" /> Brettspiel-Blog: September 2007 Archive

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17.09.07

Stuttgarter TAC-Treffen

Ab sofort finden in Stuttgart regelmäßige TAC-Treffen statt. Als Termin und Zeitpunkt haben wir uns jeden zweiten Donnerstag ab 19:00 Uhr auserkoren. Spielort ist das Forum3 Café zentral in Stuttgart.

Erster Treff ist diese Woche Donnerstag, also am 20.9.2007.

Fragen? Einfach kurz per E-Mail an jan@theofel.de.

Tags: tac ort:stuttgart

Deutscher Spielepreis: Die Sieger 2007

dspycubeshadow.gif Die Spieler haben abgestimmt und der Sieger liegt mit großem Abstand vor dem zweiten Sieger. Den Preisträger hatte ich auch auf meiner Abstimmkarte, auch wenn ich es bisher viel zu wenig gespielt habe, weshalb es hier auch noch nicht erwähnt wurde.
Hier die Liste der Preisträger:

  • DIE SÄULEN DER ERDE von Michael Rieneck und Stefan Stadler (Kosmos) 3957
  • NOTRE DAME von Stefan Feld (alea/Ravensburger) 2980
  • WIKINGER von Michael Kiesling (Hans im Glück Verlag) 2576
  • YSPAHAN von Sébastien Pauchon (Ystari Games) 2298
  • ZOOLORETTO von Michael Schacht (ABACUSSPIELE) 1293
  • DIE BAUMEISTER VON ARKADIA von Rüdiger Dorn (Ravensburger) 1222
  • IMPERIAL von Walther Gerdts (eggertspiele) 1177
  • MAESTRO LEONARDO von F. Brasini, V. Gigli, S. Luperto, A. Tinto (dV games/Abacus) 1016
  • JENSEITS VON THEBEN von Peter Prinz (Queen Games) 965
  • COLOSSEUM von Markus Lübke und Wolfgang Kramer (Days of Wonder) 855

  • Der Gewinner des Deutschen Kinderspielpreises ist BURG APPENZELL von Bernhard Weber und Jens-Peter Schliemann. Dieses Spiel gewinnt ebenfalls die Essener Feder, den Wanderpreis für die vorbildliche Spielregel.
    Meinen Glückwunsch an alle Preisträger!

    Quelle: www.deutscherspielepreis.de

    Tags: deutscher_spiele_preis

    14.09.07

    Spielvorstellung: Vor dem Wind

    vordemwind.jpg Grafisch sind die Spiele von Phalanx meist allerbester Güte und so finden sich auch in dieser schönen Schachtel viele schöne Spielkarten verschiedener Größe, deren Farbgebung und Illustrationen fein aufeinander abgestimmt sind. Da spielt das Auge mit - aber leider vorweg gesagt, nicht immer, vor allem beim Sortieren der unterschiedlichen Kartentypen muss man genau hinschauen, welche Karte nun auf welchen Stapel gehört. Und zu sortieren gibt es allerhand bei diesem Spiel, bevor man an den Einkauf, das Lagern und Verschiffen von vier Warensorten gehen kann.

    Also, was haben wir denn da? Erst einmal vier Sorten Waren: Äpfel, Käse, Gewürze und Seide. Dann Geldscheine in verschiedenen Nennwerten und drei Sorten Aktionskarten für Einkauf, Einlagerung und Verschiffen/Einnahmen. (Beim Sortieren erschwerend ist noch, dass Geld und Waren die gleiche Rückseite haben (spieltechnisch ist das aber sinnvoll)). Dann gibt es noch große und kleine Schiffskarten, die aber ein größeres Format haben. Von den Schiffskarten wird die auf Waren wartende Flotte aufgedeckt. Jedes Schiff will mit einer bestimmten Kombination an Waren beladen werden und man erhält dafür unterschiedlich viele Siegpunkte. Während kleine Schiffe mit 1 oder 2 Waren voll sind, benötigen die großen immer vier Waren. Bevor es losgeht, bekommt jeder Spieler noch ein Warenlager für bis zu 8 Warenkarten, zwei beliebige Warenkarten und ein Startkapital.

