuges anzeigen. Ich kann nun entweder eine Karte spielen oder eine ziehen. Alle Karten liegen offen aus und so sind auch die möglichen Züge des Gegners kalkulierbar. Komme ich nun auf eine Stelle des Spielplanes, auf der noch kein Rosenplättchen ausliegt, so lege ich den entsprechenden Machtstein mit meiner Rosenfarbe nach oben aus. Ist dort allerdings ein gegnerisches Plättchen, so habe ich 4 Karten, um diese umzudrehen und in meine Rosenfarbe zu verwandeln. Allerdings besteht Zugzwang. Kann ich nun also keine Karte ziehen, weil ich bereits 5 Karten besitze, nicht eine Heldenkarte mit Zugkarte spielen, um einen gegnerischen Stein zu wenden oder auf eine freie Stelle ziehen, so ist der Gegner erneut am Zug. Das Spiel endet, sobald beide Spieler zugunfähig sind oder der letzte Machtstein auf den Spielplan gesetzt wurde.

Das Spiel wird umso taktischer, da die Größe der Felder mit der 2. Potens gewertet wird. Je größer das Feld, umso bedeutend größer die Punktzahl. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Da jeder maximal 5 mögliche Spielzüge hat, sind die Überlegungen rascher als z.B. beim Schach, das Spiel kann recht zügig gespielt werden und wird dadurch umso reizvoller. Es gehört mittlerweile zu den Klassikern der Spiele für Zwei und das meines Erachtens nach völlig zu Recht.

Rosenkönig - Kurzübersicht

Für wen: Taktiker, Für 2
Preis: ca. 12,-€
Spieler: 2 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-40 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Taktik
Glücksfaktor:kaum
Autor: Dirk Henn
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 gluecksfaktor_wenig etwa_10_euro taktikspiel verlag:kosmos

24.07.09

Spielvorstellung: Dominion - Die Intrige

dominion_intrige.jpgVor etwa drei Wochen wurde Dominion zum Spiel des Jahres und zeitgleich erschien die von Fans schon sehnsüchtig erwartete Erweiterung (das ist wahrscheinlich ein Rekord, denn bisher gab's die ersten Erweiterungen für ein Spiel des Jahres doch etwas später). Dominion - Die Intrige bezeichnet der Verlag als Edition II, um sie von echten Erweiterungen zu unterscheiden, denn Intrige ist ein vollständiges Spiel, das alle Geld- und Siegpunkt-Karten aus dem Grundspiel noch einmal enthält. Grund dafür war, dass man Spielrunden mit 5 bzw. 6 Spielern ermöglichen wollte.

Was bringt die Erweiterung? Natürlich erst einmal 25 neue Königreichkarten mit neuen Aktionsmöglichkeiten oder Abwandlungen aus Dominion bekannter Aktionskarten. Letzteres muss so sein, da die Intrige auch als eigenständiges Spiel funktionieren soll und so muss es eben Aktionskarten geben, die zusätzliche Aktionen bringen oder Karten nachziehen lassen. Ansonsten lassen sich drei Design-Schwerpunkte feststellen:

  • Das Spiel wird interaktiver, es gibt mehr Karten, die andere Spieler beeinflussen (leicht unterschätzt wird z.B. die Maskerade, bei der man eine Karten an den linken Nachbarn weitergibt) und Angriffe, die das Deck der Mitspieler modifizieren.
  • Es gibt Karten, die dem Spieler zum Zeitpunkt des Ausspielens die Wahl über den genauen Einsatz ermöglichen. So ein "schweizer Taschenmesser" ist z.B. der Handlanger, bei dem ich zwei von vier Möglichkeiten wählen kann.
  • Es gibt jetzt auch drei Punktekarten, die gleichzeitig noch Aktions- bzw. Geldkarte sind.
Insgesamt führt die Mischung der Karten dazu, dass das Spielende über drei leere Stapel viel öfter vorkommt, als das im Grundspiel mit dem Rennen um die Provinzen ist. Mir gefällt das, da man so noch mehr beachten muss, was die Mitspieler so treiben und ggf. darauf reagieren muss. Lege ich mich da allzu sehr auf Provinzen fest, ist das Spiel evtl. schon zu Ende, bevor ich so richtig in Gang komme.

Muss man die Intrige haben? Als Dominion-Fan ein absolutes JA. Haben Autor und Verlag sich beim Grundspiel bewusst auf einfachere Karten beschränkt, so sage ich, das ist jetzt das wirkliche Dominion: interaktiver, noch flexibler ohne dabei zu kompliziert zu werden.

