Spiel des Jahres 2009: Dominion
Mein seit der Spielemesse in Essen meistgespieltes Spiel ist Dominion. Natürlich findet man an vielen Stellen im Netz dazu bereits Rezensionen und Strategieartikel, da die aktuelle Spielbox einen zusätzlichen Kartensatz enthält, will ich das zum Anlass nehmen, 1. das Spiel auch hier vorzustellen und 2. mich als Schreiber zurückzumelden. Meine Aktivität hier ist im letzten Jahr auf Null zurückgegangen, das soll sich jetzt wieder ändern.
Warum ist es mein meistgespieltes Spiel der letzten Zeit? 1. Es hat einen neuartigen und interessanten Spielmechanismus. 2. Es dauert nicht lange. 3. Es ist sehr abwechslungsreich. Doch nun der Reihe nach, worum geht es? Die Geschichte zum Spiel ist eher Nebensache und für das Verständnis des Mechanismus auch nicht hilfreich, der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man ein kleines Königreich geerbt hat und dieses durch Ausbauten und Eroberungen zu einem großen Reich, einem Dominion; vergrößern will. All dies wird durch Spielkarten repräsentiert, so findet man auch kein weiteres Material in der Schachtel. Aber dafür sind es auch 500 Karten - welches Spiel hat schon mehr?
(nach dem Info-Kasten geht es weiter mit Details...)
Dominion - Kurzübersicht
Preis: ca. 30 Euro
Spieler: 2-4 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30-45 min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2009, Deutscher Spielepreis 2009
Typ: Kartenspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück
Bezugsquelle: Amazon
Nebenstehendes Bild zeigt die Schachtel der ersten Auflage. Da dem Verlag dieses Bild für den hiesigen Markt etwas zu kriegerisch war, wurde es familengerechter geändert. Kriegerisch geht es in dem Spiel nämlich gar nicht zu, bestenfalls ärgert man die Mitspieler etwas, aber meist spielt jeder für sich und fast alle Erwerbungen werden mit Geld bezahlt.
Wie läuft es nun ab? Es gibt im Prinzip drei Sorten von Karten: Geldkarten, Königreichkarten (das sind Aktionskarten) und Siegpunkkarten. Zu Beginn haben alle Spieler den gleichen Ausgangskartenstapel aus 7 Kupfermünzen und 3 Anwesen (jeweils 1 Siegpunkt). Man mischt seinen eigenen Kartenstapel und zieht 5 Karten. Nun darf man genau eine Aktionskarte spielen (sofern man hat), dann mit seinem Geld genau eine Karte kaufen und muss anschliessend alle Karten (auch die noch auf der Hand befindlichen) ablegen. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, mischt man seine abgelegten Karten wieder neu. Handkartenmanagement gibt es hier also nicht, dafür managt man seinen Kartenstapel und versucht ihn effizienter zu machen: man muss sehen, dass genug Geld im Stapel ist, die Geldkarten höherwertiger werden und die Aktionskarten sollten einigermassen aufeinander abgestimmt sein. Bei den Aktionskarten gibt es ganz einfache, die z.B. weitere Aktionen bringen oder zusätzliche Käufe oder Geld. Es gibt aber auch ganz neue Funktionen, so kann man mit der Hexe anderen Spielern Fluchkarten geben oder mit dem Umbau eine Karte in eine andere umwandeln. Siegpunkte wird man auch irgendwann anfangen zu kaufen üssen, nicht zu früh, denn sie sind während des Spiels wertlos und verstopfen die Hand. Die Aktionskarten sind recht unterschiedlich und da von den 25 Sorten, die sich in der Schachtel befinden, immer nur 10 verschiedene ins Spiel kommen, ist für Abwechslung gesorgt und man muss bei jeder Partie seine Strategie daraufhin abstimmen.
Anfangs ist das Spiel durch seinen neuartigen Mechanismus schon gewöhnungsbedürftig, doch nach dem man seinen Kartenstapel 1-2 mal durchgespielt hat, haben es die Mitspieler meist verstanden. Spieler, die schon mit Sammelkartenspielen wie Magic - The Gathering zu tun hatten, kennen das Prinzip, nur dass man seinen Kartenstapel dort vor dem Spiel zusammenstellt, was hier während des Spiels passiert und man so z.T. auch auf die anderen Spieler reagieren kann. Die inzwischen überarbeitete Regel mit einem ausführlichen Beispiel sollte den Einstieg auch gegenüber der ersten Auflage erleichtern. Ich kann das Spiel nur empfehlen und bin schon sehr darauf gespannt, wenn es demnächst heisst: Dominion: Die Intrige
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