" /> Brettspiel-Blog: Januar 2006 Archive

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22.01.06

Schachblog

SchachSchach? Schach! Blog? Blog! Schachblog! Eigentlich naheliegend, dass es auch über das Königsspiel Schach Weblogs geben muss. Und ein solches habe ich über ein einen Trackback zum Eintrag über Atomic Chess entdeckt: Schachblätter.

Foto: stock.xchng

Tags: schach blog weblog

20.01.06

Africa - Eine Entdeckungsreise durch Afrika

Africa - Ein Brettspiel für Entdecker Wer möchte nicht gerne mal als forscher in die Welt hinausziehen und Dinge entdecken, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat? Diesen Wunsch thematisiert das Sammelspiel Africa. Die zwei bis fünf Spieler haben dabei die Aufgabe Afrika zu erforschen und dabei möglichst viele Entdeckungen zu sammeln.

Dazu werden auf einer Landkarte insgesamt 96 Entdeckerkärtchen gemischt und verdeckt ausgelegt. Jeder der Spieler startet an einem anderen Punkt und beginnt von dort Afrika zu erkunden. Dabei können Edelsteine und Gold ebenso entdeckt werden wie Tierherden, Nomadenstämme und Handelsgüter. Während Tiere und Nomaden direkt Punkte bringen müssen Edelsteine und Gold erst durch die Errichtung eines Camps abgebaut werden. Die Handelsgüter bringen erst am Spielende Punkte. Zusätzlich können noch Tempel aufgedeckt werden. Diese dienen als Zeitmesser und mit dem Aufdecken des letzten Tempels endet das Spiel.

Das Spiel gestaltet sich recht abwechslungsreich da es eine Vielzahl verschiedener Sammelobjekte gibt und eine gute Taktik zur optimalen Nutzung der Entdeckungen nicht immer leicht zu finden ist. Mit ein wenig elterlicher Anleitung können auch jüngere Kinder (als unten angegeben) das Spiel spielen. Als Spiel für bis zu fünf Spielern eignet es sich auch gut für Familien mit eben fünf Personen, bei denen sonst fast immer jemand zuschauen muss.

Africa - Kurzübersicht

Für wen: Entdecker, Afrika-Fans
Preis: ca. 15-20 Euro
Spieler: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 45-60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Sammelspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Goldsieber
Bezugsquelle: Amazon (nur noch gebraucht), Spielehandel (Restbestände), Flohmarkt

Tags: spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 etwa_20_euro etwa_15_euro sammelspiel

19.01.06

Schachvariante: Atomic Chess

Schachvariante: Atomic Chess Mit dem Trojaschach und dem 3D-Schach haben wir euch bereits zwei Schach-Varianten vorgestellt, für die man spezielle Schachbretter bzw. -figuren benötigt. Heute möchten wir euch daher Atomic Chess vorstellen - eine Schachvariante, die man mit ganz normalen Figuren und ganz normalen Schachbrettern spielen kann.

Die Regelerweiterungen des Atomic Chess sind nicht sehr umfangreich. Dennoch wird die Taktik des Schachspiels dadurch grundlegend auf den Kopf gestellt:

  1. Es gelten die beim Schach üblichen Zugregeln
  2. Wenn eine Figur geschlagen wird, kommt es zu einer "Explosion", die alle folgenden Figuren zerstört: Die schlagende Figur, die geschlagene Figur und alle Figuren auf angrenzenden Feldern. Nur Bauern sind von dieser Regel ausgenommen.
  3. Das Spiel wird durch klassisches Schachmatt oder durch eine Explosion gewonnen, die den gegnerischen König zerstört.
  4. Es darf nicht so geschlagen werden, dass der eigene König dabei zerstört wird.

Es braucht ein paar Spielrunden, bis man die Reichweite dieser Regeln erkannt hat. Aber das Spiel macht vom ersten Spiel an viel Spaß und ist eine spannende und abwechslungsreiche Schachvariante.

Eine bereits recht umfangreiche Eröffnungstheorie zum Atomic Chess findet ihr bei Vlasov.