Funktioniert es auch für Einsteiger? Das habe ich noch nicht probiert, kann es mir aber vorstellen, wenn es sich um "erfahrene" Spieler handelt. Für Gelegenheitsspieler, die sich die Regeln noch dazu evtl. selbst erarbeiten müssen, empfehle ich aber dann doch lieber das Grundspiel (Aufstieg nicht ausgeschlossen ;-) )

Wie spielt man mit mehr als 4? Ja, es geht, viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, man schafft es eben eher mal mit dem Mischen fertig zu sein, bis man wieder dran kommt ;-) Die Angriffskarten sind dann natürlich noch stärker, da sie mehr Spieler betreffen. Auch wird die Spieldauer etwas länger, zu sechst also nix für Zwischendurch.

Dominion: Die Intrige - Kurzübersicht

Für wen: Kartenspieler
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-4 Personen (mit Grundspiel bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-45 min
Auszeichnungen:
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_30_euro verlag:hans_im_glück

22.07.09

Spielvorstellung: La Città

La CittàEines meiner liebsten Taktikspiele ist wieder erhältlich. Initial bei Kosmos verlegt, wurde es viel zu rasch vom Markt genommen, obwohl es in die Empfehlungsliste des Spiel des Jahres aufgenommen wurde. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Spiel um eine komplexe Simulation von Zivilisationen. Zu Beginn besitzt jeder Spieler zwei Städte. Die vordringlichste Aufgabe ist es nun, die eigenen Bürger mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Hierzu müssen Bauernhöfe gebaut werden. Jedes Castello (der Grundstein der Stadt) liefert Nahrung, wenn er an Nahrungsfelder angrenzt. Diese bieten unterschiedlich hohe Erträge, zwischen 1 und 3. Um leicht zu merken, wie viel Nahrung der entsprechende Spieler zur Verfügung hat, nimmt er sich immer direkt nach dem Bau eines Castillos oder eines Bauernhofes die entsprechende Anzahl Nahrungschips. Diese werden im weiteren Lauf noch wichtig. Steinbrüche an Marmorfeldern liefern Golderträge. Um eine Stadt im Laufe der Zeit wachsen zu lassen, benötigt sie verschiedene Ausbauten wie Marktplatz oder Brunnen.

La CittàDas eigentliche Spiel findet in sogenannten Politikrunden statt. In jedem Jahr gibt es 4 Stimmen des Volkes, von denen 3 verdeckt und nur 1 offen ausgelegt werden. Die Bürger können verschiedene Wünsche haben: Gesundheit, Kultur oder Bildung. Diese werden in verschiedenen Stadtausbauten repräsentiert und sind farblich markiert. Sobald ein Spieler an der Reihe ist, kann er entweder eine Aktionskarte oder eine der offen ausliegenden Politikkarten ausspielen. Aktionskarten ermöglichen einem Spieler den Erwerb von Gold oder den Bau einer neuen Stadt. Alternativ kann hiermit ein einfaches Gebäude (Bauernhof für Nahrung, Steinbruch für Gold, Klosterschule für Bildung, Statue für Kultur, Brunnen für Gesundheit und Stadtwachstum (mehr als 8 Einwohner) oder einen Marktplatz (mehr als 5 Bürger) bauen. Allerdings muß (außer für den Marktplatz) noch ein freier Bürger in der Stadt vorhanden sein, um das Plättchen zu besetzen. Nicht von Bürgern besetzte Gebäude werden am Ende des Jahres abgerissen. Politikkarten ermöglichen den Bau weiterer (auch einfacher) Gebäude, dies ist allerdings in der Regel mit Goldkosten verbunden. Oder man kann sich für Gold weitere Bürger kaufen, um weitere zu bauende Gebäude zu besetzen. Alternativ kann mit der Bürgernähe weitere Stimme des Volkes einsehen und dadurch seine Baupläne auf die Wünsche der Bürger abstimmen. Jedes Jahr wird in 5 Runden gespielt.