    ZU Beginn jeder Runde ist der Aktionshandel: Der Startspieler deckt so viele Aktionskarten auf, wie Mitspieler beteiligt sind. Er darf dabei die Art fast frei wählen und auch auf bisher gezogene Karten reagieren. Danach wählt er eine Aktion für sich aus und legt diese erst mal offen vor sich aus. Danach wählen die anderen Spieler reihum eine der restlichen Aktionen aus. Oder: Sie hätten gerne die von einem Mitspieler ausgewählte Aktion. In diesem Fall wird eine Bietrunde eingeschoben, bei der jeder Spieler, der noch keine Karte gewählt hat, ein Gebot abgeben kann. Der Besitzer der Karte kann ein beliebiges Gebot annehmen oder dem Bietenden den Betrag auszahlen. Danach hat also ein Spieler die Aktionskarte sicher und der andere hat Geld erhalten und darf sich außerdem keine andere Aktionskarte nehmen. Das ist ein interessantes Verfahren, was dazu führt, dass man auch mal ein niedriges Gebot auf eine Aktionskarte abgibt, wenn man keine der Karten richtig gebrauchen kann, aber auf diese Weise wenigstens zu ein bisschen Geld kommen kann oder man kann dem Gegner eine Aktion, die dieser unbedingt haben will, gewaltig verteuern.

    Nachdem die Aktionen verteilt sind, werden sie durchgeführt. Einkauf bringt neue Waren auf die Hand. Vor dem Verschiffen müssen diese jedoch erst einmal mit der Aktion Einlagern für viel Geld ins Lager geschafft werden, erst von dort kann es auf's Schiff gehen. Man sieht also immer, welcher Spieler demnächst verschiffen kann. Es gibt auch einige Sonderaktionen, die man nicht sofort ausführen muss, sondern für einen geeigneten Zeitpunkt aufheben kann. Besonders ärgerlich für die Mitspieler ist ein Warentausch mit deren Lagerinhalten, wogegen sie sich nicht wehren können. Alternativ zum Verschiffen bringt eine solche Aktionskarte auch ein bestimmtes Einkommen und das ist immer wichtig, da man i.d.R. immer knapp bei Kasse ist und besonders das Einlagern viel Geld kostet.

    Sobald am Ende einer Runde nur noch 1 oder 2 Schiffe im Hafen liegen, werden auch diese abgelegt. Da die nächste Handelsflotte etwas auf sich warten läßt, verrotten alle Warenkarten auf der Hand und im Lager ist auch nur Seide sicher, Äpfel verrotten alle und von Käse und Gewürz die Hälfte. Die Sonderaktion Konservieren hilft da etwas, allerdings muss man sie auch schon vorher ausgespielt haben. Das Spiel endet, sobald ein Spieler eine gewisse Punktzahl überschritten hat. Bis dahin vergeht eine gute Stunde, die nie langweilig ist, jeder versucht die richtigen Warenkombinationen zu erhalten und dazu braucht man die passenden Aktionen in der optimalen Reihenfolge. Da der Startspieler erheblichen Einfluß auf die Art der zur Verfügung stehenden Aktionen hat, kann es schon mal vorkommen, dass man keine der angebotenen Aktionen gebrauchen kann, dann gilt es abzuschätzen, was diese den anderen Spielern Wert sind, um wenigstens noch so daran profitieren zu können. Entscheidend ist also die Aktionshandelsrunde. Zu zweit habe ich es noch nicht gespielt, ich kann mir aber vorstellen, dass es da auch gut funktioniert, für 3 oder 4 Spieler ist das Spiel aber auf jeden Fall zu empfehlen und gehört sicher zu den anspruchsvolleren Kartenspielen. Und die beim Sortieren etwas schwierige Grafik stört beim Spiel überhaupt nicht mehr.

    Vor dem Wind - Kurzübersicht

    Für wen: Kartenspieler und Händler
    Preis: ca. 20,- Euro
    Spieler: 2-4 Personen
    Alter: ab 10 Jahren
    Spieldauer: ca 74 min
    Auszeichnungen: -
    Typ: Kartenspiel
    Glücksfaktor: mittel
    Autor: Torsten Landsvogt
    Verlag: Phalanx Games
    Bezugsquelle: Amazon , Spielehandel

    Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel etwa_20_euro verlag:phalanx

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