Foto: Photocase.com

Nachtrag: Kommentarfunktion aufgrund massivem Spam-Aufkommens auf diesem Artikel geschlossen. Sorry.

Tags: schach variante atomic-chess

18.01.06

Munchkin

Munchkin Munchkin richtet sich hauptsächlich an Rollenspieler, weil es eine Parodie desselben ist. Wie der Name schon sagt, sind die Spieler Munchkins, also Rollenspieler, die die Regeln bis übers Maximum ausreizen um Vorteile vor den anderen Spieler zu haben. Der Hauptgag des Spiels ist es also, dass alles verzichtet wird, das Rollenspiele interesant macht, und es nur noch darum geht, vor allen anderen Stufe 10 zu erreichen. Dafür ist nun aber fast jedes Mittel recht und jede Regel darf gebeugt werden.

Jeder Spieler braucht ein wenig Platz vor sich und eine Möglichkeit sich seine Stufe zu notieren. Die Stufe ist zu Beginn 1 und steigt im Laufe des Spiels. Das eigentliche Spiel besteht aus 2 Arten von Karten, nämlich Dungeonkarten und Schatzkarten. Wobei die Dungeonkarten Monsterkarten, Flüche und Bonuskarten enthalten können, während die Schatzkarten meist Ausrüstung darstellen. Diese Ausrüstung hilft den Spielern im Kampf, indem sie dafür die Stufe erhöht.

Ein Spielzug ist eigentlich sehr einfach. Der Spielzug beginnt, damit dass der aktive Spieler den nächsten Raums des Dungeons betritt. Um genau zu sein, deckt er eine Dungeonkarte vom Stapel auf. Wenn es eine Bonuskarte ist, zieht der Spieler sie einfach. Sollte ein Fluch aufgedeckt werden, so erleidet der Spieler die Effekte. Bleibt schliesslich die Möglichkeit ein Monster aufzudecken, in diesem Fall muss der Spieler kämpfen. Dabei werden eigentlich nur die eigene Stufe und die Stufe des Monsters verglichen, derjenige mit der grösseren Stufe gewinnt.
Dies ist die Gelegenheit für alle Mitspieler mitzumischen und mithilfe eigener Karten Monster oder Spieler zu verstärken , oder auch dem aktiven Spieler Hilfe anzubieten.
Irgendwann wird absehbar, wer gewinnen wird, sollte dann der Spieler verlieren, so muss er fliehen. Aber eine Flucht ist auch gefährlich und so kann ihm das Monster "Schlimme Dinge" antun. Das kann alles nichts über Stufenverlust bis zu Tod (eine bedauerliche Zwischenstation auf dem Weg zum Sieg) bedeuten. Aber der Spieler kann auch gewinnen, das Monster töten, eine Stufe aufsteigen und den Schatz stehlen, also entsprechend viele Schatzkarten spielen.

Es gibt natürlich auch Karten, die die eigene Rasse oder Klasse, also aus Mensch wird Zwerg oder aus Krieger wird Zauberer, ändern können. Ebenso gibt es Ausrüstung, die nur von manchen getragen werden können, wie z.B. kann der Napalmstab nur von Zauberern verwendet werden ( was soll auch ein Krieger mit einem Zauberstab).

Munchkin brilliert vorallem durch die witzigen Karten, die aberwitzigen Situationen und viele kleine versteckte Gags auf dem Bildern der Karten. Leider sind die Regeln teilweise schwammig formuliert, obwohl auch dies einen Teil des Reizes ausmacht, auch diese Regeln bis zum Maximum auszuschöpfen.

Man kann sicher der Meinung sein, dass nach ein paar Spielen, wenn die Karten bekannt sind, der Spass raus ist, aber zumindest mit 3 Spielern ist das nicht wahr. Da das Spiel dann tatsächlich recht zügig spielbar ist, wenn man sich damit abgefunden hat, dass es ein reines Glücksspiel ist.
In grösseren Gruppen zieht es sich manchmal zu lange, vorallem wenn alle auf Blockade spielen.

