Spielvorstellung: Can’t Stop

cantstop.jpgHeute will ich mal wieder einen „modernen Klassiker“ vorstellen, der bereits 1980 bei Parker erschien und zwischenzeitlich auch bei Franjos erhältlich war. Jetzt hat Ravensburger das Spiel wieder ähnlich der Erstauflage mit dem Stopschild als Spielplan neu aufgelegt.

Can’t Stop ist ein reinrassiges Würfelspiel. Der Spielplan dient als Anzeigetafel des Spielstandes, ansonsten sind außer den Markierungssteinen nur vier Würfel für das Spiel nötig. Wenn man an der Reihe ist, würfelt man mit den vier Würfeln und bildet dann Paarsummen (z.B. bei 3,4,4,6 wären das 7 und 10 oder 8 und 9). Diese Paarsummen finden sich auf dem Spielplan in 11 unterschiedlich langen Spalten wieder. Die weniger wahrscheinlichen Summen haben dabei kürzere Spalten. Die Sieben hat also die längste Spalte in der Mitte. Jeder Spieler hat nun 3 Läufer, mit denen er die gewürfelten Paarsummen in den entsprechenden Spalten markiert. Dabei sind die Läufer so bald als möglich einzusetzen. Weiterlesen…

Spielvorstellung: Time’s up!

timesup.jpgAuf dem letzten AOU-Con im Januar war das einer Hits, das einzige Exemplar war fast ständig im Einsatz, vor allem in den späten Abendstunden. Prinzipiell geht es um das Erraten von bekannten, realen oder fiktiven Personen und so besteht der Hauptbestandteil des Spiels aus mehreren Hundert Karten mit jeweils zwei Namen.

40 davon werden vor dem Spiel zufällig gezogen und an die Spieler verteilt. Zusätzlich erhält jeder Spieler zwei weitere, damit er aus den zugeteilten Karten wieder zwei Stück ablegen kann, die ihm nicht zusagen, weil er sie nicht kennt oder meint, sie später nicht erklären zu können. Weiterlesen…

Commands & Colors (II): Memoir’44

memoir44.jpgSchon kurz nachdem das erste Spiel mit dem Commands and Colors-Spielsystem „BattleCry“ erschienen war, konnte man vom Autor Richard Borg erfahren, dass er das Spielsystem auch für andere Epochen angepasst hat: Napoleonische Schlachten, den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und vor allem für Schlachten der Antike (das inzwischen erschienen ist).

Auf die bei Spielern in den USA beliebte moderne Kriegführung im 20. Jahrhundert (sprich: 2. Weltkrieg) angesprochen, sah er das System dafür als nicht so geeignet an. Um so überraschender war dann die Veröffentlichung des Spiels Memoir’44, das in Zusammenarbeit mit dem Team von Days of Wonder entstand und zum 60. Jahrestag der Invasion der alliierten Streitkräfte in der Normandie erschien. Weiterlesen…

Spielvorstellung: Kreuz & Quer

kreuzquerc.jpgBei der Umfrage für seine Diplomarbeit habe ich das Erstlingswerk von Frank Schaubrenner ja schon mal erwähnt, heute möchte ich es auch kurz vorstellen.

Zusammen mit Hartmut Witt hat er ein schnelles Spiel für kurze Pausen oder sonst mal zwischendurch entwickelt, allerdings braucht man etwas Platz, ein Bistrotisch dürfte dann doch zu klein sein. Jeder Spieler bekommt einige Geländekarten, die seine individuelle Rennstrecke darstellen. Wer diese zuerst bewältigt hat, gewinnt das schnelle Rennen. Auf jeder Geländekarten sind die einzelnen Felder mit verschiedenen Geländearten dargestellt. Da gibt es Fliesen, Wiese, Sand, Wasser, etc., für diese Geländetypen gibt es unterschiedliche viele Sammelkarten, die jeweils genau ein Gelände darstellen. Die Sammelkarten werden in der Mitte zwischen den Spielern verdeckt aufgefächert, so dass sie möglichst nicht übereinander liegen. Weiterlesen…

Commands & Colors (I): BattleCry

plbattcry.jpgIn der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich der Norden und der Süden der damaligen USA deutlich unterschiedlich entwickelt. Während im Norden die Industrialisierung fortschritt war der Süden weiterhin von Plantagen geprägt, auf denen über 50% des weltweiten Bedarfs an Baumwolle produziert wurden. Und auf diesen arbeiteten überwiegend Sklaven, die um 1860 etwa ein Achtel der Gesamtbevölkerung darstellten. Letztendlich waren die unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen der Auslöser für den amerikanischen Bürgerkrieg von 1861-1865.

In BattleCry können zwei Spieler 15 verschiedene Schlachten zwischen der Unions-Armee und den Konföderierten nachspielen und versuchen, es besser zu machen, als die damaligen Generäle. Dass dies nicht in Arbeit ausartet wie manche der amerikanischen Konfliktsimulationsspiele, die hunderte von Einheiten mit z.T. sehr speziellen Detailregeln kennen, dafür sorgt das Spielsystem „Commands and Colors“ von Richard Borg, das im Prinzip ein vereinfachtes Miniaturenspiel darstellt. So befinden sich in der etwas groß dimensionierten Schachtel neben Regel- und Szenarienheft, Spielplan, Karten und Würfel auch gut 100 Plastikfiguren, die Infantierie, Kavallerie, Artillerie und Generäle darstellen. Weiterlesen…

Zum 100. Geburtstag: Adams Ahn

Spiel mit historischem Hintergrund: Adams AhnVor 100 Jahren, also 1907, wurde in den Sand- und Kiesabbaugruben bei Heidelberg der Homo Heidelbergensis entdeckt. Zu diesem Anlass ist im Giseh-Verlag das Spiel Adams Ahn zu diesem historischen Hintergrund erschienen.

Auf dem wissenschaftlichen Hintergrund aufbauend geht es um den Abbau von Gesteinsschichten, die im Spiel durch Plastikplättchen dargestellt sind. Diese werden zu Spielbeginn zu einem Berg aufeinander geschichtet. Dann beginnen die Spieler reihum jeweils eine Schicht abzutragen und die Plättchen zu sammeln. Weiterlesen…

Ausgespielt

Jedes Jahr nach der Spielwarenmesse in Nürnberg verschwinden einige Spiele aus den Katalogen der Hersteller. Die Mitarbeiter des Deutschen Spiele-Archivs machen sich seit einigen Jahren die mühsame Arbeit, die Kataloge mit den Vorjahresausgaben zu vergleichen, um festzustellen, welche Spiele nicht mehr länger lieferbar sind. Heraus kommt die Liste „Ausgespielt – Game over“, die auf spielbox-online veröffentlicht wird.

Manches davon wird man vielleicht bald als Restposten günstig bekommen. Auch wenn jeder anderen Spielen „nachtrauert“, ich finde es schade um: La Citta, Die neuen Entdecker und das nur sehr kurz erhältliche Zauberstauber.