Am Ende jedes Jahres wird zunächst geprüft, was der Wille des Volkes ist. Sind zwei Städte näher als 2 Felder benachbart, kann es zu einer Völkerwanderung kommen, wenn die benachbarte Stadt in der bevorzugten Eigenschaft (Gesundheit, Bildung oder Kultur) attraktiver ist. Der betroffene Spieler entscheidet, welcher Bürger seine Stadt verlässt - somit auch, welches Gebäude abgerissen werden muss, sobald die Völkerwanderung abgeschlossen ist. Werden Bauernhöfe abgerissen, gehen die entsprechenden Nahrungschips verloren. Im Anschluss werden bei jedem Spieler die vorhandenen Nahrungschips und die Bürger gezählt. Sind mehr Bürger als Nahrung vorhanden, wandern auch hier Bürger ab (in die Schachtel) und der Spieler muss die entsprechenden Gebäude abreißen, die nicht mehr besetzt sind. Jeder Spieler, bei dem es zu einem Verlust von Bürgern kam, muss eine Aktionskarte umdrehen und hat im nächsten Jahr statt 5 nur 4 Runden zur Verfügung. Gespielt wird über 6 Jahre. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Siegpunkte (Bürger, Bonuspunkte) besitzt, bei Gleichstand die Höhe des Goldvorrates.

Das Spiel ist ein sehr taktisches Spiel, das auch sehr komplex zu spielen ist. Ich würde es daher auch nur für fortgeschrittene und Vielspieler empfehlen. Mit einer Spieldauer von etwa 2 Stunden ist es auch recht langwierig. Dennoch sind die komplexen Zusammenhänge, das Abwägen einzelner Bauvorhaben immer wieder spannend und herausfordernd. Das Spiel soll ab 2 Spielern möglich sein, ich persönlich finde es zu viert am angenehmsten zu spielen.

La Città - Kurzübersicht

Für wen: Planer, Taktiker, Viel- und fortgeschrittene Spieler
Preis: ca. 35,-€
Spieler: 2-5 Personen (besser ab 3)
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 2 Stunden
Auszeichnungen: Empfehlungsliste Spiel des Jahres
Typ: Planung, Taktik, Simulation
Glücksfaktor: kaum
Autor: Gerd Fenchel
Verlag: Abacus Spiele
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 spieler_5 gluecksfaktor_wenig 25_bis_50_euro aufbauspiel etwa_30_euro verlag:abacusspiele

20.07.09

Spielvorstellung: Ein bisschen Mord muss sein

Ein bisschen Mord muss seinEin Spiel, bei dem erstmal 7 Bücher in einem Schuber auffallen scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich. Auch beim genaueren Hinschauen ist Ein bisschen Mord muss sein tatsächlich ein ungewöhnliches Spiel: Hier ist vor allem die Improvisationsfähigkeit der Spieler gefragt. Zunächst wird der Inspektor bestimmt, dessen Aufgabe ist es, den Täter in höchst kniffeligen Kriminalfällen zu ermitteln. Beispielsweise wurden die Kühe hinter dem Bogenschießstand mit Pfeilen durchlöchert. Oder das Kokain mit Gips gestreckt, alle Süchtigen klagen über verstopfte Nasen. Doch wer ist der Täter? 3-5 Verdächtige haben jeweils 1 Buch, davon ist 1 der Täter. Der Inspektor selber verfügt über kurze Infos über jeden Verdächtigen. Jeder Spieler muss nun innerhalb von 1 Minute ein Alibi erfinden, in dem 3 Pflichtwörter vorkommen, die zumindest phonetisch identisch ausgesprochen werden müssen. Der Täter hat abweichende Pflichtwörter. Nun versucht der Täter, die Pflichtwörter der anderen aufzugreifen und mitzuverwenden, ebenso wie die anderen Verdächtigen bemüht sind, den Inspektor in die Irre zu führen. Ein Gerichtsschreiber überwacht beim Spiel ab 5 Spielern das korrekte Einhalten der Alibi-Zeit sowie die Verwendung der Pflichtwörter. Pro nicht verwendetem Pflichtwort erhält der Spieler 1 Minuspunkt. Dann folgt eine 2. Fragerunde, in der der Inspektor allerdings mit einem anderen Verdächtigen als in der ersten Runde beginnen muss. Auch sind hier jeweils neue Pflichtwörter vorgegeben. Danach dürfen die Mitspieler (Verdächtige und Gerichtsschreiber) dem Inspektor entweder Vertrauen oder Zweifel äußern. Danach bestimmt der Inspektor den Täter. Liegt er richtig, bekommt er 3 Pluspunkte, der Täter 3 Minuspunkte. Jeder Spieler, der korrekt vertraute bekommt 1 Pluspunkt. Irrt der Inspektor werden ihm 3 Punkte abgezogen und der Täter erhält 3 Punkte. Hier bekommen nur die zweifelnden Mitspieler je 1 Punkt. Danach werden die Bücher des Inspektors und Gerichtsschreibers weiter gereicht, die Verdächtigen-Bücher gemischt und unter den Verdächtigen neu verteilt. Das Spiel endet, sobald jeder einmal Inspektor war. Gewonnen hat, wer die meisten Siegpunkte hat.