Munchkin - Kurzübersicht

Für wen: Rollenspieler
Preis: ca. 15 &euro
Spieler: 2-6 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Auszeichnungen: -
Typ: Kartenspiel, "Rollenspiel"
Glücksfaktor: hoch
Autor:Steve Jackson
Verlag: Pegasus
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: kartenspiel spieler_2 spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_viel spieler_5 spieler_6 etwa_15_euro

17.01.06

Doppelkopf-Regeln

Spielkarten-StapelNachdem wir euch neulich schon auf eine gute Quelle für Pokerregeln hingewiesen haben, gibt es heute eine weitere Quelle für Spielregeln: Wer sich für die Spielregeln des Spiels Doppelkopf interessiert findet eine sehr umfangreiche Anleitung der Doppelkopf-Regeln mit Angabe verschiedener Varianten in dem Wikipedia-Artikel über Doppelkopf.

Als besonders guter Artikel wurde der Wikipedia-Artikel über Doppelkopf übrigens in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen und am 7.1.2006 als Artikel des Tages vorgestellt.

Service:
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Foto: stock.exchng

Tags: regeln doppelkopf

16.01.06

Buchempfehlung: Das Spielebuch

Spielebuch (Drei Magier Verlag) Heute möchten wir euch nicht ein Spiel vorstellen sondern ein Buch über Spiele. Es gibt leider nicht sehr viele gute Spielebücher, aber "Das Spielebuch" aus dem Drei Magier Verlag ist eine glückliche Ausnahme.

Das Buch bildet ein umfangreiches Nachschlagewerk und spannend zu lesendes Sachbücher über klassische und auch neue Spiele. Diese werden in achtzehn Rubriken unterteilt vorgestellt und mit über 600 ansprechenden Abbildungen illustriert. Dabei lernt der Leser nicht nur die Regeln und Varianten der Spiele sondern auch deren Ursprung kennen.

Dieses Buch sollte in keinem Spieleregal fehlen...

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Tags: buch

15.01.06

Spiel des Jahres 1997: Mississippi Queen

Mississippi Queen: Spiel des Jahres 1997 Mississippi Queen ist eines der weniger bekannten Spiele des Jahres. Wie schon der Name vermuten lässt, liefern sich die Spieler ein Wettrennen auf dem Mississippi.

Das Spiel ist für 3 bis 5 Spieler gedacht, von denen jeder einen Dampfschiff steuert. Gespielt wird auch einem Spielplan, der im Laufe des Spiels wächst. Dazu existieren Flussfelder, welche in Sechsecke in der Grösse der Dampfer aufgeteilt sind. Die Felder sind so kontruiert, dass es immer einen Weg dadurch gibt, aber es gibt auch immer unpassierbare Sechsecke, nämlich Inseln. Es ist zwar sicher gestellt, dass der Flusslauf immer weitergeht, aber das Aufdecken des nächstens Flussteils ist recht knapp, so dass der führende Spieler meistens abbremsen muss.

Das Ziel ist es vor allen anderen Dampfern am Zielhafen anzukommen und auf dem richtigen Steg anzulanden. Da dies zu einfach wäre, muss man auch noch 2 Passagiere von kleinen Inseln des Mississippi aufgesammlt haben.

Zu Spielbeginn wird das Startflussfeld mit dem Hafen hingelegt und ein weiteres Flussfeld angebaut. Jeder Spieler erhält einen Dampfer, der am Anfang 6 Kohle geladen hat und Geschwindigkeit 1 hat. Die restlichen Flussfelder liegen gemischt bereit.

Zu Beginn einer Spielrunde wird zuerst die Reihenfolge festgestellt. Dabei beginnt derjenige, dessen Dampfer am weitesten vorne ist. Bei Gleichstand zieht zuerst derjenige mit der höheren Geschwindigkeit. Der Dampferkapitän hat nun die Möglichkeit die Geschwindigkeit des Dampfers zu ändern. Dabei ist eine Änderung um 1 kostenfrei, jede Weitere Erhöhung oder Verringerung um eins kostet eine Kohleneinheit. Die Geschwindigkeit kann zwischen 1 und 6 einschliesslich liegen, und man muss dann den Dampfer soviele Felder bewegen, wie die Geschwindigkeit angibt. Bei der Bewegung rückt man den Dampfer auf das nächste Feld in Fahrtrichtung, wenn man also nicht nur gerade aus fahren will, muss man den Dampfer auch die Richtung ändern lassen. Auch hier ist die erste Änderung um 60 Grad kostenlos, und jede weitere verbraucht eine Kohle. Da man aber nur 6 Kohle geladen hat, und nicht wieder aufrischen kann, muss man sehr aufpassen. Denn ein Dampfer, der mehr Kohle bräuchte als verfügbar, läuft auf Grund und scheidet aus.

Insbesondere der führende muss aufpassen, den der erste, der auf das vorderste Flussfeld gelangt, würfelt und legt dann das nächste Flussfeld an. Je nach Wurf fliesst der Fluss gerade oder knickt nach links oder rechts ab.

Manchmal kann es sein, das der Dampfer eines Mitspielers im Weg ist. Dann ist der optimale Zeitpunkt gekommen ihn abzudrängen. Dabei Zieht man einfach über das Feld des Gegners und dieses Feld verbraucht dann 2 statt einer Bewegung. Dafür setzt man den gegnerischen Dampfer auf ein beliebiges, befahrbares Feld, das nicht direkt in Zugrichtung liegt. Im Gegenzug darf der Gegner seinen Dampfer in eine beliebige Richtung drehen. Man kann natürlich andere auch abdrängen, weil man dadurch einen Bewegungspunkt verbraucht.

Um einen Passagier aufzunehmen, muss man an den Steg der Insel anlegen, auf der der Passagier steht. Es gibt dabei Inseln, auf denen 2 Passagiere stehen und andere mit nur einem. Mit einem Anlegevorgang kann man jedenfalls auch nur einen mitnehmen. Um anzulegen muss man mit Geschwindigkeit 1 auf dem Anlegefeld ankommen, damit der Passagier auch zusteigen kann. Daher kann es auch manchmal ein Gerangel um Passagiere geben, und abgedrängt werden ist besonders ärgerlich, aber natürlich auch für den anderen, da er dafür eine höhere Geschwindigkeit benötigt.

Gegen Ende bilden sich meist Drängeleien um die Anlegestellen, da das Spiel selbstregulierend wirkt, dadurch dass der führende Spieler meist nicht weiss, in welche Richtung die Fahrt führen wird, und die zurueckliegenden Spieler lange, gerade Strecken ausmachen und auch ausnutzen können.

Das wichtigste im Spiel ist das richtige Haushalten mit der Kohle, gerade unerfahrene Spieler zögern häufig Kohle auszugeben, um wieder aufzuholen. Auch muss der Führende immer darauf achten, nicht zu schnell zu sein, da er sonst schnell ohne Kohle strandet. Auch versuchen unerfahrende Spieler bei erste Gelegenheit einen Passagier aufzunehmen. Dies führt aber meist nur zu Kohle kostendem Gedrängel und Zeitverlust. Und je nach Spielerzahl sind auch genug Passagiere vorhanden, dass niemand die ersten aufsammeln muss.

Mississippi Queen- Kurzübersicht

Für wen: Dampferfans, Rennfahrer
Preis: ca. 20 Euro
Spieler: 3-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 40 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1997
Typ: Rennspiel, Deduktionsspiel
Glücksfaktor: mittel
Autor: Werner Hodel
Verlag: Goldsieber
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_3 spieler_4 gluecksfaktor_mittel spieler_5 etwa_20_euro spiel_des_jahres simulationsspiel deduktionsspiel

Das elektronische Brettspiel

Wir haben euch hier immer wieder Spiele vorgestellt, die neben der Spielidee auch mit besonders schöner Haptik aufwarten können: TAC, Tabuluna Trio Trio und Carrom sind nur einige Beispiele. Diese Spiele machen einfach besonders viel Spaß. Und dann kommt so eine Elektronikbude daher und will ein elektronisches Spielbrett entwickeln. Im Prinzip handelt es sich bei dem "Entertaible" der Firma Philips um ein großes LCD-Display mit Softwareschnittstelle. Sicherlich: Das Kaufen neuer Spiele wird damit viel einfacher - aber der Spielspaß wird wohl teilweise auf der Strecke bleiben. Danke, da spiele ich doch lieber mit einem echten Brettspiel!