Insgesamt ein Spiel für die eher große Gruppe. Es müssen unbedingt kommunikative und eher extrovertierte Spieler sein, um dem Spiel dem nötigen Spass zu verleihen. Je besser die Spieler improvisieren können, umso großer wird der Spielspass. Hier ist Kreativität gefragt! Für Fortgeschrittene gibt es noch eine etwas erschwerte Version mit nur 30 Sekunden, um ein Alibi zu formulieren. Es sind 241 Kriminalfälle enthalten, so dass langer Spielspass garantiert wird.

Ein bisschen Mord muss sein - Kurzübersicht

Für wen: Kreative, Kommunikative
Preis: etwa 28,- €
Spieler: 4-7 Personen
Alter: ab 13 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten, je nach Gruppengröße
Auszeichnungen: -
Typ: Improvisation
Glücksfaktor: keiner
Verlag: Pro Ludo Spielevertrieb
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_4 spieler_5 spieler_6 gluecksfaktor_ohne etwa_30_euro deduktionsspiel partyspiel verlag:pro_ludo spieler_7

17.07.09

Spielvorstellung: Lost Cities - Fesselnde Expeditionen für Zwei

Lost CitiesEines unserer Lieblingspiele für Zwei: ein recht rasches Legespiel. Das Prinzip: jeder Spieler hat zu Beginn des Zuges 8 Karten auf der Hand, die zu 5 unterschiedlichen Expeditionen gehören (können). Zwischen beiden Spielern liegt ein Spielbrett mit den 5 Expeditionszielen. Ich kann nun entweder eine Karte auf das entsprechende Expeditionsziel abwerfen oder ich kann eine Expedition eröffnen, indem ich eine Karte auf meiner Seite ablege. Allerdings kostet jede begonnene Expedition zunächst 20 Minuspunkte. Diese sollten also mindestens erwirtschaftet werden. Wettkarten (3 in jeder Farbe) können allerdings nur vor Zahlenwerten ausgelegt werden. Die erste Wettkarte verdoppelt, die zweite verdreifacht und die drite vervierfacht den erwirtschafteten Punktewert. Wurden Zahlenkarten (Zahl = Punkte) ausgelegt, können keine niedrieren Zahlen mehr angelegt werden. Es ist also ein Nachteil, eine Farbe zu beginnen, in der ich nur hohe Punkte auf der Hand halte, niedrige abzuwerfen, könnte dem Mitspieler nutzen. Es kann also ein Vorteil sein, eine Farbe mit nur niedrigen Punktwerten zu beginnen, um dadurch Zeit zu gewinnen, um in anderen Farben die entsprechenden Punktekarten zu sammeln. Alle Expeditionen zu beginnen, macht unserer Erfahrung nach wenig Sinn.

Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Das kann verzögert werden, indem gegen Ende die abgeworfenen Karten auf die Hand genommen werden. Da es ein rasches Spiel ist, eignet es sich gut als Ausklang oder als kurze Spielepause am Wochenende oder während der Lernzeiten. Trotz des recht simplen Spieleprinzips ist es immer wieder schön und wir spielen es auch nach Jahren noch gerne.

Lost Cities - Kurzübersicht

Für wen: Für 2
Preis: ca. 12,-€
Spieler: 2 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Legespiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Kosmos
Bezugsquelle: Amazon (gebraucht), Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 gluecksfaktor_mittel etwa_10_euro verlag:kosmos

09.07.09

Spielvorstellung: Pandemie

pandemie.jpg das Thema dieses Spiels ist ja zur Abwechslung mal hochaktuell (sonst herrschen ja Mittelalter und noch grauere Vorzeiten vor): Vogel- und Schweinegrippe verbreiten sich dank morderner Reisemöglichkeiten blitzschnell zwischen den Kontinenten. Die Bekämpfung von vier (namenlosen) Seuchen ist Ziel in diesem Spiel. Ein Ziel, das alle nur gemeinsam erreichen können oder eben nicht, wenn die Seuchen überhand nehmen. Der Vorteil beim Spiel ist dabei, dass man den Versuch der Seuchenbekämpfung wiederholen kann, um es dann vielleicht besser zu machen.