via: bLogitech

Tags: brettspiel Spielmaterial technik

Magic - The Gathering: Gildenbund

Nächsten Samstag finden die Prerelease-Turniere für Gildenbund an, also für das neue Set Magic-Karten. Die Turniere finden in jeder größeren Stadt ( Übersicht) statt und sind die erste Möglichkeit, die neuen Karten zu erhalten. In manchen Städten sind die Preise schon festgelegt, in machen nicht, so wird das Mitspielen in Stuttgart wohl 25 € kosten. Auch sonst wird der Preis wohl in dieser Gegend liegen. Wenn man es umrechnet, sind das schon die Kosten für die Karten, wenn man sie im Einzelhandel kaufen würde.

Tags: Event-Hinweise

14.01.06

Pokerregeln

Poker Das Pokerspiel erfreut sich allgemein einer großen Beliebtheit und ist ja eigentlich auch ganz einfach. Da viele Leute im Internet danach suchen kippen die lieben Kommentar-Spammer hier ja auch regelmäßig Spam für die Poker-Variante Texas Hold'em rein - ohne Erfolg versteht sich. Wer wissen will, was es mit dieser Variante auf sich hat, dem seien die Regeln für Texas Hold'em empfohlen. Oder besser gleich die ganze Seite Pokertips.

[Link via Spreeblick]

Foto: stock.exchng

Tags: regeln kartenspiel poker

12.01.06

Chemnitzer Spielenacht

Morgen findet in Chemnitz ab 18:00 Uhr die 2. Chemnitzer Spielenacht statt. Dort können dort bekannte und weniger bekannte Spiele gespielt werden. Zudem finden Turniere für die Spiele "Siedler von Catan", "Carcassonne" und "magic the gathering" statt.

[Hinweis auf den Eintrag in datenkobold.de von René Pönitz per E-Mail]

Tags: Event-Hinweise chemnitz

01.01.06

Spiel des Jahres 1983: Scotland Yard

Scotland Yard: Spiel des Jahres 1983 Das Spiel Scotland Yard war eines der ersten Spiele, die mit der begehrten Auszeichnung "Spiel des Jahres" geadelt wurden. Das Spiel handelt von der Jagd auf den Gangster "Mister X" durch das Scotland Yard in London.

Das Spiel kann von bis zu sechs Spielern gespielt werden, wobei einer von ihnen die Rolle des fliehenden Mister X übernimmt. Bei wenigen Mitspielern können die Spieler auch mehrere Verfolger spielen, da das Spiel sonst recht schwer ist. Gespielt wird auf einem Spielplan der Stadt London. Darauf eingezeichnet stehen den Spielern Bewegungsmöglichkeiten per Taxi, Bus und U-Bahn zur Verfügung. Mister X kann zudem einige Fährlinien auf der Themse in Anspruch nehmen.

Das Ziel von Mister X ist es, sich für einen bestimmten Zeitraum durch London zu bewegen ohne gefangen genommen zu werden. Das Ziel der anderen Spieler ist es, dieses zu verhindern. Eine solche Gefangennahme liegt vor, wenn sich ein Spieler auf dem selben Feld wie Mister X befindet. Dabei spielen alle Spieler außer Mister X zusammen, so dass es also entweder Mister X als Gewinner oder die restlichen Spieler als Gewinnergruppe gibt.

Zu Beginn des Spiels wird jedem Spieler eine Startposition zugewiesen. Die Positionen der Scotland-Yard-Beamten wird dabei durch eine farbige Spielfigur auf dem Stadtplan markiert. Nur die Position von Mister X bleibt geheim. Jeder Spieler erhält nun einige Tickets für die verschiedenen Fortbewegungsarten. Die Taxitickets sind dabei am häufigsten, gefolgt von den Bustickets und einigen U-Bahntickets. Je seltener ein Ticket ist, desto größer ist dabei die durchschnittliche Reichweite der Bewegung mit diesem Verkehrsmittel. Mister X erhält zusätzlich einige Blacktickets, mit denen er ein beliebiges Verkehrsmittel und die Schiffslinien der Themse nutzen kann, sowie zwei Doppelzugkarten, mit denen er zwei Bewegungszüge nacheinander durchführen kann.

Nun bewegen die Spieler beginnend mit Mister X ihre Figuren. Dazu wird ein Verkehrsmittel ausgewählt und vom aktuellen Spielfeld aus gezogen. Mister X zieht dabei natürlich nicht seine Figur sondern notiert seine Position auf einer speziellen Tafel. Eine mitgelieferte Schildmütze sorgt während des Spiels auch dafür, dass seine Augen nicht die ungefähre Position auf dem Spielfeld wiedergeben. Die niedergeschriebene Position wird mit dem genutzten Ticket verdeckt, so dass nur begrenzte Tickets zur Verfügung stehen.

Nach Mister X ziehen auch die anderen Spieler ihre Figuren, im Gegensatz zu ihm jedoch offen. Die entsprechenden Spielfiguren werden dabei auf dem Spielplan bewegt und die verwendeten Bewegungskarten an Mister X weitergereicht. Dadurch werden die Bewegungsmöglichkeiten für Mister X quasi vollständig aufrecht erhalten während die anderen Spieler vor allem gegen Spielende aufgrund weniger Tickets nur noch eingeschränkte Zugmöglichkeiten haben.

Alle paar Züge muss Mister X auftauchen. Dabei wird seine aktuelle Position markiert. Das erste Auftauchen geschieht aber erst nach einigen wenigen Zügen, so dass alle Spieler vorher die Möglichkeit haben sich in eine optimale Startposition zu bewegen. Danach taucht Mister X in regelmäßigen Abständen auf, so dass die anderen Spieler aufgrund der verwendeten Verkehrsmittel und der Positionen die möglichen aktuellen Positionen von Mister X ermitteln können.

Gerade unerfahrene oder jüngere Spieler können dabei ihre Züge im Spiel diskutieren. Dadurch lernen sie das Spiel sehr schnell, verraten Mister X aber auf der anderen Seite mögliche Fluchtwege. Echte Profis spielen ohne Diskussion weil sie sich darauf verlassen können, dass ihr Mitspieler alle die optimalen Züge machen um Mister X in einem undurchlässigen Beamtennetz zu fangen.

Eine bewährte Strategie für Mister X ist es zum Zeitpunkt des Auftauchens möglichst auf auf einer U-Bahn-Station oder einem Themseanleger aufzutauchen, da er von dort in möglichst viele Richtungen fliehen kann. Die anderen Spieler müssen vor allem zum ersten Auftauchen dafür Sorge tragen eine U-Bahn-Station zu erreichen um sich möglichst schnell in das Bewegungsgebiet von Mister X bewegen zu können.

Scotland Yard - Kurzübersicht

Für wen: Krimi- und London-Fans, Analytiker, Kobelspieler
Preis: ca. 30 €
Spieler: 3-6 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 1983
Typ: Deduktionsspiel
Glücksfaktor: keiner
Autor: Ravensburger Autorenteam
Verlag: Ravensburger
Bezugsquelle: Amazon, Spielehandel

Tags: spieler_3 spieler_4 spieler_5 gluecksfaktor_ohne spiel_des_jahres etwa_30_euro deduktionsspiel

Neue Serie: Spiel des Jahres

Einer unserer Pläne für das Jahr 2006 ist eine Serie in der wir euch alle Spiele des Jahres seit 1979 vorstellen. Beginnend mit heute werden wir euch in einem annähernd zweiwöchigen Rhythmus alle Spiele des Jahres vorstellen.

Eine Liste aller Spiel des Jahres findet ihr hier.

Tags: spiel_des_jahres

Information

Dieses Weblog informiert über Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele. Inhalte sind die Vorstellung von alten und neuen Spielen, Spielstrategie, Spielzubehör, Spielanleitungen, etc.
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