Der Spielplan stellt eine Weltkarte dar, über die ein Netz von Großstädten gelegt ist. Jede Stadt ist dabei einer der Farben der vier Seuchen zugeordnet, was bedeutet, dass diese Seuche in dieser Stadt ausbrechen kann. Die Seuchengebiete sind dabei nicht verstreut, sondern zusammenhängend. Gleich zu Beginn werden vom Infektionskartenstapel einige Karten aufgedeckt und damit die anfangs vorhandenen Infektionsherde entsprechend markiert. Die Ausbreitung dieser Seuchen gilt es zu verhindern und gleichzeitig für jede ein Gegenmittel zu finden. Hat man alle vier Gegenmittel gefunden, bevor eine Seuche überhand nimmt oder das Ausbruchslevel zu hoch ist, gewinnt man eine Partie.

Die bis zu vier Spieler schlüpfen dabei jeweils in unterschiedliche Rollen, die ihnen für die Dauer der Partie jeweils eine spezielle Aktionsmöglichkeit gibt. So kann der Arzt effektiver heilen oder der Dispatcher darf die Figuren der Mitspieler ziehen. Standardaktionen sind Reisen, Heilen (Entfernen von Seuchenwürfeln), Bau von Forschungsstationen und die Entwicklung der Gegenmittel. Alles wird mit zwei Kartenstapeln gesteuert. Da gibt es den Infektionsstapel der für jede Stadt eine Karte enthält. Davon muss jeder Spieler am Ende seiner Runde einige aufdecken und die entsprechenden Städte mit Seuchenwürfeln bestücken. Sind dabei mehr als drei in einer Stadt, gibt es einen Ausbruch der Seuche und alle Nachbarstädte werden auch betroffen. Das kann zu Kettenreaktionen führen und damit zum schnellen Spielende. Der andere Kartenstapel enthält neben einigen Sonderaktionskarten ebenfalls für jede Stadt eine Karte. Diese werden einerseits zum Reisen (Flug zu einer entfernten Stadt) benutzt, sind aber viel wertvoller, da sie auch zur Entwicklung der Gegenmittel benötigt werden. Vier gleichfarbige Karten sind dazu nötig, nicht einfach bei einerm Handkartenmaximum von fünf Karten. Am übelsten sind aber die Epidemiekarten, von denen je nach Schwierigkeitsgrad 4-6 eingemischt werden. Diese müssen aufgedeckt werden. Jedesmal wird dabei eine neue Stadt von einer Seuche betroffen, die Anzahl der aufzudeckenen Infektionskarten erhöht und die bereits abgelegten Infektionskarten werden gemischt wieder auf den Infektionskartenstapel gelegt, was dazu führt, dass eben immer die bisher infizierten Städte immer wieder auftauchen.

Die Spieler müssen ihre Rollenfähigkeiten zusammen mit den normalen Aktionen geschickt kombiniert einsetzen, um der Krankheiten Herr zu werden. Leider sind bei 2-4 Spielern aber nie alle Rollen im Spiel, so dass wechselnde Strategien nötig sind. Nur mit den nötigen Absprachen wird man gemeinsam die vier Gegenmittel rechtzeitig finden, bevor die kritische Anzahl an Epidemien oder Ausbrüchen erreicht ist. Besonders gefallen hat mir, dass das Spiel so gut skaliert ist, dass es mit jeder Spielerzahl sehr gut funktioniert, auch wenn man besonders zu zweit, schon gut planen muss, um die fehlenden Fähigkeiten der nicht mitspielenden Rollen zu kompensieren. Auch wenn es beim ersten Mal nicht gleich klappt, die Welt zu retten, dem nächsten spannenden Versuch steht hier nichts entgegen, meist folgt er wegen der nicht allzu langen Spieldauer gleich hinterher.

Pandemie - Kurzübersicht

Für wen: alle, die gerne kooperativ spielen
Preis: 25-30,-
Spieler: 2-4Y Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 min
Auszeichnungen: nominiert zum Spiel des Jahres 2009
Typ: Kooperattives Spiel
Glücksfaktor: mitel
Autor: Matt Leacock
Verlag: Pegasus Spiele
Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_30_euro Spielmaterial brettspielwelt verlag:pegasus kooperatives_Spiel

Information

Dieses Weblog informiert über Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele. Inhalte sind die Vorstellung von alten und neuen Spielen, Spielstrategie, Spielzubehör, Spielanleitungen, etc.
Spieleoffensive

Statistik